| Ländername | Argentinische Republik, República Argentina |
| Beste Reisezeit | Januar, Februar, Oktober, November, Dezember |
| Fläche | 2.780.400 km2 |
| Hauptstadt | Buenos Aires |
| Bevölkerung | 47.327.407 |
| Sprache | Spanisch |
| Staats-/Regierungsform | Bundesstaat |
| Staatsoberhaupt | Javier Gerardo Milei, seit 10.12.2023, Partei "La Libertad Avanza" |
| Regierungschef | Javier Gerardo Milei, seit 10.12.2023, Partei "La Libertad Avanza" |
| Außenminister | Pablo Quirno , seit 27.10.2025, "La Libertad Avanza" |
| Währung | argentinischer Peso |
| Reiseadapter | C, I |
| Kfz-Länderkennzeichen | RA |
| ISO-3166 | AR, ARG |
| Internet-TLD | .ar |
| Landesvorwahl | +54 |
| Website | https://www.argentina.gob.ar/ |
| Reisepass & Visum | Notwendig |
| Geeignet für | Kultur, Feiern |
| 16.–18. Jh. | Der Spanier Juan Díaz de Solís entdeckt 1516 die Mündung des Río de la Plata. Buenos Aires, 1580 gegründet, wird 1776 Hauptstadt des Vizekönigreichs Río de la Plata |
| 1816 | Das Vizekönigreich erklärt sich unabhängig von Spanien |
| 19. Jh. | Argentinien wird zur „Kornkammer der Welt“ und zum Ziel Millionen europäischer Einwanderer |
| 1930 | Soziale Unruhen nach der Weltwirtschaftskrise 1929 |
| 1946–55 | General Juan Domingo Perón und seine Frau Evita führen den Sozialstaat ein. Ein Militärputsch zwingt Perón ins Exil |
| 1955–83 | Auf eine Reihe von Militärputschen folgt 1976 eine grausame Diktatur. Zehntausende werden ermordet. Nach der Niederlage im Falklandkrieg tritt die Junta ab |
| 1983–2022 | Die junge Demokratie kämpft mit hoher Verschuldung und Inflation. Das neoliberale Experiment der 1990er gipfelt 2001 im Staatsbankrott. Auf einen kurzen Aufschwung folgen weitere Krisen, aber auch progressive Politik und eine Stärkung der Frauenrechte |
| 2023/2024 | Nach Corona eint der Fußball-WM-Titel ein zerrissenes Land |
Für dieses Land sind mehrere Klimaregionen erfasst. Bitte wählen Sie eine der folgenden Städte aus, um die passenden Klimadaten zu laden.
Villanueva 1055 | Tel. 011 47 78 25 00 | buenos-aires.diplo.de
French 3671 | Tel. 011 48 09 58 00 | bmeia.gv.at/oeb-buenos-aires
Av. Santa Fé 846 | Tel. 011 43 11 64 91 | eda.admin.ch/buenosaires
Allgemeiner Notruf Tel. 9 11. Gleichzeitig gelten aber auch noch die Nummern Tel. 1 01 für die Polizei, Tel. 1 07 für den Notarzt und Tel. 1 00 für die Feuerwehr.
In Buenos Aires gibt es öffentliche WLAN-Zonen (wi-fi) in den Flughäfen, auf vielen öffentlichen Plätzen und in den U-Bahn- und Metrobus-Stationen. Die App BA Wifi gibt die über 500 öffentlichen Hotspots an und verbindet mit ihnen – so die Theorie, ob es immer funktioniert, ist eine andere Frage. Sicher und ruhig surfen kannst du im Goethe-Institut (Corrientes 319) und in den meisten Cafés und Restaurants.
Vorwahlen: Argentinien 0054, Deutschland 0049, Schweiz 0041, Österreich 0043. Handynummern werden dir wahrscheinlich mit einer 15 am Anfang angegeben. Dahinter steckt ein altes System, das zwar noch funktioniert, jedoch nur, wenn sich Anrufer und Angerufener im selben lokalen Netz befinden. Klingt kompliziert? Ist es auch, deswegen gilt heute eine viel einfachere Regel: Lass die 15 weg und wähl stattdessen Mobilnummern genau wie Festnetznummern immer mit der lokalen Vorwahl (für Buenos Aires z. B. 11, für Mendoza 261 etc.).
Fürs Einspeichern ins eigene Handy ist es ratsam, alle Nummern komplett mit der Landesvorwahl einzuspeichern: So kannst du sie auch mit einer deutschen Simkarte und in Messengerdiensten benutzen. Bei Handynummern kommt in diesem Fall eine 9 zwischen Ländercode (+54 für Argentinien) und lokale Vorwahl. Beispiel für eine Nummer in Buenos Aires: +54 9 11 12 34 56 78. Bei Festnetznummern entfällt die 9.
Das Handynetz hat viele weiße Flecken, abseits von Ortschaften gibt es oft keine oder nur eine instabile Verbindung. Trotzdem gilt: Immer weniger Argentinier haben einen Festnetzanschluss. Viele Leute erreichst du per Whatsapp schneller als per Anruf.
Auflagenstärkste Zeitung ist Clarín (clarin.com). Das älteste Blatt ist die rechtskonservative La Nación (lanacion.com.ar), die neben infobae.com das modernste Online-Angebot unterhält. Eher linksgerichtet sind Página 12 (pagina12.com.ar) und Tiempo Argentino (tiempo.infonews.com). News und Reportagen auf Englisch gibts online beim Buenos Aires Herald (buenosairesherald.com).
Wallfahrt zu Gauchito Gil (Mercedes): riesige Pilgerparty zu Ehren des Popstars unter den Volksheiligen
FIBA – Festival Internacional de Buenos Aires (Buenos Aires), buenosaires.gob.ar/festivalesba: Südamerikas wichtigstes Theaterfestival
Fiesta Nacional del Folklore (Cosquín), aquicosquin.org
Karneval mit bunten Masken und rituellen Tänzen in der Quebrada de Humahuaca, Federschmuck und heißen Rhythmen im Nordosten und den Murga-Karnevalszügen auf den Straßen von Buenos Aires
Fiesta Nacional de la Vendimia (Mendoza), vendimia.mendoza.gov.ar: Weinfest
Día Nacional de la Memoria por la Verdad y la Justicia (ganzes Land), Gedenktag an die Opfer der Militärdiktatur
Festival Internacional de Cine Independiente (Buenos Aires), bafici.vivamoscultura.com
Iguazú en Concierto, @iguazuenconcierto: Kinder aus aller Welt singen und musizieren vor der spektakulären Kulisse der Wasserfälle.
Fiesta de la Pachamama (viele Orte im Nordwesten)
Tango BA Festival y Mundial (Buenos Aires), buenosaires.gob.ar/tangoba: Die Stadt feiert ihre Musik und wählt die Weltmeister auf dem Tanzparkett. Parallel dazu steigt das alternative Festival FACAFF (caff.com.ar/facaff) der jungen Szene.
Fiesta Nacional de la Tradición (San Antonio de Areco), fiestasnacionales.org: Gauchofestival
| 1. Januar | Neujahr |
| Februar/März | Rosenmontag, Fastnachtsdienstag |
| 24. März | Gedenktag führ die Opfer der Diktatur |
| März/April | Karfreitag |
| 2. April | Tag der Gefallenen im Falklandkrieg |
| 1. Mai | Tag der Arbeit |
| 25. Mai | Erste Nationalregierung 1810 |
| 20. Juni | Todestag von General Manuel Belgrano |
| 9. Juli | Unabhängigkeitstag |
| 17. August | Todestag von General José de San Martín |
| 12. Oktober | Tag der kulturellen Diversität |
| 20. November | Tag der nationalen Staatshoheit |
| 8. Dezember | Mariä Empfängnis |
| 25. Dezember | Weihnachten |
Mietwagen sind in jeder größeren Stadt zu bekommen, aber es kostet sehr viel mehr als in Europa. Die Miete für einen Kleinwagen beträgt etwa 50 Euro pro Tag inklusive Versicherung und 200 Freikilometern, in Patagonien meistens noch mehr. Achtung: Lokale Agenturen bieten meistens keine Vollkaskoversicherung an! Buch den Wagen am besten online über deine gewohnten Websites – da weißt du genau, welche Versicherungen dabei sind und es gibt nachher keine Überraschung mit dem Kleingedruckten. Ein internationaler Führerschein ist nicht erforderlich, der europäische wird anerkannt. Auf argentinischen Autobahnen und einigen Fernstraßen wird Maut verlangt. Wundere dich nicht über stark schwankende Preise, es gibt keine einheitlichen Tarife.
In Ortschaften darfst du auf den normalen Straßen 40 km/h, auf einigen Durchfahrtsstraßen (avenidas) 60 km/h fahren. Auf die Beschilderung achten: Vor Schulgebäuden oder Sportplätzen sind oft nur 20 km/h erlaubt. Auf Landstraßen darfst du 110 km/h fahren (wenn der Zustand der Straße das überhaupt erlaubt), auf ausgebauten Überlandstraßen bis zu 120 und auf offiziellen Autobahnen 130 km/h. Für Wohnmobile gilt ein Tempolimit von 90 km/h. Die Promillegrenze liegt bei 0,5. Das Mitführen von Warndreieck und Feuerlöscher ist Pflicht – bei Mietwagen kontrollieren! Da die Vorfahrtsregeln oft nicht eingehalten werden, unbedingt Blickkontakt zu den anderen Verkehrsteilnehmern herstellen!
Tankstellen sind meist von 7 bis 23 Uhr geöffnet, in größeren Städten und auf Autobahnen auch rund um die Uhr. Selbstbedienung gibt es so gut wie nie, stell dich einfach an die Zapfsäule, der Tankwart übernimmt und putzt oft noch die Scheiben (dann solltest du auch Trinkgeld geben). In Patagonien und Feuerland wird das Benzin subventioniert und kostet rund 30 Prozent weniger als im Rest des Landes.
Argentinien verfügt über ein ausgezeichnetes Busnetz mit bequemen Bussen samt Schlafsitzen (coche cama) und Verpflegung. Für eine Strecke von etwa 300 km zahlt man ca. 15 Euro. Von Buenos Aires nach Mendoza (1000 km) oder Puerto Iguazú (1300 km) zahlt man um 60 Euro, nach Bariloche (1600 km) 90 Euro. Die argentinische Eisenbahn hat einen großen Teil des einst dichten Streckennetzes aufgegeben.
In Buenos Aires gibt es sechs U-Bahn-Linien, die auf 64 km die Stadt durchkreuzen; auch die Vorstadtzüge haben mehrere Haltestellen innerhalb der City. Die zahlreichen Lokalbusse, colectivos genannt, fahren streckenweise auf eigenen Spuren, die eine rasche Fahrt inmitten des üblichen Verkehrschaos erlauben. Bezahlt wird überall im Land mit einer eigenen Karte, der sube (argentina.gob.ar/sube). In Buenos Aires erhältst du sie an den U-Bahn- Kiosken und kannst sie an verschiedenen Stellen der Stadt aufladen.
Taxifahren ist relativ billig. Am günstigsten ist es in Buenos Aires. Am sichersten sind die schwarz-gelben Funktaxis (radiotaxís), die auch per Telefon oder über die Apps BA Taxi oder Premium Taxi bestellt werden können. Ansonsten gilt: Einfach an den Straßenrand stellen und die Hand raushalten. Uber operiert auch in Argentinien, auch Cabify ist weit verbreitet.
Ohne asado ist das Wochenende kein Wochenende, heißt es in Argentinien. Das Grillen ist mehr als Essen, es ist ein Lebensgefühl und dafür braucht es Zeit: Schon das Feuermachen ist ein Ritual, über das stundenlang gefachsimpelt wird, am besten mit einem guten Glas Wein. In bester Gauchomanier werden dann Fleischberge vom Gewicht einer halben Kuh auf den Rost gehievt.
Verspeist wird alles: das zarte Filetstück bife de lomo, das saftige bife de chorizo aus der Lende, costillas (Rippen), vacío (Flanke), chorizo und morcilla (Brat- und Blutwurst) und auch die Innereien. Trau dich: Besonders die mollejas, das Kalbsbries, sind ein Erlebnis. Dazu gibt es chimichurri – die typische argentinische Kräutersauce – und Salat. Hoffnungsschimmer für Vegetarier: Auch Käse (provoleta) und Gemüse sind längst kein Tabu mehr auf dem Grillrost.
Ganz wichtig in jedem Fall: Der asador, der Grillmeister, wird am Schluss mit Applaus geehrt. Alternativ lädt an fast jeder Straßenecke eine parrilla, ein Grillrestaurant, zum deftigen Schmaus. Während man in Nord- und Zentralargentinien Rind bevorzugt, wird in Patagonien hauptsächlich Lamm gegrillt.
Zum Start erst mal ein reichhaltiges Frühstück? Vergiss es! Im Hotel gibt es meist nur Kaffee mit medialunas (Hörnchen) oder tostadas (getoastetes Weißbrot). Die Argentinier schlürfen morgens ohnehin am liebsten Matetee, heiß aufgegossen und mit Metallröhrchen (bombilla) getrunken. Das Gebräu aus getrockneten Blättern des Matestrauchs geht auf die Guaraníindianer zurück. Der Tee schmeckt eher bitter, dafür nimmt er dir erst mal den Hunger und macht fit für den Tag. Zu Mittag gegessen wird kaum vor 13 oder 14 Uhr. Wer nicht so lang durchhalten mag, steuert eine cafetería oder confitería an. Auch Sandwiches und picadas (Fingerfood) sind eine Alternative. Abends öffnen die Restaurants allgemein erst ab 20 oder 21 Uhr, dafür bekommt man in Buenos Aires auch noch nach 23 Uhr problemlos etwas Warmes. Für beliebte Restaurants empfieht sich – ganz besonders am Wochenende – eine Reservierung.
Die heilige Dreifaltigkeit der Alltagsküche heißt milanesa, pizza, pasta. Und am 29. jedes Monats ist día de ñoquis (Gnocchitag). Hintergrund: Am Monatsende wird das Geld meist knapp, die aus Kartoffelteig gekneteten ñoquis sind günstig und machen satt. Das argentinische Pendant zum panierten Schnitzel heißt milanesa, gern auch a la napolitana mit Tomatensauce, Schinken und Käse überbacken. Auch die argentinischen Pizzas sind eine Ansage: Normalerweise wird mit Mehl und Mozzarella derart reichlich hantiert, dass von einer Pizza drei bis vier hungrige Mägen gefüllt werden.
Doch nicht nur Italien bestimmt die Speisekarten: Aus argentinischen Töpfen dampft dir die ganze Einwanderungsgeschichte des Landes entgegen: Da gibt es Paella und pastrón (Pastrami), Sushi, Kibbeh oder Kimchi. Guisos (Eintöpfe) erinnern an die spanischen Großmütter. Und schließlich lassen die Namen mancher Gerichte, wie etwa ensalada rusa (Kartoffelsalat mit Gemüse und Mayonnaise) oder leberwurst und strudel, die Geschichte der Einwanderer aus Weißrussland und Deutschland anklingen. In Buenos Aires hat jede Community ihre Vereine oder Viertel; dort findest du die besten Restaurants mit authentischer Atmosphäre.
In den letzten Jahren kommen die Migranten vor allem aus Lateinamerika – im Gepäck: ceviche, tacos und arepas. Dazu entdecken junge Latinochefs lang vergessene einheimische Zutaten und Rezepte wieder: Superfood wie Quinoa, olluco-Knollen oder alte Maissorten aus den Anden werden mit modernen Küchentechniken aufgemischt. Dabei wird zunehmend auf consumo justo gesetzt, faire Lieferketten, bei denen indigene Kooperativen, Kleinbauern und Bioproduzenten eingebunden werden.
Facturas heißen süße Teilchen in Argentinien. Klassiker sind die medialunas, süße Hörnchen in Halbmondform; daneben gibt es Torten, in Öl Ausgebackenes oder Gefülltes, gern mit der sündhaften Karamellcreme dulce de leche, die auch den Kern der beliebten alfajores-Kekse bildet. Dulce de leche gehört auch zum flan, der argentinischen Variante der Crème brûlée. Fruchtig-Frisches findest du am besten in gefrorener Form: Argentiniens Eiscreme kann es locker mit den besten gelati Italiens aufnehmen. Beliebteste Sorte natürlich auch hier: dulce de leche, am liebsten granizado (mit Schokostückchen).
Argentinien ist ein Weinland. Das Juwel unter den Roten heißt Malbec, ein kraftvoller, purpurfarbener Wein. Zwar liegt sein Ursprung in Frankreich, die von der Sonne verwöhnten Andentäler bekommen der Rebsorte allerdings besonders gut. Probier auch mal den in Patagonien angebauten Pinot Noir oder die frischen Torrontés-Weißweine aus den Hochtälern Saltas.
Auch Biertrinker bleiben nicht durstig: In den letzten Jahren hat ein regelrechter Craftbier-Boom eingesetzt. Als Aperitif bestellt man gern einen vermú, einen Wermut, am besten mit Soda frisch aufgespritzt aus dem sifón (Sprudelflasche). Champán oder espumante (Sekt) wird dagegen meist erst zum Nachtisch getrunken. Die besten Durstlöscher sind hausgemachte Limonaden oder frisch gepresster Orangensaft.
Propina – Richtwert: fünf bis zehn Prozent – gehört in Restaurants und Hotels dazu, für Kellner oder den Zimmerservice ist es ein wichtiges Plus zum oft mickrigen Lohn. Im Taxi ist es eher unüblich, man rundet allenfalls auf.
Schuhe, Gürtel, Taschen oder Jacken sind in Argentinien günstig zu haben. Besonders schön: das weiche carpincho- Leder aus der Haut der Wasserschweine. Ansonsten bist du auch mit dem klassischen Poncho gut gegen kalte Wintertage gewappnet. Und ein echtes Gaucho-Messer mit kunstvoll verziertem Horngriff schindet auf jeder Grillparty Eindruck. Nicht vergessen: in den Koffer packen, sonst bist du es am Flughafen wieder los!
Auf den Geschmack von Mate gekommen? Dann brauchst du Trinkgefäß (mate), Trinkröhrchen aus Metall (bombilla) und das Teekraut (yerba). Schöne, handverzierte Gefäße bekommst du auf Märkten oder in Souvenirshops: klassisch aus der Kürbisschale, edel aus Leder oder poppig aus bunt bemaltem Ton. Den Tee selbst gibts in jedem Supermarkt. Wichtig: Trinkbehälter vor dem ersten Gebrauch 24 Stunden mit feuchter yerba stehen lassen! Curar el mate heißt das.
Argentinien ist ein Paradies für Stöberer: Auf den bunten Märkten in Salta oder Jujuy findest du kunstvoll gewebte Teppiche, handverzierte Keramiken, geheimnisvolle Tiermasken oder Schnitzereien aus dem Holz der cardones, der riesigen Kandelaberkakteen. Retrofreaks bekommen Herzrasen in den (Floh-)Markthallen von Buenos Aires mit antiken Schätzchen, altem Landhauskrimskrams und Emailschildern. Vintageklamotten von schick bis trashig findest du in Secondhandshops, feria americana genannt. Und junge Handwerker hauchen Design der Belle Époque neues Leben ein wie die hippe Schusterwerkstatt 28Sport (28sport.com) in Buenos Aires. Sie legt Sportschuhe aus den 1930ern und 1940ern neu auf, in bester Qualität und, wie es heißt, für die Ewigkeit. Wer mehr auf Zeitgenössisches steht, ist im Stadtteil Villa Crespo richtig: Hier hat sich die pulsierende junge Kunstszene angesiedelt. In den kleinen Galerien lassen sich noch echte Schnäppchen finden.
Ein Trikot im Himmelblau-Weiß der Nationalmannschaft gehört zur argentinischen Standardgarderobe, am besten mit der legendären Rückennummer 10. Die wahre Leidenschaft hängt allerdings am lokalen Verein – ob Boca Juniors, River Plate oder San Lorenzo: In den Sportläden der Straßen Florida und Lavalle hast du die Qual der Wahl. Dabei gilt: Die Farben sind heilig. Im Independiente-Fanblock mit Racing-Shirt aufzukreuzen ist absolut tabu und kann dich ernsthaft in Gefahr bringen.
Schnörkel, Blumen, Ranken zieren in Buenos Aires Werbeschilder, Hauswände und Busse. Filete porteño (auch: fileteado) heißt diese typische Art der Werbemalerei, die sogar zum Unesco-Weltkulturerbe gehört. In den alten Werkstätten in San Telmo kannst du dir dein eigenes, stilechtes Namensschild malen lassen.
Pferdeliebhabern werden die leichten Sättel und weichen Satteldecken aus Schaffell gefallen. Dazu gehören Steigbügel aus Holz und Reitgerten aus geflochtenen Lederstreifen. Die argentinischen Reithosen, die bombachas, und andere Reitsportartikel bekommst du in talabarterías überall im Land.
In Buenos Aires kannst du von 10 Uhr morgens bis 19 oder 20 Uhr abends shoppen. Supermärkte schließen erst um 21 oder 22 Uhr und sind auch sonntags geöffnet. In der Pampa wird dagegen nachmittags noch Siesta gehalten. Restaurants öffnen mittags meistens von 12.30 bis 16 Uhr und abends ungefähr von 20 bis 1 Uhr. Allerdings ist das alles von Provinz zu Provinz unterschiedlich. Eine generelle gesetzliche Regelung gibt es nicht.
| Berenjenas en escabeche | Eingelegte Auberginen |
| Empanadas | Mit Fleisch gefüllte Teigtaschen |
| Humita | In Maisblättern gedünsteter Maisbrei |
| Mollejas al verdeo | Kalbsbries mit Frühlingszwiebeln |
| Lengua en escabeche | Eingelegte Rinderzunge |
| Choripán | Eine chorizo (eine kurze Schweinefleischwurst) im Brot (pan) |
| Bife de chorizo | Rumpsteak |
| Carbonada | Eintopf aus Kürbis, jungen Maiskolben, Pfirsichen und Fleisch |
| Sorrentinos | Große, mit Schinken und Käse gefüllte Nudeltaschen |
| Locro | Eintopf mit Mais, Kürbis und Fleisch |
| Ñoquis con estofado | Gnocchi mit Rindergulasch |
| Pastel de carne | Hackbraten im Kartoffelmantel |
| Matambre arrollado | Rollbraten aus Rinderzwerchfell mit Gemüse und Ei |
| Puchero | Eintopf in klarer Brühe mit Gemüse und Rindfleisch |
| Flan con dulce y crema | Eierpudding mit Karamellcreme und Sahne |
| Arroz con leche | Milchreis |
| Budín de pan | Brotpudding mit Milch, Eiern und Rosinen |
| Queso y dulce | Weichkäse mit festem Quittengelee |
Hättest du erwartet, ausgerechnet in Argentiniens tiefster Pampa moderne Geschlechterverhältnisse anzutreffen? Beim Nandu, dem anderthalb Meter großen, bis zu 25 kg schweren Laufvogel, ist es der Hahn, der das Nest baut und die Eier ausbrütet. Auch sonst ist Argentiniens Tierwelt bunt wie ein Regenbogen. Im tropischen Norden streifen Jaguare und Tapire durch immergrüne Urwälder, in der Puna grasen Lamas zwischen riesigen Kandelaberkakteen und der Kondor, der König der Lüfte, zieht seine Runden in der patagonischen Einöde. Rund um die karge Halbinsel Valdés treffen sich die Glattwale zu Paarung und Geburt. Auch die subtropischen Sümpfe um Corrientes sind ein Paradies für Tierbeobachter. Man gleitet übers Wasser, vorbei an Wasserschweinen, Kaimanen und den gefürchteten jarará-Schlangen.
Sie gehören mittlerweile zum Standardsortiment eines jeden Straßenkiosks: Kopftücher in allen Farben. Dahinter steckt kein Modetrend, sondern je nach Farbe ein politisches Bekenntnis: Grün steht für den Kampf um die Legalisierung von Abtreibungen, Hellblau ist die Farbe ihrer Gegner. Rosa steht für Ni Una Menos, etwa „Keine (Frau) weniger“. Mit diesen Worten forderten 2015 Hunderttausende Argentinierinnen ein Ende der Gewalt gegen Frauen; daraus ist ein lateinamerikaweites Netzwerk entstanden. Doch warum das Kopftuch? Auch das hat mit einer Gruppe mutiger Frauen zu tun: Ab 1977, während der Militärdiktatur, trafen sich jeden Donnerstag Mütter auf der Plaza de Mayo und forderten Aufklärung über das Schicksal ihrer verschwundenen Kinder. Das Erkennungszeichen der Madres de Plaza de Mayo: eine um den Kopf gebundene, weiße Stoffwindel. Seither stehen ihre weißen Kopftücher weltweit für den Kampf um Menschenrechte.
Die Mexikaner stammen von den Azteken ab, die Peruaner von den Inkas, die Argentinier von den Schiffen, heißt es. Gemeint ist: von den Europäern, die am Río de la Plata ihr Glück suchten. Man definiert sich selbst gern als „weißes“ Land Lateinamerikas. Die Schiffe, die im 16. Jh. Zehntausende versklavte Afrikaner nach Buenos Aires transportierten, werden dabei genauso ignoriert wie die Tatsache, dass Argentinien vor dem Eintreffen der spanischen Eroberer keineswegs unbesiedelt war. Zwischen Patagonien und der Puna lebte eine Vielzahl indigener Völker. Im 19. Jh. führte General Julio Argentino Roca einen brutalen Ausrottungsfeldzug gegen sie. Der sogenannte Wüstenkrieg sicherte der europäisch-argentinischen Elite gigantischen Grundbesitz. Die meisten Nachfahren der Indigenen leben bis heute verarmt an den Rändern der Städte oder bedrängt von großen Rinderweiden und Sojafarmen.
Wenn es eine Konstante gibt in Argentiniens dauerkriselnder Wirtschaft, dann ist es die Inflation. Ende der 1980er-Jahre kam es gar zur Hyperinflation und der Versuch, die Währung zu stabilisieren, indem man sie an den US-Dollar koppelte, endete 2001 mit dem Staatsbankrott. Nach einer kurzen Verschnaufpause liegt die Teuerungsrate heute wieder bei fast 100 Prozent. Kein Wunder also, dass die Argentinier wenig Vertrauen in ihr Bargeld haben. Wer etwas zum Sparen übrig hat, spart in US-Dollar, steckt diese unter die Matratze oder schafft sie ins Ausland. Das wiederum bricht dem argentinischen Finanzsystem regelmäßig das Genick. Und so ziehen die Regierungen, egal ob Liberale oder Linke, immer mal wieder die Reißleine und beschränken den Devisenwechsel. Dabei gilt: Je knapper die Dollar, desto begehrter sind sie, desto höher ihr Kurs, desto blühender der Schwarzmarkt – ein Teufelskreis. Was das alles für Touristen bedeutet? Nicht auf Kreditkarten vertrauen, sondern immer auch mit Bargeld reisen! Fast überall werden Dollar und Euro gern akzeptiert. Der Umtausch lohnt sich: Durch den schwachen Peso ist Argentinien wieder sehr viel billiger geworden.
Mit ihren meterhoch beladenen Handkarren ziehen sie durch Buenos Aires und durchwühlen die Mülltonnen nach Verwertbarem wie Papier, Pappe und Karton: Die cartoneros, die Altpapiersammler, sind zum Symbol für die Verarmung Argentiniens geworden. Im Zuge des Staatsbankrotts 2001 rutschten ganze Familien ab. Mit dem Verkauf von Wertstoffen hielten sie sich über Wasser; daraus entstand das erste System für Recycling, das heute sogar von der Stadtverwaltung gefördert wird. Gleichzeitig ist daraus ein soziales Netzwerk gewachsen, das für die Rechte all jener Arbeiter kämpft, die aus dem offiziellen System ausgeschlossen sind. Diese Basisbewegungen mischen heute entscheidend mit in Argentiniens Politik.
Gott ist Argentinier – davon sind sie am Río de la Plata schon seit dem Sololauf Maradonas bei der WM 1986 gegen die Engländer überzeugt. Seit der Wahl von Jorge Mario Bergoglio zum Papst besteht auch für die wenigen Nicht-Fußballfans kein Zweifel mehr daran. Argentinien, obwohl von der Verfassung her säkular, ist ein religiöses Land. Zwar praktiziert man den Katholizismus weniger im Alltag, aber die Institution Kirche hat großen Einfluss auf Politik und Gesellschaft. Das sorgt für Konflikte, etwa bei der Debatte um die Legalisierung von Abtreibungen.
Sie gelten als die wahren Herren der Pampa: die Gauchos, die hoch zu Ross, gigantische Viehherden dem Horizont entgegentreiben. Ihr Leben wurde besungen und oft auch verklärt – das argentinische Nationalepos „Martín Fierro“ von José Hernández aus dem 19. Jh. ist ein Hohelied auf diese unabhängigen, rauen Gesellen, die als Outlaws durch die Pampa zogen und sich auf die Seite der Armen schlugen. Die Realität ist: Die exportorientierte Viehwirtschaft ab dem frühen 20. Jh. machte die Gauchos zu peones, zu prekär Angestellten auf den estancias. Die Gauchokultur wird dennoch hochgehalten, in Liedern, auf Folklorefesten, in der Mode und im Volksglauben: So pilgern jedes Jahr Hunderttausende zur Wallfahrtsstätte des Gauchito Gil, einer Art argentinischer Robin Hood, der Wunder vollbringen soll. Ihm zu Ehren wirst du überall im Land rot geschmückte Altäre entdecken.
Nächster Halt: Regenbogen. Die neue U-Bahn-Linie H von Buenos Aires hat ihre Station an der Avenida Santa Fé dem LGBT-Aktivisten Carlos Jáuregui gewidmet. Das passt zu dieser Stadt, die stolz auf ihr weltoffenes und tolerantes Klima ist: Männer, die eng umschlungen Tango tanzen, Frauen, die sich auf der Straße küssen, eine Transgender- Abgeordnete – in Buenos Aires ist das normal. Auch das Gesetz ist fortschrittlich: 2010 legalisierte Argentinien als erstes Land in Lateinamerika die Homo-Ehe. Außerhalb der Städte, vor allem im konservativen Norden des Landes, wiegen Machokultur und Kirche jedoch nach wie vor schwer.
Es gehört zu den beeindruckendsten und bewegendsten Erlebnissen in Argentinien, einen 24. März in Buenos Aires zu erleben. Hunderttausende kommen im Zentrum rund um die Plaza de Mayo zusammen. Gemeinsam protestieren sie gegen das Vergessen der Verbrechen der grausamen Militärdiktatur. Die Generäle putschten sich am 24. März 1976 an die Macht. In Kooperation mit Militärregimes in ganz Lateinamerika verfolgten sie alle, die in ihren Augen „linkssubversiv“ waren. Zehntausende Menschen wurden gefoltert, ermordet oder verschwanden in Nacht-und-Nebel-Aktionen spurlos. Gefangenen Müttern wurden ihre Babys geraubt. Schon bald nach der Rückkehr zur Demokratie wurden Prozesse gegen die Militärs durch Amnestiegesetze ausgehebelt. Es waren die Angehörigen, allen voran die madres und abuelas, die Mütter und Großmütter der Verschwundenen, die weiter auf Aufklärung drängten.
Las Malvinas son nuestras („Die Malwinen gehören uns“): Der Slogan prangt auf Plakaten, Geldscheinen, Aufklebern, Argentinische Kinder lernen ihn in der Schule. Kurz zusammengefasst, geht es um zwei karge Felsen im Südatlantik, bei uns bekannt als Falklands, auf die Argentinien seit mehr als einem Jahrhundert Anspruch erhebt. 1833 hatte sie Großbritannien besetzt und die wenigen argentinischen Siedler vertrieben. Der Konflikt gipfelte 1982 in einem bizarren Krieg mit mehr als 1000 Toten, angezettelt von Argentiniens Putschgenerälen. Die knapp 3000 Inselbewohner, Kelper genannt, stimmten 2003 klar für einen Verbleib bei Großbritannien, während die Uno die argentinischen Bemühungen unterstützt, die Inseln zu dekolonisieren.
Blonder Dutt, gereckte Faust, wortgewaltige Kapitalismuskritik: An Evita Perón (1919–1952) kommt in Argentinien keiner vorbei. Ihr früher Tod machte sie zum Mythos. Den einen gilt sie als „Engel der Armen“ und Vorkämpferin des Feminismus, andere sehen sie als machtgierige Populistin, die Wohltätigkeit als bloße Show inszenierte. Fakt ist: Ohne Eva Perón lässt sich die Geschichte Argentiniens nicht verstehen. Gemeinsam mit ihrem Ehemann, dem 1946 zum Präsidenten gewählten General Juan Domingo Perón, begründete sie den Peronismus. Sie hatten die Zeichen der Zeit erkannt: Ein reiches, aber zutiefst ungleiches Argentinien schrie nach sozialen Reformen. Perón schuf den ersten Wohlfahrtsstaat Lateinamerikas, Evita gab den Besitzlosen eine Stimme. Die traditionellen Eliten und das kritische Bürgertum wurden zum Feindbild. Viva el Cáncer („Es lebe der Krebs“) pinselten die auf die Wände, als Evita starb. Der Peronismus kommt seither mal links daher, mal rechts, mal pragmatisch, mal ideologisch, mal huldigt er dem Markt, dann setzt er wieder auf Vater Staat. Bis heute ist der Peronismus die wichtigste politische Strömung Argentiniens, der genauso diffuse Antiperonismus der wichtigste Wahlhelfer der Opposition.
Rinderherden unter weitem Pampahimmel? Gibt es zwar noch, auf den meisten Flächen aber wächst Soja. Seit Argentinien 1996 genveränderte Saaten zuließ, hat sich das fruchtbare Weideland zunehmend in eine grüne Wüste verwandelt. Die Sojaplantagen sorgten für Aufschwung, getrieben von Rekordpreisen, Chinas Rohstoffhunger und Europas Nachfrage nach BSE-freiem Futter. Für die einen regnete es Dollar, für andere Chemie. Hunderte Millionen Liter an Pestiziden wie Glyphosat gehen jährlich auf Argentiniens Felder nieder – und mit ihnen auf die Landbevölkerung. Krebs und andere Erkrankungen nehmen zu.
Entstanden an den Ufern des Río de la Plata, spiegelt sich im Tango die Sehnsucht der Millionen Einwanderer wider, die in Argentinien eine neue Zukunft suchten. Weniger bekannt ist, dass die Seele des Tango einen deutschen Ursprung hat: das Bandoneon. Die Knopfharmonika wurde 1840 vom Krefelder Musiklehrer Heinrich Band entwickelt, ihren Durchbruch allerdings erlebte sie erst in den Hafenkaschemmen von Buenos Aires. Gemeinsam mit spanischen Gitarren und afrikanischen Rhythmen entstand der unverwechselbare Sound der Einwanderermetropole. Die Schritte waren anrüchig, die Texte rau. Gesellschaftliche Anerkennung fand der Tango erst, als 1907 in Paris die ersten Schallplattenaufnahmen gemacht wurden. Mitte des 20. Jhs. eroberte die ehemalige Spelunkenmusik die Pariser Salons, der Tango Nuevo später die Konzerthäuser. Heute ist eine junge Generation dabei, den Staub des letzten Jahrhunderts abzuschütteln.
Du wolltest nur auf Sightseeingtour gehen und stehst plötzlich mitten in einer Masse Menschen, die trommeln, Fahnen schwingen und lautstark Parolen rufen? Alltag in Buenos Aires. In kaum einer anderen Stadt wird so viel demonstriert. Dabei wird die Straße zur Bühne, wird kollektiv auf Töpfe geschlagen oder tagelang Mahnwache vor dem Kongress gehalten. Weniger kreativ, dafür gefürchtet sind die großen paros (Streiks), bei denen die Gewerkschaften oder Bauernverbände ihre Macht ausspielen, oder die piquetes, wenn die Arbeitslosenbewegung Straßen und Brücken blockiert.
Mit Bündeln voller Bargeld zu reisen ist nicht angenehm, aber Kreditkarten werden außerhalb der Städte oft nicht akzeptiert. Am besten nimmst du Pesos, Dollar oder Euro in kleinen Scheinen mit (den Rest im Safe im Hotel lassen). Sonst kann es passieren, dass du warten musst, bis die Bank öffnet, und so unter Umständen ein ganzes Wochenende verlierst.
Matetrinken ist ein Ritual – und es hat Regeln: 1) Eine Füllung, eine Person. Bitte austrinken! 2) Ein Matebecher ist kein Mikrofon – gib den ausgetrunkenen Becher schnell weiter! 3) Niemals mit dem Trinkrohr im yerba-Kraut herumrühren!
Fahrkarten kaufen, Geld abheben, Supermarktkassen – alles dauert. Schlangestehen ist Volkssport in Argentinien. Reih dich ein. Reg dich nicht auf. Und drängle auf gar keinen Fall vor. Nimm einfach immer etwas zu lesen mit.
„Gleich dort drüben“ kann 20 Straßenblocks bedeuten. „Ein Moment“ kann Stunden dauern. „Lass uns nächste Woche ein asado machen“ bedeutet ohne Bestätigung gar nichts. Sag trotzdem immer ja. Wenn dir später „was dazwischenkommt“, hat jeder Verständnis.
Bis etwa 19 Uhr redet man in Buenos Aires noch von tarde, nachmittags. Wer vor 20 Uhr ins Restaurant will, trifft auf verschlossene Türen. Die meisten porteños sind da noch auf dem Heimweg, einkaufen oder beim Sport. Wirst du privat eingeladen, komm niemals vor 21 Uhr und erwarte kein Essen vor 22 Uhr.
Siehe
Es gibt ein Inlandsflugnetz und gute (klimatisierte) Überlandbusverbindungen. Vereinzelte veraltete Eisenbahnverbindungen im Inland sind nur für Reisende mit viel Zeit geeignet.
Flugverspätungen und Streiks sind an der Tagesordnung, was in Bezug auf (transkontinentale) Anschlussflüge bei der Reiseplanung berücksichtigt werden muss.
Der Grenzübergang am Pass "Cristo Redentor" (Direktverbindung Mendoza-Santiago) sowie weitere Pässe nach Chile sind während der Wintermonate von Mai bis September wegen starker Schneefälle häufig gesperrt.
In Buenos Aires gibt es ein U-Bahnnetz sowie Schnellbahnen und Busse rund um die Uhr. Für die Benutzung ist eine SUBE-Guthabenkarte erforderlich, erhältlich am U-Bahnschalter und an zahlreichen Kiosken.
Schlechte Straßenverhältnisse, Schlaglöcher, streunende Tiere und innerorts schlecht gekennzeichnete Geschwindigkeitsbarrieren (lomadas) stellen eine erhöhte Unfallgefahr dar. Hinzu kommt eine geringe Disziplin von Autofahrern, was insgesamt zu einer sehr hohen Unfallrate führt. Aktuelle Informationen zum Straßenzustand bietet Vialidad Nacional.
Warndreieck, Feuerlöscher, Warnweste und Verbandskasten müssen mitgeführt werden.
Insbesondere in ländlichen und dünn besiedelten Gebieten können zeitweise Lieferengpässe in der Treibstoffversorgung an den Tankstellen vorkommen.
Polizeikontrollen sind häufig. Die Möglichkeit eines Grenzübertritts nach Chile oder Uruguay mit einem Mietwagen ist vorab mit der jeweiligen Autovermietung zu klären.
Der internationale Führerschein wird empfohlen und ist nur in Verbindung mit dem nationalen deutschen Führerschein gültig.
Bergbesteigungen und Trekking müssen in gewissen Gebieten durch das Ministerium für Tourismus genehmigt werden. In den Bergen können sich die Witterungsverhältnisse sehr rasch ändern. Veranstalter führen nicht immer reguläre Sicherheitsüberprüfungen durch.
Gleichgeschlechtliche Ehen und Partnerschaften sowie die gleichgeschlechtliche Elternschaft sind rechtlich möglich. Die Toleranz gegenüber -Personen ist hoch.
Drogenhandel und Drogenkonsum sind in Argentinien strafbar und werden verfolgt. Auch der Besitz von Kleinstmengen ist nicht straffrei und kann zu hohen Gefängnisstrafen führen. Die Haftbedingungen in Argentinien sind erheblich schlechter als jene in deutschen Gefängnissen.
Es ist verboten, ohne Genehmigung bestimmte freilebende Tiere einzufangen, zu halten, zu kaufen oder zu transportieren. Die Verbote richten sich auch gegen die Veräußerung von Produkten oder Souvenirs, zu deren Herstellung freilebende Tiere verwendet wurden. Die Listen der betroffenen Arten sind von Provinz zu Provinz unterschiedlich. Informationen erhalten Sie beim argentinischen Staatssekretariat für Umwelt und nachhaltige Entwicklung.
Unabhängig von den argentinischen Regelungen bestehen auch in Deutschland Einfuhrverbote oder Genehmigungsvorbehalte für Tiere, die unter das Washingtoner Artenschutzabkommen fallen. Nähere Informationen zur Einfuhr finden sich auf der Webseite des Bundesamtes für Naturschutz.
Landeswährung ist der argentinische Peso (ARS). Mit Debit- (Girocard) und Kreditkarten kann an Geldautomaten gegen hohe Gebühren Bargeld abgehoben werden. Bedingt durch die hohe Inflation im Land, kann sich der mögliche Höchstbetrag relativ schnell ändern. Eine günstige Alternative sind Online-Transferdienste.
USD lassen sich in der Regel im ganzen Land tauschen, EUR außerhalb von Buenos Aires dagegen seltener.
Die Akzeptanz von Debit-/Kreditkarten ist insbesondere in Buenos Aires weit verbreitet. Für Reisen außerhalb empfiehlt sich, ausreichend Bargeld mitzuführen.
In Argentinien ist eine größere Menge gefälschter Banknoten im Umlauf. Sie sind zwar zu erkennen, wenn die üblichen Sicherheitsmerkmale geprüft werden, besonderes Risiko besteht aber durch Trickbetrug ("Umtausch" gegen Falschgeld unter dem Vorwand, nicht wechseln zu können).
In Einzelfällen kann es auch an Geldautomaten zur Ausgabe von Falschgeld kommen. In diesem Fall sollte umgehend bei der entsprechenden Bank vorgesprochen werden.
Pflichtimpfungen:
Für die direkte Einreise aus Deutschland sind keine Pflichtimpfungen vorgeschrieben. Weder bei Einreise aus einem Gelbfiebergebiet (häufig die Nachbarstaaten) noch bei Einreise aus Deutschland wird der Nachweis einer gültigen Gelbfieberimpfung verlangt. Aus Argentinien kommend kann die Impfung bei Weiterreise in ein Drittland verlangt werden.
Reiseimpfungen:
Bei Reisen in die Gelbfiebergebiete Argentiniens (Provinzen Corrientes und Misiones - auch Iguaçu-Wasserfälle - sowie unter bestimmten Bedingungen die Provinzen Formosa und Teilgebiete der Provinzen Chaco, Jujuy und Salta) ist für alle Reisenden ab einem Alter von neun Monaten eine Gelbfieberimpfung empfohlen. Auch eine Impfung gegen Hepatitis A ist medizinisch sinnvoll. Nach individueller Indikation sind zusätzlich Impfungen gegen Chikungunya- und Denguefieber, Hepatitis B und Tollwut angeraten.
Standardimpfungen:
Achten Sie darauf, dass sich bei Ihnen und Ihren Kindern die Standardimpfungen gemäß Impfkalender der auf dem aktuellen Stand befinden. Insbesondere sollte ein adäquater Impfschutz gegen Masern sichergestellt sein.
Die medizinische Versorgung in Argentinien ist in großen Städten und insbesondere Buenos Aires mit der Versorgung in Deutschland vergleichbar. Auf dem Lande ist es jedoch vielfach technisch, apparativ und hygienisch problematisch. Planbare Operationen, Eingriffe und Diagnostik sollten in Europa durchgeführt werden.
Gelbfieber ist eine schwerwiegende Erkrankung, die durch Mücken übertragen wird. Die Provinzen Corrientes und Misiones (inklusive Iguaçu-Wasserfälle) gelten als Gelbfiebergebiete. Unter bestimmten Umständen ist auch für die Provinzen Formosa und Teilgebiete der Provinzen Chaco, Jujuy und Salta eine Gelbfieberimpfung sinnvoll.
Darüber hinaus gibt es folgende mückenübertragene Erkrankungen, die ganzjährig landesweit auftreten können: Chikungunya-Fieber, Denguefieber, Leishmaniasis und Zikavirus-Infektionen.
Die Chagas-Krankheit wird über Raubwanzen und verunreinigte Frucht- oder Zuckerrohrsäfte ("garapa") übertragen. Fleckfieber wird durch Läuse, Milben, Zecken und Flöhe übertragen.
Insbesondere durch mangelnde Trinkwasser-, Lebensmittel und Handhygiene können Erkrankungen auftreten, die oft mit Durchfällen einhergehen. Häufig treten unbestimmte Reisedurchfälle auf. Bestimmte Viruserkrankungen der Leber (Virushepatitis A und E) treten auch bei Reisenden auf.
HIV-Infektionen und bestimmte Lebererkrankungen (Virushepatitis B, C und D) können auch durch sexuelle Kontakte übertragen werden. Die Übertragung ist prinzipiell auch durch Drogenkonsum mit unsauberen Spritzen oder Kanülen, Tätowierungen und Bluttransfusionen möglich.
Hantavirus-Infektionen und Leptospirose werden durch Kontakt mit infektiösen Ausscheidungen von Nagetieren übertragen. Eine Ansteckung mit Tollwut erfolgt vorrangig über Hunde und spielt aufgrund der Nähe dieser Tiere zu Menschen eine besondere Rolle.
Insbesondere in großen Städten kann es durch Luftverschmutzung zu gesundheitlichen Beschwerden kommen.
Intensive Sonneneinstrahlung kann zu kurz- und langfristigen Haut- und Augenschäden führen.
Bitte beachten Sie neben dem generellen auch den medizinischen Haftungsausschluss
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Aktuelles
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- Achten Sie auf einen ausreichenden Reisekrankenversicherungsschutz.
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Die argentinische Regierung hat am 28. Februar 2026 das landesweite Sicherheitsniveau auf hoch („alto") angehoben. Nach Angaben der Behörden steht diese Maßnahme im Zusammenhang mit der aktuellen Lage im Nahen Osten. Sie gilt für das gesamte Staatsgebiet. Ziel ist der verstärkte Schutz der Bevölkerung sowie sensibler Einrichtungen und kritischer Infrastruktur. Landesweit ist mit einer erhöhten Polizeipräsenz und verstärkten Schutzmaßnahmen zu rechnen. Insbesondere an Regierungsgebäuden, diplomatischen und konsularischen Vertretungen, religiösen Einrichtungen sowie kritischer Infrastruktur wurden die Sicherheitsvorkehrungen ausgeweitet. An Flughäfen, Grenzübergängen und weiteren Verkehrsknotenpunkten kann es zu intensivierten Kontrollen und Verzögerungen kommen.
Am 30. Januar 2026 wurde wegen großflächiger Waldbrände in Patagonien der Notstand ausgerufen. Betroffen sind insbesondere die Provinzen Chubut, Río Negro, Neuquén und La Pampa. Vielerorts kommt es zu Evakuierungen und Zutrittsverboten in Nationalparks und kleineren Ortschaften. Weitere Einschränkungen können nicht ausgeschlossen werden, siehe Natur und Klima.
Siehe Aktuelles
In Argentinien gibt es immer wieder Streiks und Demonstrationen, sogenannte „Piquetes". Veranstaltungen führen häufig zu spontanen Straßensperrungen und erheblichen Einschränkungen im öffentlichen Nahverkehr. Auch der Flugverkehr kann davon betroffen sein. Vereinzelt kommt es zu gewalttätigen Ausschreitungen.
In und um Fußballstadien kann es zu schweren Ausschreitungen rivalisierender Fangruppen kommen, die auch vor Waffeneinsatz nicht zurückschrecken.
Die Kriminalitätsrate ist in Argentinien recht hoch. Landesweit ist Vorsicht und Wachsamkeit angebracht. Selbst tagsüber und auch in besseren Wohngegenden kommt es zu Überfällen. Die Täter können bewaffnet sein und schrecken vor Gewaltanwendung nicht zurück.
An belebten Orten und in öffentlichen Verkehrsmitteln sind Trickdiebstähle (Beschmutzertrick) gängig. In den öffentlich zugänglichen Räumen (Lobby etc.) von Hotels aller Kategorien kommen häufig Diebstähle vor. Besondere Aufmerksamkeit ist bei Bargeldabhebungen oder –tausch sowie an den touristischen Anziehungspunkten von Buenos Aires wie La Boca (insbesondere an Werktagen und in wenig bevölkerten Nebenstraßen abseits der Calle Caminito), San Telmo, der Bahnstation Retiro und im Stadtzentrum angebracht. Nach Einbruch der Dunkelheit ist überall besondere Vorsicht geboten.
Besondere Vorsicht ist bei Zufallsbekanntschaften (über Onlinedating bzw. in Bars, Restaurants etc.) geboten. Nachdem Reisende ihre Bekanntschaften in ihre Ferienunterkunft eingeladen hatten, sind Fälle bekannt, in denen es zu Raubdelikten kam, teilweise unter Verabreichung von Betäubungsmitteln in Getränken etc.
Buenos Aires hat ein Kommissariat für Touristen eingerichtet, in dem auch in Fremdsprachen Hilfestellung geleistet werden kann: Avenida Corrientes Nr. 436 (Plaza San Nicolás), Tel. 0054 115050-3293/-9260 oder über den allgemeinen Notruf 911, E-Mail: divsegcorredoresturisticos@gmail.com bzw. serv.turista@gmail.com bzw. policiaturistica@buenosaires.gob.ar
Siehe Aktuelles
Besonders während der Sommermonate (Dezember bis März) kann es in Argentinien zu Waldbränden kommen. Aktuell besteht ein besonders hohes Waldbrandrisiko in Patagonien.
Die Andenkette liegt in einer seismisch aktiven Zone, weshalb es insbesondere in den Provinzen von San Juan und Mendoza zu Erdbeben und vulkanischen Aktivitäten kommen kann. Mehrere Vulkane in der Grenzregion zu Chile sind aktiv, dies kann zu Evakuierungsmaßnahmen und Beeinträchtigungen im Reiseverkehr führen. Der Vulkan Copahue zeigt des Öfteren verstärkte Aktivität.
Das Klima reicht von subtropisch im Norden mit extrem heißen und feuchten Sommern über gemäßigt im Zentrum bis subarktisch im Süden. Im ganzen Land kann es zu abrupten und großen Temperaturschwankungen kommen.
In den nördlichen Landesteilen einschließlich Buenos Aires kann Starkregen Überflutungen und Erdrutsche verursachen.
Siehe Aktuelles
Es gibt ein Inlandsflugnetz und gute (klimatisierte) Überlandbusverbindungen. Vereinzelte veraltete Eisenbahnverbindungen im Inland sind nur für Reisende mit viel Zeit geeignet.
Flugverspätungen und Streiks sind an der Tagesordnung, was in Bezug auf (transkontinentale) Anschlussflüge bei der Reiseplanung berücksichtigt werden muss.
Der Grenzübergang am Pass "Cristo Redentor" (Direktverbindung Mendoza-Santiago) sowie weitere Pässe nach Chile sind während der Wintermonate von Mai bis September wegen starker Schneefälle häufig gesperrt.
In Buenos Aires gibt es ein U-Bahnnetz sowie Schnellbahnen und Busse rund um die Uhr. Für die Benutzung ist eine SUBE-Guthabenkarte erforderlich, erhältlich z.B. am U-Bahnschalter und an zahlreichen Kiosken.
Schlechte Straßenverhältnisse, Schlaglöcher, streunende Tiere und innerorts schlecht gekennzeichnete Geschwindigkeitsbarrieren (lomadas) stellen eine erhöhte Unfallgefahr dar. Hinzu kommt eine geringe Disziplin von Autofahrern, was insgesamt zu einer sehr hohen Unfallrate führt. Aktuelle Informationen zum Straßenzustand bietet Vialidad Nacional.
Warndreieck, Feuerlöscher, Warnweste und Verbandskasten müssen mitgeführt werden.
Insbesondere in ländlichen und dünn besiedelten Gebieten können zeitweise Lieferengpässe in der Treibstoffversorgung an den Tankstellen vorkommen.
Polizeikontrollen sind häufig. Die Möglichkeit eines Grenzübertritts z.B. nach Chile oder Uruguay mit einem Mietwagen ist vorab mit der jeweiligen Autovermietung zu klären.
Der internationale Führerschein wird empfohlen und ist nur in Verbindung mit dem nationalen deutschen Führerschein gültig.
Bergbesteigungen und Trekking müssen in gewissen Gebieten durch das Ministerium für Tourismus genehmigt werden. In den Bergen können sich die Witterungsverhältnisse sehr rasch ändern. Veranstalter führen nicht immer reguläre Sicherheitsüberprüfungen durch.
Gleichgeschlechtliche Ehen und Partnerschaften sowie die gleichgeschlechtliche Elternschaft sind rechtlich möglich. Die Toleranz gegenüber LGBTIQ-Personen ist hoch.
Drogenhandel und Drogenkonsum sind in Argentinien strafbar und werden verfolgt. Auch der Besitz von Kleinstmengen ist nicht straffrei und kann zu hohen Gefängnisstrafen führen. Die Haftbedingungen in Argentinien sind erheblich schlechter als jene in deutschen Gefängnissen.
Es ist verboten, ohne Genehmigung bestimmte freilebende Tiere einzufangen, zu halten, zu kaufen oder zu transportieren. Die Verbote richten sich auch gegen die Veräußerung von Produkten oder Souvenirs, zu deren Herstellung freilebende Tiere verwendet wurden. Die Listen der betroffenen Arten sind von Provinz zu Provinz unterschiedlich. Informationen erhalten Sie beim argentinischen Staatssekretariat für Umwelt und nachhaltige Entwicklung.
Unabhängig von den argentinischen Regelungen bestehen auch in Deutschland Einfuhrverbote oder Genehmigungsvorbehalte für Tiere, die unter das Washingtoner Artenschutzabkommen fallen. Nähere Informationen zur Einfuhr finden sich auf der Webseite des Bundesamtes für Naturschutz.
Landeswährung ist der argentinische Peso (ARS). Mit Debit- (Girocard) und Kreditkarten kann an Geldautomaten gegen hohe Gebühren Bargeld abgehoben werden. Bedingt durch die hohe Inflation im Land, kann sich der mögliche Höchstbetrag relativ schnell ändern. Eine günstige Alternative sind Online-Transferdienste.
USD lassen sich in der Regel im ganzen Land tauschen, EUR außerhalb von Buenos Aires dagegen seltener.
Die Akzeptanz von Debit-/Kreditkarten ist insbesondere in Buenos Aires weit verbreitet. Für Reisen außerhalb empfiehlt sich, ausreichend Bargeld mitzuführen.
In Argentinien ist eine größere Menge gefälschter Banknoten im Umlauf. Sie sind zwar zu erkennen, wenn die üblichen Sicherheitsmerkmale geprüft werden, besonderes Risiko besteht aber durch Trickbetrug ("Umtausch" gegen Falschgeld unter dem Vorwand, nicht wechseln zu können).
In Einzelfällen kann es auch an Geldautomaten zur Ausgabe von Falschgeld kommen. In diesem Fall sollte umgehend bei der entsprechenden Bank vorgesprochen werden.
Einreise- und Zollbestimmungen für deutsche Staatsangehörige können sich kurzfristig ändern, ohne dass das Auswärtige Amt hiervon vorher unterrichtet wird. Bitte erkundigen Sie sich daher vorab zusätzlich bei den Vertretungen Ihres Ziellandes. Nur dort erhalten Sie rechtsverbindliche Informationen und/oder über diese Hinweise hinausgehende Informationen zu den Einreise- und Zollbestimmungen Ihres Reiselandes. Der deutsche Zoll informiert über die aktuell geltenden Zollbestimmungen bei Einreise nach Deutschland.
Die Einreise ist für deutsche Staatsangehörige mit folgenden Dokumenten möglich:
Anmerkungen:
Das Reisedokument muss bei der Einreise gültig sein. Eine Gültigkeitsdauer über die Dauer des geplanten Aufenthalts hinaus wird empfohlen.
Bei der Einreise ist ein Nachweis einer gültigen Reise- oder Auslandskrankenversicherung vorzulegen. Die Versicherung muss medizinische Notfälle, Krankenhausaufenthalte und Rückführung beinhalten. Internationale Airlines sind angehalten, diese Dokumente vor dem Boarding zu prüfen. Passagieren, die nicht über die erforderlichen Nachweise verfügen, wird ggf. das Boarding verweigert.
Die Datenerfassung bei Einreise wird sukzessive von Stempeln auf die elektronische Erfassung der Reisedaten umgestellt. Derzeit werden beide Systeme zur Erfassung der Ein- und Ausreisedaten an verschiedenen Grenzübertrittsstellen genutzt.
Von der Weiterreise mit bereits als gestohlen gemeldeten, aber wieder aufgefundenen Reisepässen wird abgeraten, da eine Sachfahndung nicht mehr rückgängig gemacht werden kann.
Im Falle des Verlusts des Reisepasses ist die polizeiliche Verlustanzeige (Denuncia) für die Wiederausreise unerlässlich.
Seit Inkrafttreten des Dekrets 366 am 29. Mai 2025 dürfen vorbestrafte Personen unter bestimmten Bedingungen nicht mehr einreisen.
Die Anforderungen einzelner Fluggesellschaften an die von ihren Passagieren mitzuführenden Dokumente weichen zum Teil von den staatlichen Regelungen ab.
Deutsche Staatsangehörige mit biometrischem oder vorläufigem Reisepass benötigen für die Einreise und den Aufenthalt bis zu 90 Tagen als Tourist kein Visum. Weitere Informationen erteilt die zuständige argentinische Auslandsvertretung in Deutschland.
Eine Verlängerung der Aufenthaltsgenehmigung ist vor Ort bei der argentinischen Einwanderungsbehörde Migraciones möglich. Es besteht jedoch kein Anspruch darauf.
Sofern ein längerer Aufenthalt oder eine Erwerbstätigkeit in Argentinien geplant ist, sollte vor Reiseantritt das argentinische Konsulat wegen der Visabestimmungen kontaktiert werden.
Von jedem Reisenden werden am Einreiseflughafen bzw. Seehafen die Fingerabdrücke digital eingescannt und ein digitales Porträtfoto erstellt.
Folgende Vorschriften gelten für Ausländer mit längerfristigem Aufenthalt (über sechs Monate); es hat sich jedoch bewährt, dass sich auch Touristen mit vorübergehendem Aufenthalt daran halten:
Für Minderjährige muss bei der Einreise nach und der Ausreise aus Argentinien das Einverständnis der Sorgeberechtigten nachgewiesen werden. Die Mitnahme einer Original-Geburtsurkunde zur Dokumentierung der Elternschaft ist hierfür erforderlich. Wird das minderjährige Kind von nur einem Sorgeberechtigten begleitet, so ist die schriftliche Reisegenehmigung (Venia de Viaje) des anderen Sorgeberechtigten notwendig. Ist nur ein Elternteil sorgeberechtigt (auch bei verwitweten Personen), so muss hierüber ein Nachweis mitgeführt werden. Reist ein minderjähriges Kind allein oder in Begleitung volljähriger Dritter, so müssen die Reisegenehmigungen Namen, Anschrift und Ausweis- oder Passnummer der Begleitperson und/oder der Empfangsperson am Zielort enthalten. Kinder unter sechs Jahren werden bei Ein- und Ausreise in das Register der argentinischen Einwanderungsbehörden eingetragen.
Für jede Reise wird eine neue Reisegenehmigung benötigt.
Die Einwilligungen und Nachweise müssen von dem argentinischen Konsulat beglaubigt werden. Weitere Informationen erteilt die Konsularabteilung der Botschaft Argentiniens.
Für die Einfuhr von Landes- und Fremdwährungen gibt es keine Beschränkungen, ab einem Gegenwert von 10.000 USD für Erwachsene bzw. 5.000 USD für Minderjährige unter 16 Jahren muss die Einfuhr deklariert werden.
Bei der Ausreise darf maximal der Gegenwert von 10.000 USD für Erwachsene bzw. 5.000 USD für Minderjährige unter 16 Jahren mitgeführt werden. Die Mitnahme höherer Beträge ist nicht gestattet. Eine Ausfuhr höherer Beträge muss per Banküberweisung erfolgen.
Weitere Informationen bieten die argentinischen Zollbehörden.
Pflichtimpfungen:
Für die direkte Einreise aus Deutschland sind keine Pflichtimpfungen vorgeschrieben. Weder bei Einreise aus einem Gelbfiebergebiet (häufig die Nachbarstaaten) noch bei Einreise aus Deutschland wird der Nachweis einer gültigen Gelbfieberimpfung verlangt. Aus Argentinien kommend kann die Impfung bei Weiterreise in ein Drittland verlangt werden.
Reiseimpfungen:
Bei Reisen in die Gelbfiebergebiete Argentiniens (Provinzen Corrientes und Misiones - auch Iguaçu-Wasserfälle - sowie unter bestimmten Bedingungen die Provinzen Formosa und Teilgebiete der Provinzen Chaco, Jujuy und Salta) ist für alle Reisenden ab einem Alter von neun Monaten eine Gelbfieberimpfung empfohlen. Auch eine Impfung gegen Hepatitis A ist medizinisch sinnvoll. Nach individueller Indikation sind zusätzlich Impfungen gegen Chikungunya- und Denguefieber, Hepatitis B und Tollwut angeraten.
Standardimpfungen:
Achten Sie darauf, dass sich bei Ihnen und Ihren Kindern die Standardimpfungen gemäß Impfkalender der STIKO auf dem aktuellen Stand befinden. Insbesondere sollte ein adäquater Impfschutz gegen Masern sichergestellt sein.
Die medizinische Versorgung in Argentinien ist in großen Städten und insbesondere Buenos Aires mit der Versorgung in Deutschland vergleichbar. Auf dem Lande ist es jedoch vielfach technisch, apparativ und hygienisch problematisch. Planbare Operationen, Eingriffe und Diagnostik sollten in Europa durchgeführt werden.
Gelbfieber ist eine schwerwiegende Erkrankung, die durch Mücken übertragen wird. Die Provinzen Corrientes und Misiones (inklusive Iguaçu-Wasserfälle) gelten als Gelbfiebergebiete. Unter bestimmten Umständen ist auch für die Provinzen Formosa und Teilgebiete der Provinzen Chaco, Jujuy und Salta eine Gelbfieberimpfung sinnvoll.
Darüber hinaus gibt es folgende mückenübertragene Erkrankungen, die ganzjährig landesweit auftreten können: Chikungunya-Fieber, Denguefieber, Leishmaniasis und Zikavirus-Infektionen.
Die Chagas-Krankheit wird über Raubwanzen und verunreinigte Frucht- oder Zuckerrohrsäfte („garapa") übertragen. Fleckfieber wird durch Läuse, Milben, Zecken und Flöhe übertragen.
Insbesondere durch mangelnde Trinkwasser-, Lebensmittel und Handhygiene können Erkrankungen auftreten, die oft mit Durchfällen einhergehen. Häufig treten unbestimmte Reisedurchfälle auf. Bestimmte Viruserkrankungen der Leber (Virushepatitis A und E) treten auch bei Reisenden auf.
HIV-Infektionen und bestimmte Lebererkrankungen (Virushepatitis B, C und D) können auch durch sexuelle Kontakte übertragen werden. Die Übertragung ist prinzipiell auch durch Drogenkonsum mit unsauberen Spritzen oder Kanülen, Tätowierungen und Bluttransfusionen möglich.
Hantavirus-Infektionen und Leptospirose werden durch Kontakt mit infektiösen Ausscheidungen von Nagetieren übertragen. Eine Ansteckung mit Tollwut erfolgt vorrangig über Hunde und spielt aufgrund der Nähe dieser Tiere zu Menschen eine besondere Rolle.
Insbesondere in großen Städten kann es durch Luftverschmutzung zu gesundheitlichen Beschwerden kommen.
Intensive Sonneneinstrahlung kann zu kurz- und langfristigen Haut- und Augenschäden führen.
Bitte beachten Sie neben dem generellen auch den medizinischen Haftungsausschluss
Hier finden Sie Adressen zuständiger diplomatischer Vertretungen und Informationen zur Politik und zu den bilateralen Beziehungen mit Deutschland.
Weitere wichtige Hinweise für Ihre Reise
Die Krankenversorgung - besonders die stationäre - ist im Allgemeinen gut, außerhalb von Buenos Aires kann der Standard jedoch niedriger sein. Rechnungen müssen oft sofort in bar gezahlt werden.
Bei Reisen in die Provinz sollten Medikamente in Form einer Reiseapotheke in ausreichender Menge mitgeführt werden. Die Kosten für ärztliche Behandlungen und stationären Aufenthalt sind in der Regel niedriger als in Deutschland.
Alle ausländischen Besucher müssen für alle Reisezwecke über eine während des Aufenthalts gültige Krankenversicherung (mit Abdeckung Krankenhausaufenthalt, Notfälle, Notdienst, Transfer und Rückführung) sowie über eine eidesstattliche Erklärung über den Reisezweck verfügen. Ohne diese Krankenversicherung kann die Einreise verweigert werden.
Zur Vermeidung häufig auftretender Magen- und Darmerkrankungen ist auf eine sorgfältige Trinkwasser- und Nahrungsmittelhygiene zu achten. Von dem Genuss von Leitungswasser, Eiswürfeln und nicht industriell hergestelltem Speiseeis sollte grundsätzlich abgesehen werden. Wasser sollte vor der Benutzung zum Trinken, Zähneputzen und zur Eiswürfelbereitung entweder abgekocht oder anderweitig sterilisiert werden oder abgepackt gekauft werden. Beim Kauf von abgepacktem Wasser sollte darauf geachtet werden, dass die Original-Verpackung nicht angebrochen ist.
Milch ist pasteurisiert, einheimische Milchprodukte können ohne Bedenken verzehrt werden. Durchgegarte Fleisch-, Geflügel- und Fischgerichte sowie geschältes Obst und Gemüse sind ebenfalls unbedenklich. Von dem Verzehr und Kauf von Lebensmitteln aus billigen Straßenrestaurants und von Märkten wird allerdings abgeraten.
| Titel | Besondere Vorsichtsmaßnahmen | Gesundheitszeugnis erforderlich |
|---|---|---|
| Tollwut | 5 | - |
| Malaria | 3 | - |
| Dengue-Fieber | 2 | - |
| Hepatitis A und B | 4 | - |
| Gelbfieber | 1 | - |
[1] Bei Aufenthalten in den Provinzen Corrientes, Misiones und auch bei den Iguaçu-Wasserfällen ist ein Impfschutz für Reisende ab einem Alter von 9 Monaten gegen Gelbfieber empfohlen.
Argentinien gehört bislang nicht zu den klassischen Gelbfieberländern, so dass ein Gelbfieberschutz für die anderen Landesteile nicht erforderlich ist.
[2] Das durch Stechmücken übertragene Dengue-Fieber kommt landesweit vor. Es empfiehlt sich ein wirksamer Insektenschutz. Bei längerem Aufenthalt oder besonderer Exposition empfiehlt sich eine Impfung gegen Dengue-Fieber.
[3] Argentinien wurde 2019 von der WHO offiziell für malariafrei erklärt.
[4] Hepatitis A und Hepatitis B kommen vor. Eine Hepatitis A-Schutzimpfung wird generell empfohlen. Die Impfung gegen Hepatitis B sollte bei längerem Aufenthalt und engem Kontakt zur einheimischen Bevölkerung sowie allgemein bei Kindern und Jugendlichen erfolgen.
[5] Tollwut kommt landesweit vor. Überträger sind u.a. streunende Hunde, Katzen, Waldtiere und Fledermäuse. Für Rucksackreisende, Kinder, berufliche Risikogruppen und bei längeren Aufenthalten wird eine Impfung empfohlen. Bei Bisswunden so schnell wie möglich ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen.
Die vom Robert-Koch-Institut empfohlenen Standardimpfungen für Kinder und Erwachsene (u.a. gegen Tetanus, Diphtherie, Pertussis (Keuchhusten), Mumps, Masern, Röteln, Pneumokokken, Poliomyelitis und Influenza) sollten vor der Reise ggf. aufgefrischt werden.
Die durch Mücken übertragene Viruserkrankung Chikungunya (CHIC) kommt vor. Wirksamen Schutz bieten hautbedeckende Kleidung und insektenabweisende Mittel. Eine Impfung gegen Chikungunya ist verfügbar, eine Impfempfehlung der STIKO besteht jedoch noch nicht.
HIV/Aids ist eine große Gefahr für alle, die Infektionsrisiken eingehen: Ungeschützte Sexualkontakte, unsaubere Spritzen oder Kanülen und Bluttransfusionen können ein erhebliches Gesundheitsrisiko bergen.
Die durch Schmetterlingsmücken übertragene Leishmaniose kommt im Nordosten vor. Schutz bieten hautbedeckende Kleidung, Mückennetze und insektenabweisende Mittel.
Das Risiko einer Infektionen durch das Zika-Virus besteht, Schwangeren und Frauen die schwanger werden möchten, wird geraten, eine Reise in die Ausbruchsgebiete zu meiden. Auf ausreichenden Mückenschutz ist zu achten.
| Titel | Pass erforderlich | Visum erforderlich | Rückflugticket erforderlich |
|---|---|---|---|
| Türkei | Ja | Nein/1 | Ja |
| Andere EU-Länder | Ja | Nein/1 | Ja |
| Schweiz | Ja | Nein/1 | Ja |
| Österreich | Ja | Nein/1 | Ja |
| Deutschland | Ja | Nein/1 | Ja |
Ein Reisepass ist allgemein erforderlich, er muss während des visumfreien Aufenthalts gültig sein. Ein Reisepass, der über den Aufenthalt hinaus gültig ist, wird empfohlen, besonders wenn ein Transit in Drittstaaten geplant ist. Für visumpflichtige Aufenthalte muss der Reisepass bei der Einreise noch mindestens 6 Monate gültig sein. Achtung: Vorbestraften Personen kann u.U. die Einreise verweigert werden. Alle Ausländer (alle Reisezwecke) müssen über eine während des Aufenthalts gültige Krankenversicherung (mit Abdeckung Krankenhausaufenthalt, Notfälle, Notdienst, Transfer und Rückführung) sowie über eine eidesstattliche Erklärung über den Reisezweck verfügen. Ohne diese Krankenversicherung kann die Einreise verweigert werden.
Hinweis: Die Anforderungen von Fluggesellschaften an den Reisepass hinsichtlich seiner Mindestgültigkeit kann von den staatlichen Vorschriften abweichen. Reisende sollten diesbezüglich ihre Fluggesellschaft kontaktieren. Staatsangehörige Deutschlands sind verpflichtet, bei der Ein- und Ausreise aus / nach Deutschland über ein gültiges Ausweisdokument zu verfügen.
Pass- und Visabestimmungen können sich ändern, und Fluggesellschaften können unterschiedliche Anforderungen stellen. Die Angaben sind zum Zeitpunkt der Veröffentlichung korrekt. Reisende sollten sich vor der Abreise bei der zuständigen Botschaft informieren, besonders bei einem Transit über ein Drittland. Für Unannehmlichkeiten oder Verluste, die durch Änderungen dieser Bestimmungen entstehen, übernehmen wir keine Haftung.
Allgemein erforderlich, ausgenommen sind u.a. Staatsangehörige der folgenden, in der obigen Tabelle genannten Länder, sofern sie als Touristen für einen Aufenthalt von maximal 90 Tagen einreisen:
Deutschland, Österreich sowie alle EU-Länder, Schweiz und Türkei.
[1] Ein Visum ist allgemein für Geschäftsreisende erforderlich, ausgenommen sind Geschäftsreisende aus den folgenden in der obigen Tabelle genannten Länder, wenn sie an Meetings und Konferenzen teilnehmen, Kunden oder Messen besuchen oder Marktstudien durchführen:
(a) Deutschland, Österreich, Schweiz, Belgien, Bulgarien, Dänemark, Estland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Irland (Rep.), Italien, Lettland, Luxemburg, Niederlande, Polen, Portugal, Schweden, Slowakische Republik, Slowenien, Spanien, Tschechische Republik und Ungarn;
(b) Schweiz;
(c) Türkei.
Für Studienreisen von bis zu 90 Tagen ist kein Visum notwendig. Für Studienreisen über 90 Tage erfolgt die Einreise zunächst als Tourist. Eine Aufenthaltsgenehmigung zu Studienzwecken ist dann innerhalb von 30 Tagen bei der Einwanderungsbehörde zu beantragen
Deutsche: Elektronischer Reisepass für Personen unter 24 Jahren oder elektronischer Reisepass.
Österreicher: Eigener Reisepass.
Schweizer: Eigener Reisepass.
Türken: Eigener Reisepass.
Anmerkung: Für die Kinder gelten jeweils die gleichen Visumbestimmungen wie für ihre Eltern.
Achtung: Sorgeberechtigte, die allein mit minderjährigen Kindern unter 14 Jahren ein- oder ausreisen, müssen eine entsprechende vom argentinischen Konsulat beglaubigte Genehmigung des zweiten Sorgeberechtigten mit sich führen. Die Elternschaft muss über die originale Geburtsurkunde des Kindes belegt werden. Diejenigen, die z. B. alleiniges Sorgerecht haben bzw. verwitwet sind, müssen darüber eine vom argentinischen Konsulat beglaubigte Bescheinigung vorlegen. Dazu muss die originale Geburtsurkunde des Kindes vorgelegt werden.
Minderjährige unter 14 Jahren, die allein ein- oder ausreisen, müssen eine entsprechende vom argentinischen Konsulat beglaubigte Genehmigung ihrer Sorgeberechtigten mit sich führen. Auf dieser Genehmigung müssen der Name, die Anschrift und die Ausweis- oder Passnummer der Empfangsperson in Argentinien oder ggf. eines nicht sorgeberechtigten Reisebegleiters des Kindes stehen sowie alle Zielorte während der Reise. Für alle Fälle sind die Dokumente ins Spanische zu übersetzen, damit es bei den Einreiseformalitäten keine Probleme gibt. Außerdem müssen alle Dokumente vom argentinischen Konsulat beglaubigt werden.
Bei der Ein- und Ausreise von Kindern unter 6 Jahren wird ein Eintrag in das Register der argentinischen Einwanderungsbehörde vorgenmommen.
Es ist in jedem Fall empfehlenswert, sich vor Abreise bei der Botschaft über die aktuellen Bestimmungen zu informieren, da nur diese verbindliche Auskunft erteilt.
Hinweis: In Argentinien wird man erst mit 21 Jahren volljährig. Reisende mit Wohnsitz in Europa, die das 18., aber noch nicht das 21. Lebensjahr vollendet haben, sollten daher eine Bescheinigung über die Volljährigkeit in ihrem Heimatland mit sich führen. Alternativ können Reisende über 18, aber unter 21 Jahren eine Einverständniserklärung ihrer Eltern/Sorgeberechtigten mitführen.
Für Hunde und Katzen werden ein maximal 10 tage altes Gesundheitszeugnis sowie ein Impfausweis als Nachweis einer Tollwutimpfung benötigt. Tiere unter 3 Monaten benötigen kein Tollwutimpfzertifikat. Gesundheitszeugnis und Tollwutimpfzertifikat müssen von einer konsularischen Vertretung Argentiniens beglaubigt worden sein und auf Spanisch vorliegen. Die Fluggesellschaft muss ca. 24 Std. vor der Ankunft den Destinationsflughafen von dem Tiertransport in Kenntnis setzen. Bei Ankunft erfolgt eine tierärztliche Untersuchung, deren Kosten der Reisende trägt.
Je nach Visumtyp und Nationalität unterschiedlich.
Es wird empfohlen, dass sich Reisende spätestens 45 Tage vor ihrer geplanten Abreise mit dem zuständigen Konsulat in Verbindung setzen.
Je nach Visumart und Nationalität unterschiedlich.
Ansonsten visumpflichtige Reisende, die innerhalb von 12 Stunden weiterfliegen, über gültige und bestätigte Dokumente für die Weiterreise verfügen und den Transitraum nicht verlassen, benötigen kein Transitvisum.
Ist ein Wechsel der Fluggesellschaft oder des Flughafens nötig, sollte man sich bei der Fluggesellschaft erkundigen, ob Transit-Visumfreiheit besteht. .
U.a. Touristen-, Geschäfts-, Arbeits- , Studenten- und Transitvisum.
Antragstellung in Berlin:
Touristenvisum: 150 €
Geschäfts-/Arbeitsvisum (kurzfristig, Aufenthalt von max. 60 Tagen): 200 €.
Arbeitsvisum (langfristig): 200 €.
Staatsbürger mancher Länder erhalten das Visum kostenlos. Auskünfte erteilen die zuständigen konsularischen Vertretungen.
Je nach Nationalität, Grund und Dauer des Aufenthalts unterschiedlich (Die argentinischen Konsulate wünschen, dass sich Reisende telefonisch nach den erforderlichen Unterlagen erkundigen.). In der Regel:
(a) Terminvereinbarung mit der zuständigen konsularischen Vertretung.
(b) 2 Antragsformulare (downloadbar auf der Webseite der zuständigen argentinischen Botschaft).
(c) 2 aktuelle Passfotos in Farbe (4 x 4 cm).
(d) Reisepass, der noch mindestens 6 Monate gültig ist und 1 freie Seite enthält.
(e) Gebühr (Beleg über die Bareinzahlung auf das Konto des argentinischen Konsulats).
(f) Hin- und Rückreiseticket bzw. -bestätigung, Unterkunftsnachweis.
(g) Nachweis ausreichender Geldmittel für die Dauer des Aufenthaltes (nur Touristenvisum, 50 US$ pro Tag).
(h) Hotelreservierung in Argentinien.
Geschäftsvisum:
(a-h), (i) Firmenschreiben der einladenden oder der entsendenden Firma in spanischer Sprache im Original. Die Unterschrift des Firmenvertreters muss notariell beglaubigt und mit der Haager Apostille überbeglaubigt sein. Die einladende Firma muss die Einreise des deutschen Geschäftspartners bei der argentinischen Einwanderungsbehörde (Dirección Nacional de Migraciones) beantragen. Die Erteilung der Genehmigung dauert bis zu 4 Monate.
Arbeitsvisum:
(i) Leumundszeugnis, ärztliches Attest, Arbeitsvertrag, Anschreiben der Firma. Das Anschreiben der Firma muss auf Spanisch vorliegen, und die Unterschrift des Firmenvertreters muss notariell beglaubigt und mit der Haager Apostille überbeglaubigt sein.
(j) Ggf. Aufenthaltstitel für Deutschland, Österreich oder die Schweiz.
Insbesondere für Arbeitsvisa, aber auch für Geschäftsvisa sind u. U. zusätzliche Unterlagen erforderlich.
Bei postalischer Antragstellung ist ein frankierter Einschreiben-Rückumschlag und der Zahlungsbeleg beizufügen.
US-Dollar werden in vielen Hotels und Touristenzentren akzeptiert. Preise in Pesos und in Dollar werden beide mit '$' ausgezeichnet. Bei Unklarheiten sollte deshalb nachgefragt werden. Werden Pesos in Argentinien gekauft, kann nur eine Fremdwährung in der gleichen Höhe innerhalb des Landes erworben werden, Quittungen von Wechselstuben sollten daher aufbewahrt werden.
Die Einfuhr von Summen im Gegenwert ab 10.000 US$ ist deklarationspflichtig, die Ausfuhr von Summen im Gegenwert von unter 10.000 US$ ist erlaubt (Personen unter 16 Jahren und in Begleitung von Sorgeberechtigten 1.000 US$; Personen im Alter von 16 bis 21 Jahren 2.000 US$) Die Ausfuhr von Summen im Gegenwert von über 10.000 US$ darf nur per Überweisung erfolgen.
Diners Club, American Express, Visa und Mastercard werden akzeptiert, jedoch außerhalb von Städten nicht sehr häufig. Einzelheiten vom Aussteller der betreffenden Kreditkarte.
Achtung: Reisende, die mit ihrer Bankkundenkarte im Ausland bezahlen und Geld abheben wollen, sollten sich vor Reiseantritt bei ihrem Kreditinstitut über die Nutzungsmöglichkeit ihrer Karte informieren.
Mo-Fr 10.00-15.00 Uhr.
Folgende Artikel können zollfrei nach Argentinien maximal einmal pro Monat eingeführt werden (Personen ab 18 Jahren):
- Kleidung und persönliche Gegenstände inklusive eines Mobiltelefons und eines Laptops ohne externe Energiequelle (z.B. Notebook oder Tablet);
- Bücher, Broschüren und Zeitungen;
- Gegenstände, die bei der Ausreise deklariert werden;
Der Gesamtwert der in einem Zeitraum von einem Monat eingeführten Waren darf den Gegenwert von 500 US$ (Personen unter 16 Jahren maximal 250 US$ in Begleitung von Sorgeberechtigten) (bei Einreise über Flug- und Seehäfen) nicht überschreiten. Zusätzlich dürfen Duty free-Artikel am Ankunftshafen in Argentinien bis zu einem Wert von 500 US$ gekauft werden.
Der Gesamtwert der in einem Zeitraum von einem Monat eingeführten Waren darf den Gegenwert von 300 US$ (Personen unter 16 Jahren maximal 150 US$ in Begleitung von Sorgeberechtigten) (bei Einreise über den Landweg oder Flüsse) nicht überschreiten. Bei Einreise über Puerto Iguazú dürfen zusätzlich Duty free-Artikel bis zu einem Wert 500 US$ zollfrei eingeführt werden.
Archäologische und kulturtelle Gegenstände, Betäubungsmittel, Drogen, Waffen, Sprengstoff, pornographische Erzeugnisse und kommerzielle oder industrielle Handelswaren.
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