| Ländername | Republik Chile, República de Chile |
| Beste Reisezeit | Januar, Februar, März, April, Mai, Juni, Juli, August, September, Oktober, November, Dezember |
| Fläche | 756.102 km2 |
| Hauptstadt | Santiago de Chile |
| Bevölkerung | 19.458.000 |
| Sprache | Spanisch |
| Staats-/Regierungsform | demokratische Republik |
| Staatsoberhaupt | José Antonio Kast Rist (Präsident), seit 11.03.2026; Partei "Partido Republicano" |
| Vertreter des Staatsoberhaupts | Claudio Alvarado Andrade (Innenminister) , seit 11.03.2026; Partei "Unión Demócrata Independiente" |
| Regierungschef | José Antonio Kast Rist (Präsident), seit 11.03.2026; Partei "Partido Republicano" |
| Außenminister | Francisco Pérez Mackenna (parteilos), seit 11.03.2026 |
| Währung | chilenischer Peso |
| Zeitzone | UTC-5, UTC-5, UTC-6, UTC-3, UTC-4, UTC-5, UTC-3 |
| Reiseadapter | C, L |
| Kfz-Länderkennzeichen | RCH |
| ISO-3166 | CL, CHL |
| Internet-TLD | .cl |
| Landesvorwahl | +56 |
| Website | https://www.gob.cl/ |
| Reisepass & Visum | Notwendig |
| Geeignet für | Outdoor, Meer, Wintersport |
| um 6 000 v. Chr. | Chinchorro-Kultur bei Arica bestattet Tote als Mumien |
| 1541 | Pedro de Valdivia gründet Santiago |
| 1810 | Erste Nationalregierung und Unabhängigkeitserklärung |
| 1850–1910 | Deutsche colonos besiedeln den Süden |
| 1866–83 | Chilenische Truppen unterwerfen gewaltsam die Mapuche |
| 1879–84 | Salpeterkrieg gegen Bolivien und Peru um Nitratvorkommen in der Atacamawüste |
| 1966–71 | Verstaatlichung des Kupferbergbaus |
| 1970 | Salvador Allende wird Präsident |
| 11. Sept. 1973 | Militärputsch; es folgen 17 Jahre Diktatur unter General Pinochet |
| 1990 | Rückkehr zur Demokratie |
| 2019 | Landesweiter Aufstand im Okt.; Forderung nach einer neuen Verfassung |
| Sept. 2022 | Der Entwurf für eine neue Verfassung wird per Referendum abgelehnt |
Die deutschsprachige Serviceagentur in Santiago bietet umfangreiche Landesinformationen sowie Hilfe bei der Reiseplanung und Buchung von Mietwagen, Inlandsflügen und Schiffstouren. contactchile.de
Die gemeinnützige Stiftung Trekkingchile hat dieses Programm initiiert, über das Touristen und Reiseveranstalter ihren ökologischen Fußabdruck kompensieren können. Mit den Einnahmen aus Spenden und dem Verkauf von Ökoprodukten wird u.a. die Aufforstung mit einheimischen Baumarten finanziert. trekkingchile.com/fair-chile/de
Nationales Tourismusbüro mit vielen Zweigstellen; Santiago: Mo– Fr 8–17 Uhr | Condell 679 | Tel. 60 06 00 60 66 | sernatur.cl
Diese Website ist eine Art Werbung für Chile. Du findest dort Infos über Kultur, Sport, Wissenschaft, Geschäfte und Reisen (Engl./Span.).
Las Hualtatas 5677 | Vitacura, Santiago | Tel. 2 24 63 25 00 | santiago.diplo.de
Barros Errázuriz 1968 | Providencia, Santiago | Tel. 2 22 23 47 74 | short.travel/chl5
Av. Vespucio Sur 100, piso 14 | Las Condes, Santiago | Tel. 2 29 28 01 00 | eda.admin.ch/santiago
Notrufnummer Polizei (carabineros): Tel. 133, Ambulanz: Tel. 131
In den meisten Unterkünften, ob einfaches Hostel oder gutes Hotel, ist die WLAN-Verbindung für Gäste im Preis inbegriffen. Ebenso kann man in vielen Cafés und Restaurants mit Notebook, Tablet oder Smartphone lossurfen – am besten die Bedienung nach dem entsprechenden Passwort (la clave) fragen.
Für die Erreichbarkeit und die Navigation unterwegs bietet sich ein Smartphone- Chip an, mit dem du im Mobilfunknetz online gehen kannst. Den Chip bekommst du im Handyladen, Kaufhaus oder im Kiosk für 1000 Pesos (Startguthaben inklusive); nachgeladen wird per Kreditkarte. Siehe auch „Telefon & Handy“.
Ein Standardbrief nach Europa kostet ca. 70 Cent und braucht 5–8 Tage. Briefkästen sind unüblich, die Post (Correos de Chile) unterhält überall Filialen.
Chile (Vorwahl 0056) verfügt über ein modernes Telefonnetz mit mehreren Anbietern. Handys sind weit verbreitet, allerdings brechen die Digitalnetze in abgelegenen Regionen schnell zusammen. Die meisten europäischen Mobilfunkbetreiber bieten für Chile Roaming an, aber häufig zu hohen Preisen. Die SIM-Karte deines Handys gegen einen chilenischen Prepaidchip auszutauschen ist preiswerter. Chilenische Handynummern sind neunstellig mit einer 9 am Anfang. Für Anrufe ins Ausland nutzt du am besten Internetdienste wie Skype oder Whatsapp. Vorwahl nach Deutschland: 0049, nach Österreich: 0043, in die Schweiz: 0041.
Carnaval Andino Con la Fuerza del Sol: Andenkarneval in Arica; aricafuerzadelsol.cl
Santiago A Mil: politisch engagiertes Theaterfestival in Santiago de Chile; teatroamil.cl
Fiesta del Roto Chileno: Straßenfest in Barrio Yungay, Santiago
Festival del Huaso: Volks- und Musikfest in Olmué; festivaldelhuaso.cl
Festival de la Leche y la Carne: Volksfest („Milch- und Fleischfest“) in Osorno; festivalosorno.cl
Woodstaco: Musikfestival in Parral; woodstaco.cl
Festival Internacional de la Canción: Schlagerfest in Viña del Mar; festivalvinadelmar.com
Noche Valdiviana: Stadtfest in Valdivia; nochevaldiviana.cl
Carnavalón: religiöses Fest der indigenen Völker in San Miguel de Azapa, Putre, Socoroma
Nómade: Musikfestival in Manquemapu; festivalnomade.cl
Vendimia: Weinlesefest in den Winzerhochburgen, z.B. in Curicó
Cumbre Guachaca: Volksfest in Santiago; guachacas.cl
We Tripantu/Inti Raymi: Neujahrsfest der indigenen Völker
Fiesta de San Pedro: religiöses Fest der Fischer an Fischerorten
Carnavales de invierno: Winterfeste in Punta Arenas, Puerto Williams (Patagonien)
Fiestas Patrias zum Nationalfeiertag im ganzen Land
Fiesta de la Pampilla: Chiles größte Festwiese in Coquimbo
Año Nuevo: Silvester, besonders schön in Valparaíso
| 1. Januar | Neujahr |
| März/April | Ostern (nur Karfreitag ist arbeitsfrei) |
| 1. Mai | Tag der Arbeit |
| 21. Mai | Seeschlacht von Iquique |
| *29. Juni | Peter und Paul |
| 16. Juli | Jungfrau Carmen |
| 15. August | Mariä Himmelfahrt |
| 18. September | Unabhängigkeitstag |
| 19. September | Tag des Heeres |
| *12. Oktober | Entdeckung Amerikas |
| *31. Oktober | Tag der ev. und protestantischen Kirchen |
| 1. November | Allerheiligen |
| 8. Dezember | Mariä Empfängnis |
| 25. Dezember | Weihnachten |
Die Höchstgeschwindigkeit beträgt innerorts 60, auf Landstraßen 100, auf Autobahnen 120 km/h. Das Autofahren ist ungefährlich, wenn man Regeln beachtet: 1. Fahr in Begleitung einer anderen Person, die dich am Steuer ablösen kann. 2. Tanke in abgelegenen Regionen bei jeder Gelegenheit und immer voll; die Abstände zwischen den Tankstellen können groß sein. 3. Erkundige dich bei den Carabineros nach dem Zustand von Pisten in abgelegenen Gebieten. 4. Befahre Schotterstraßen vorsichtig und begegne anderen Fahrzeugen langsam. 5. Vermeide Nachtfahrten. 6. Lass keine Wertgegenstände oder Gepäck im Wagen zurück. 7. Besorg dir gute Karten bei maps.trekkingchile.com oder der Tankstellenkette Copec.
Chile ist mit einem guten Busnetz überzogen. Auf den Überlandstrecken fahren moderne, klimatisierte Busse mit WC. Für lange Strecken sollte man 1. Klasse (salón cama) wählen – die Preise sind vergleichsweise niedrig. Das größte Netz und einen guten Service bietet die Gesellschaft Turbus, deren Online-Buchung aber nur mit chilenischen Kreditkarten funktioniert (turbus.cl). Tickets anderer Gesellschaften kannst du auf recorrido.cl reservieren und mit PayPal bezahlen. Sonst kannst du auch am Busbahnhof (Terminal de Buses) das Ticket kaufen. Züge verkehren zwischen Santiago und Chillán, Santiago und Rancagua, Talca und Constitución. Auskunft in Santiago: Tel. 60 05 85 50 00 | efe.cl
Für das Stadtbusnetz und die Metro in Santiago benötigt man eine Prepaidkarte (Bip!), die für 1000 Pesos (ca. 1 Euro) an den Metrostationen erhältlich ist. Stoßzeiten (7–9 und 18–20 Uhr) solltet du vermeiden.
Taxifahrer an Flughäfen und Busbahnhöfen warten meist auf unwissende Touristen, um ihnen einen höheren Preis abzuknüpfen. Deshalb solltest den Preis vorher aushandeln oder darauf achten, dass das Taxameter eingeschaltet ist und der Fahrer keine absichtlichen Umwege fährt (z.B. mit Google Maps den Weg überprüfen). Taxi-Apps wie Uber, Cabify und Beat werden am häufigsten genutzt.
Die Spanier haben Wein mitgebracht, die Deutschen Bier und Kuchen, Einwanderer aus Lateinamerika neue Zutaten, die lange Küste liefert Fisch und Meeresfrüchte. Die heutige chilenische Küche ist so vielfältig wie Landschaft, Kultur und Geschichte des Landes.
Berge von Avocados (paltas), Artischocken, duftende Chirimoyas und Kaktusfrüchte, frischer Fisch, Krabben und Muscheln, laute Marktschreier – der Besuch eines mercado ist ein wahres Erlebnis. Frische Feld- und Meeresfrüchte liefern die Grundlage der chilenischen Küche und sind auf dem Markt günstig zu bekommen. Fast alle Städte haben einen Obst- und Gemüsemarkt, Küstenstädte auch einen Fischmarkt oder eine caleta de pescadores, wo die Fischer ihren frisch gefangenen Fisch verkaufen. Neben Verkaufsständen gibt es meist auch kleine Lokale, an denen du frisch zubereitetes traditionelles Essen zu kleinem Preis bekommst.
Der Pazifische Ozean vor der über 6000 km langen Küste liefert frischen Fisch vom Feinsten: congrio (Seeaal), reineta (eine Art Flunder), corvina (Adlerfisch) und salmón (Lachs), wobei Letzterer meist aus Zuchtfarmen stammt. Lachs ist eines der wichtigsten Exportprodukte Chiles. Zubereitet wird der Fisch entweder paniert und frittiert (frito), gegrillt (a la plancha), in einer leckeren Soße mit Meeresfrüchten – z. B. der salsa margarita – oder roh in einem Sud mit Limettensaft als ceviche. Noch faszinierender ist die Vielfalt der Meeresfrüchte. Da ist z. B. die rotzangige jaiva (Seekrebs) oder die patagonische centolla (Königskrabbe). Roh mit Zitrone geschlürft werden ostras (Austern) und ostiones (Kammmuscheln). Andere Muscheln, wie almejas, machas und choritos, werden kurz gekocht bzw. gedünstet.
Trotz des großen Angebots an Fisch und Meeresfrüchten dominieren häufig Rind und Huhn die Speisekarten. Der Holzkohlegrill (parrilla) gehört untrennbar zu Familienfesten und Ausflügen; dabei bezeichnet asado sowohl das Fleisch als auch den geselligen Anlass. In großen Städten gibt es meist auch eine vegetarische Option in den Restaurants, auf dem Land und an abgelegenen Orten wird es damit schwieriger. In der Schafzuchtregion Patagonien wird auch gerne mal ein Lamm (cordero) am Spieß gegrillt. Im Süden nimmt der Einfluss der Mapuche zu. Wer auf scharfe Gewürze steht, sollte merkén probieren, ein rotes Pulver aus geräuchertem Chili, Koriandersamen und Salz. Meer und Land vereinen sich im curanto, einem traditionellen Gericht aus Fleisch, Fisch, Meeresfrüchten und Kartoffeln, das im Süden Chiles auf der Insel Chiloé von den Einheimischen in einem Erdloch auf heißen Steinen zubereitet wird.
Ein klassisch chilenisches Gericht ist charquicán, ein Eintopf, dessen Zutaten je nach Jahreszeit und Region variieren können. Bei einer chilenischen Familie zu Hause gibt es häufig cazuela (Hühnersuppe), porotos granados (Bohneneintopf mit Mais und Kürbis) und im Sommer humitas (gedämpfter Maisbrei in Päckchen aus Maisblättern) oder pastel de choclo (Maisauflauf). Beliebt ist auch das bistec a lo pobre, ein Rinderfilet mit Spiegeleier, Zwiebeln und Pommes frites oder die chorrillana, ein Berg Pommes frites mit einem Haufen Fleisch, gebratenen Zwiebeln und Spiegeleiern. Mit etwas Glück gibt es auch die vegetarische Variante mit Gemüse.
Die Chilenen lieben ihre once, eine Art Tee- oder Kaffeepause am Nachmittag oder am frühen Abend (zwischen 18 und 20 Uhr), die auch mal das Abendessen ersetzen kann. Dazu gibt es Brot mit Butter, Marmelade, Tomate, Avocado, Käse oder Rührei. Auch ein süßes Gebäck kann dabei sein mit manjar, einer klebrig-braunen Paste aus eingekochter Kondensmilch, oder die von den deutschen Einwanderern mitgebrachten kúchenes. Der Kaffee ist zu Hause und in kleinen Lokalen meistens löslicher Nescafé, aber in Cafés gibt‘s auch Espresso, Cappuccino & Co.
In den Städten findet man Straßenstände mit Essen, das du meist ohne Sorge essen kannst. Der completo ist eine Art chilenischer Hotdog, der klassisch mir Sauerkraut, als italiano mit Tomate, Avocado und Mayonnaise, als ass mit Rindfleisch statt Wurst oder als papapleto vegetarisch mit Pommes statt Fleisch gegessen wird. Die empanada ist eine Teigtasche, gefüllt mit pino (Hackfleisch) oder Käse. Überall zu finden sind sopaipillas, frittierte Kürbisbrötchen mit pebre (einem Dip aus Tomaten, Zwiebeln, Chili). Beim Streetfood wird auch der Einfluss der Einwanderer deutlich, vor allem in Santiago, wo du auch Snacks aus den Nachbarländern findest, z. B. tequeños (frittierte Käsestäbchen) oder arepas (Maisfladen) aus Venezuela.
Wein schmeckt hier nicht nur gut, sondern ist auch preiswert. Das Land ist einer der größten Weinexporteure der Welt. Den größten Anteil haben Cabernet Sauvignon und Merlot (beide rot), bei den Weißweinen Chardonnay und Sauvignon Blanc. Wer sich gerne durchprobieren möchte, sollte ein Weingut besuchen. Statt eine überteuerte Tour zu buchen, am besten einfach hinfahren! Ebenfalls aus Trauben hergestellt wird der Pisco, mit dem der beliebte Cocktail Pisco Sour zubereitet wird. Der Pisco wird im Norden hergestellt, dort kann man auch eine Pisquera besuchen, um ihn zu verkosten und sich den Herstellungsprozess anzuschauen.
Ca. 10 Prozent Trinkgeld werden im Restaurant erwartet; man lässt einen Teil des Wechselgelds zurück oder zahlt das Trinkgeld mit der Kredikarte gleich mit. Kofferträger, Zimmermädchen, Einpacker im Supermarkt und andere Dienstleister erwarten ein paar Münzen, weil sie davon leben müssen.
Gewebte Wolldecken, geflochtene Körbe, Schmuck mit Edelsteinen, Gewürze, Wein – in jeder Region Chiles findest du authentische Produkte, die zu Hause nicht nur herumstehen, sondern auch praktisch zum Einsatz kommen – oder im Magen landen.
Schals, Ponchos, Decken, Socken – wenn du auf warme, kuschelige Wollsachen stehst, dann kannst du dich besonders im Süden Chiles richtig eindecken. Im Norden gibt es auch Lama-, Alpaka- oder die feine Vicuña- Wolle. Wenn die Produkte sehr günstig sind, dann sind sie aller Wahrscheinlichkeit nach maschinell hergestellt und bestehen nur zu einem geringen Anteil aus Naturwolle. Ein authentisches und handgearbeitetes Produkt solltest du – wenn möglich – nur bei der Weberin selbst kaufen. Die Frauen des Volks der Mapuche sind berühmt für ihre traditionelle Web- und Textilkunst, die für sie eine kulturelle und spirituelle Bedeutung hat. Am besten fündig wirst du auf einem lokalen Markt. In Castro auf der Insel Chiloé gibt es zum Beispiel einen lokalen Wollmarkt.
In den chilenischen Anden lagern zahlreiche Edelsteine, Quarze und Kristalle. Der dunkelbau funkelnde Halbedelstein Lapislazuli wird nur in Chile und in Afghanistan abgebaut. Chile ist außerdem der größte Kupfer- Exporteur der Welt, auch Gold und Silber gehören zu den Bodenschätzen des Landes. Daraus stellen Kunsthandwerker Schmuck her, den du nur hier findest. Im Elqui-Tal findest du Quarze auch beim Spazierengehen. Dort gibt es außerdem ein ganzes Kunsthandwerkerdorf: das Pueblo Artesanal de Horcón. Aus Kupfer wird nicht nur Schmuck hergestellt, denn das Metall hat eine antibakterielle Wirkung und ist ein erstklassiger Wärmeleiter. Töpfe aus Kupfer eignen sich deshalb auch hervorragend zum Marmeladekochen.
Wenn du gerne kochst und scharfe Gewürze magst, dann sollte merkén nicht in deinem Koffer fehlen. Das Gewürz besteht aus Chili (ají cacho de cabra), der traditionell über Holzfeuer geräuchert und dann in einem Steinmörser zermahlen wird, aus gerösteten Koriandersamen und Salz. Es verleiht Fleisch, Fisch und Gemüse eine pikante und rauchige Note. Merkén ist ein Gewürz der Mapuche, das von ihnen schon lange vor Ankunft der Spanier in der Küche verwendet wurde. Am besten kaufst du es im Süden, wo die Mapuche leben, auf einem lokalen Markt. Auch wenn das Gewürz auf dem Markt vielleicht in einem kleinen Plastiksäckchen steckt und nicht in einem schicken Glas, bekommst du dort das authentischste Produkt.
Eine Flasche Wein oder Pisco (Traubenschnaps) kommen als Mitbringsel immer gut an. Den Wein kaufst du am besten und günstigsten direkt auf einem Weingut, wo du ihn auch probieren kannst. Pisco wird traditionell im Elqui-Tal hergestellt, wo du ihn direkt bei einer lokalen pisquera (Pisco-Destillerie) kaufen kannst. Mistral und Altos del Carmen sind die am meisten verkauften Marken, die industriell hergestellt werden. Im Elqui-Tal gibt es aber auch kleine unabhängige Destillerien, wie zum Beispiel die Pisquera Los Nichos. Zurück zu Hause kannst du dann für deine Freunde den Cocktail Pisco Sour zubereiten.
| Machas a la parmesana | mit Käse überbackene Miesmuscheln |
| Palta reina | mit Hühnchensalat gefüllte Avocado |
| Ceviche | roher Fisch, mariniert in einem Sud mit Limettensaft |
| Camarones al pil pil | in Öl, Knoblauch und Chili gebratene Shrimps |
| Humita | gedämpfter Maisbrei in Maisblättern |
| Empanada de pino | Teigtasche gefüllt mit Zwiebeln, Fleisch und Ei |
| Sopaipilla con pebre | frittierte Kürbisbrötchen mit Tomaten-Zwiebel-Dip |
| Protos granados | Bohneneintopf mit Mais, Kürbis, Zwiebeln und Knoblauch |
| Caldillo de congrio | Meeresaalsuppe mit Muscheln |
| Reineta con salsa margarita | Fisch mit cremiger Muschelsoße |
| Pastel de choclo | Maisauflauf mit Fleisch, Ei und Oliven |
| Parrillada | Fleisch vom Grill |
| Plateada | butterweich gekochtes Rindfleisch |
| Lomo a lo pobre | „Armeleutesteak“ mit Pommes frites, Schmorzwiebeln und Spiegelei |
| Quinoa | Andenhirse (Beilage) |
| Mote con huesillo | Sommergetränk mit getrocknetem Pfirsich und eingelegtem Weizen |
| Pisco sour | Cocktail aus dem Traubenschnaps Pisco, Zitronensaft und geschlagenem Eiweiß |
| Borgoña | kalter Rotwein mit Erdbeeren |
Chile gilt als Vorzeigeland Lateinamerikas. Es ist das wirtschaftlich und politisch stabilste Land der Region, hat sich der globalen Wirtschaft geöffnet, ausländische Investoren ins Land gelassen und Freihandelsverträge abgeschlossen. Der Export boomt. Aber der Wohlstand ist extrem ungleich verteilt. Chile ist der OECD-Staat mit der größten sozialen Ungleichheit. Ein Prozent der Bevölkerung besitzt ein Drittel des Vermögens. Die Hälfte der Chilenen verdient weniger als 500 Euro im Monat - bei Lebenshaltungskosten, die denen in Europa ähneln. 80 Prozent der Chilenen sind verschuldet. In der Hauptstadt Santiago kann man die Kluft zwischen Arm und Reich mit eigenen Augen sehen. Die Plaza Italia gilt als die Trennlinie in der Stadt. Man wohnt entweder oberhalb oder unterhalb davon. „Unten“ (abajo), das heißt im Südwesten, in Vierteln wie Pudahuel, Maipú oder San Bernardo, wo die meisten Menschen vom Mindestlohn leben, es kaum Parks gibt, dafür viel Gewalt und Drogenhandel. Wenn man nach „oben“ (arriba) fährt, das heißt Richtung Nordosten, nach Providencia, Las Condes und Vitacura, dann wird die Luft sauberer, die Parks werden grüner, die Häuser schicker und viele Leute sind auf einmal blond und blauäugig, weil sie europäische Vorfahren haben.
Die Straßenverkäufer in Chile verkaufen nicht nur chilenische sopaipillas (Kürbisfladen), sondern auch arepas (Maisfladen) aus Venezuela, ceviche (Rohfisch) aus Peru und patacones (Bananenchips) aus Kolumbien. Chile ist in den letzten Jahren zum wichtigsten Einwanderungsland auf dem Kontinent geworden. Nicht nur was die Gastronomie angeht, ist das wohl das Beste, was dem Land passieren konnte. Die ursprüngliche chilenische Küche ist ziemlich einseitig, und viele Chilenen müssen sich erst betrinken, bevor sie das Tanzbein schwingen. Die Einwanderer aus den Nachbarländern haben neue Gewürze, Geschmacksrichtungen, Rhythmen und Musikstile mitgebracht. Auf den öffentlichen Plätzen wird jetzt Salsa, Tango und Merengue getanzt. Doch nicht alle Chilenen freuen sich darüber. Die Andenkette hat das Land lange nicht nur geografisch, sondern auch kulturell von seinen lateinamerikanischen Nachbarn abgeschottet. Viele sagen sogar, die Chilenen würden sich für una buena casa en un mal barrio („ein schönes Haus in einem schlechten Viertel“) halten. Deshalb wird es wohl noch eine Weile dauern, bis alle sich mit der neuen kulturellen Vielfalt angefreundet haben.
Auch wenn in Chile wie in vielen Ländern Lateinamerikas der Machismo stark verankert ist, hat die feministische Bewegung in den letzten Jahren gute Arbeit geleistet. Anmachsprüche auf der Straße, ungleiche Erziehung in der Schule und zu Hause, Gender-Pay- Gap und sexualisierte Gewalt sind Themen, die nicht einfach hingenommen, sondern ständig diskutiert werden. Im Mai 2018, dem mayo feminista, haben Studentinnen im ganzen Land die Universitäten lahmgelegt und gegen Sexismus, Missbrauch und Vergewaltigungen an Bildungseinrichtungen gestreikt. An den Protestmärschen am Weltfrauentag nehmen seitdem mindestens eine Millionen Frauen teil, um sich für ihre Rechte einzusetzen. Es kommt nicht von ungefähr, dass eine feministische Performance aus Valparaíso mit dem Namen Un Violador en tu camino („Ein Vergewaltiger auf deinem Weg“) in der ganzen Welt viral gegangen ist.
Mapuche heißt übersetzt „Menschen der Erde“. Die Mapuche sind das größte indigene Volk Chiles. Der Großteil der Bevölkerung stammt von ihnen ab, obwohl sich nur zehn Prozent als Mapuche identifizieren. Die meisten leben im Süden des Landes in Wallmapu, so nennen sie ihr Territorium in der Sprache Mapudungun. Sie gelten als eines der kämpferischsten Völker Lateinamerikas, weil sie sich erst erfolgreich der Invasion der Inkas und anschließend der Kolonisation durch die Spanier widersetzt haben. Kein anderes Volk auf dem Kontinent konnte so lange seine Unabhängigkeit bewahren. Erst nach der Unabhängigkeit Chiles von Spanien marschierten chilenische Truppen in Wallmapu ein und vertrieben und töteten Tausende Mapuche bei der sogenannten „Befriedung Araukaniens“, die in Wirklichkeit eine brutale Militäraktion war. Viele Gebiete übergab der Staat daraufhin europäischen Siedlern aus Deutschland und der Schweiz. Sie sollten die Region landwirtschaftlich erschließen. Ihre Nachfahren leben bis heute im chilenischen Süden. Viele Mapuche fordern eine Rückgabe ihrer Gebiete, auf denen sich mittlerweile die Forst- und Agrarindustrie ausgebreitet hat.
Wenn du dich ein paar Tage in Santiago aufhältst, wirst du wahrscheinlich der ein oder anderen Demonstration begegnen. Seit Chiles Rückkehr zur Demokratie 1990 hat es immer wieder massive Protestbewegungen gegeben, zum Beispiel für ein öffentliches und kostenloses Bildungssystem, gegen das privatisierte Rentensystem, für eine Lockerung des Abtreibungsverbots oder gegen die Straflosigkeit der Menschenrechtsverbrechen aus der Militärdiktatur. Im Oktober 2019 brachte eine Erhöhung der Metro- Fahrpreise in Santiago das Fass zum Überlaufen. Millionen gingen auf die Straße. Es ging schon lange nicht mehr um die Fahrpreiserhöhung, sondern um das neoliberale Wirtschaftssystem, das während der Diktatur mit Gewalt eingeführt wurde und in der Verfassung festgeschrieben ist. Es hat dazu geführt, dass alle sozialen Grundrechte privatisiert wurden und die Lebenshaltungskosten immer weiter gestiegen sind. Die Protestbewegung konnte zwar erreichen, dass ein Entwurf für eine neue Verfassung ausgearbeitet wurde, im September 2022 lehnte eine Mehrheit der Chilenen den Text jedoch ab. Die Verfassung aus der Diktatur bleibt also erst einmal in Kraft – und die politische Krise ungelöst.
Der chilenische National-Cocktail Terremoto (Erdbeben) trägt seinen Namen nicht nur, weil man nach seinem Verzehr nicht mehr geradeauslaufen kann. Chile gehört zu den erdbebenanfälligsten Ländern der Welt. Ein temblor, ein leichtes Beben, gehört sozusagen zum Alltag. Das liegt am pazifischen Feuerring, einem Gürtel aus Hunderten aktiven Vulkanen. Verschiedene Platten der Erdkruste treffen hier aufeinander, und das führt zu Erdbeben, Tsunamis und Vulkanausbrüchen. 1960 erlebte das Land das schwerste Erdbeben, das je auf der Welt gemessen wurde – mit 9,5 auf der Richterskala und dem Epizentrum in der Nähe von Valdivia. Im Februar 2010 richteten ein Beben der Stärke 8,8 und der anschließende Tsunami in der Region zwischen Curicó und Concepción schwere Schäden an – Hunderte Menschen starben. Doch die Chilenen, an Naturkatastrophen gewöhnt, rappelten sich auch diesmal wieder auf und begannen schnell mit dem Wiederaufbau. Nach dem Beben 2010 wurde außerdem in ein landesweites Bebenmess- und Vorwarnnetz investiert. In Küstenstädten weisen Schilder im Fall einer Flutwelle den Fluchtweg.
Avocados, Lachs, Wein, Kupfer, Zellulose, Holz – das sind einige der Produkte, die Chile in die Welt exportiert. Die Wirtschaft des Landes ist auf Export ausgerichtet. Ein neuer Rohstoff, der Interesse im Ausland weckt, ist Lithium, das für die Produktion von Elektroautos benötigt wird. Die Europäische Union, China und die USA sind Chiles wichtigste Handelspartner. Das Land zählt mit 25 Abkommen weltweit zu den Staaten mit der größten Anzahl an Freihandels- und Investitionsabkommen. Allerdings exportiert Chile größtenteils Rohstoffe und importiert Industriegüter und Maschinen. Die ungleichen globalen Handelsverhältnisse führen zu Problemen. So leiden zum Beispiel Gemeinden in den Avocado-Anbauregionen unter Wassermangel. In der Atacamawüste, wo Wasser ohnehin ein knappes Gut ist, pumpen Bergbauunternehmen es aus dem Boden.
In Chile wurde 1970 das erste Mal in der Geschichte ein sozialistischer Präsident demokratisch gewählt. Salvador Guillermo Allende Gossens, ein Arzt mit Schnauzbart und Hornbrille, vertrat den friedlichen „chilenischen“ Weg zum Sozialismus – La Vía Chilena al Socialismo. Seine Regierung, die Unidad Popular, führte grundlegende soziale Reformen in Chile ein, die vor allem den ärmeren Schichten der Bevölkerung zugutekamen. Er verstaatlichte die Kupferindustrie, führte eine Landreform durch und reformierte das Bildungs- und Gesundheitswesen. Medikamente und Arztbesuche, Bücher und Schulhefte wurden kostenfrei für alle. Täglich gab es einen halben Liter Milch kostenlos für jedes Kind. Doch seine Gegner sabotierten das Projekt. Für den alltäglichen Bedarf produzierte Güter wurden zurückgehalten, Kredite eingefroren, USamerikanische Geheimdienste finanzierten Streiks von LKW-Fahrern und paramilitärische Oppositionsgruppen. So wurden die Voraussetzungen für den Militärputsch geschaffen. Am Morgen des 11. September 1973 bombardierte die chilenische Luftwaffe den Regierungspalast La Moneda in Santiago, Salvador Allende kam dabei ums Leben.
Der Militärputsch und die darauffolgende 17-jährige Militärdiktatur (1973–1990) unter General Pinochet stellen ein gesellschaftliches Trauma dar, das bis heute allgegenwärtig ist. Zehntausende Menschen wurden gefoltert, ermordet oder verschwanden, die detenidos desaparecidos, deren Angehörige bis heute nach Gerechtigkeit suchen. Pinochet starb, ohne für seine Menschenrechtsverbrechen verurteilt worden zu sein. Auch viele Militärs sind noch auf freiem Fuß oder sitzen ihre Haft im Luxusgefängnis Punta Peuco ab. Anhänger Pinochets sind bis heute Politiker, und auch die Verfassung aus der Diktatur ist immer noch in Kraft.
Die Familie ist die Basis der chilenischen Gesellschaft, und dazu gehören nicht nur Vater, Mutter und Kinder, sondern auch Großeltern, Tanten, Cousins und Cousinen, Nichten und Neffen und in wohlhabenderen Familien auch die nana, die als Haushälterin, Köchin und Kindermädchen mit im Haus wohnt. In einem Land, in dem soziale Grundrechte nicht vom Staat garantiert werden, erfüllt die Familie die Rolle des sozialen Auffangnetzes. Viele Erwachsene wohnen noch bei den Eltern, weil sie sich keine eigene Wohnung leisten können, man leiht sich gegenseitig Geld oder verhilft sich mit pitutos (Gefallen durch gute Beziehungen) zu einem Job.
Wenn La Roja, die Nationalmannschaft, spielt, sind die Straßen in Chile wie ausgestorben. Denn wichtige Fußballspiele werden zu Hause mit der Familie bei einem asado (beim Grillen) angeschaut. Im Gegensatz zu den Teams von Argentinien, Brasilien und Uruguay, die schon mehrfach die Weltmeisterschaft gewonnen haben, gehörte die chilenische Mannschaft lange Zeit zu den Verlierern des Kontinents. Als Chile 2015 zum ersten Mal die Copa América gewann, herrschte im ganzen Land ein euphorischer Ausnahmezustand. 2016 triumphierte die Mannschaft erneut, und diese Fußballsiege führten zu einem neuen Nationalstolz. Fast alle Fußballspieler der Nationalmannschaft kommen aus einfachen Verhältnissen, wie z. B. Charles Aránguiz, Alexis Sánchez und Arturo Vidal, und sind für viele Kinder aus ärmeren Vierteln Vorbilder und Hoffnungsträger.
Ein leichtes Wackeln, ein temblor ist in Chile ganz normal, also bleib ruhig! Sollte es mal stärker „wackeln“, nicht panikartig den Raum oder das Gebäudeverlassen, sondern such Schutz unterm Türbogen, notfalls unterm Tisch. Die Benutzung von Aufzügen vermeiden; eine Taschenlampe sollte griffbereit sein.
Chile ist das sicherste Reiseland Südamerikas. Trotzdem gibt es in den großen Städten Taschendiebe. Trage deine Wertsachen nicht offen sichtbar herum. Also Kamera in den Rucksack, Handy in die Hosentasche, die Rolex zu Hause lassen.
Chilenen kommen zu Verabredungen mindestens eine Viertelstunde zu spät und rufen grundsätzlich nicht zurück. Als geradezu unhöflich gilt es, bei privaten Einladungen pünktlich auf die Minute aufzukreuzen – mindestens eine halbe Stunde Puffer solltest du den Gastgebern einräumen.
Ein Zehntel der chilenischen Bevölkerung fühlt sich einem der neun indigenen Völker zugehörig. Damit sind die Völker gemeint, die schon vor der Ankunft der spanischen Konquistadoren auf dem Kontinent lebten. Jedes Volk hat seine Sprache, seine Bräuche und seine Kultur. Der Begriff „Indianer“ wird deshalb als rassistisch und beleidigend aufgefasst.
Chilenischen Frauen darf man oder frau bei der Begrüßung ein (und nur ein!) Küsschen auf die rechte Wange hauchen – egal, ob man sich kennt oder nicht! Bei förmlichen Anlässen oder großem Altersunterschied kann man auch die Hand geben oder beides zugleich. Männer untereinander begrüßen sich mit Handschlag, gute Freunde auch mit Schulterklopfen und Umarmung.
Chile ist ein gut erschlossenes Reiseland. Mit Mietwagen, modernen Überlandbussen und per Flugzeug sind fast alle Teile des Landes erreichbar. Zugverbindungen gibt es von Santiago aus nur in Richtung Süden (bis Chillán). Zu Störungen kann es im Fall von Streiks kommen.
In den Städten gibt es Taxis, private Fahrvermittlungsdienste und in Santiago eine U-Bahn.
Auf den asphaltierten Überlandstraßen und Schotterpisten kommt es vor allem im Norden Chiles immer wieder zu teils schweren Auto- und Busunfällen. Grund sind in der Regel technische Defekte der Fahrzeuge, überhöhte Geschwindigkeit bzw. nicht angepasste Fahrweise und Übermüdung der Fahrer.
In den Wintermonaten von Juni bis August treten in Santiago und anderen größeren Städten im Süden Chiles Umweltprobleme in Verbindung mit erhöhter Schadstoffbelastung der Luft auf. Dabei werden auch regelmäßig Fahrverbote verhängt.
Die entstehenden Gefahren durch die weiten Entfernungen aufgrund der enormen geographischen Nord-Süd-Ausdehnung, das teilweise extreme Klima sowie plötzliche Wetterumschwünge werden häufig unterschätzt.
Grenzgebiete zu den Nachbarstaaten Peru, Bolivien und Argentinien, verschiedene kleinere Inseln in der 12. Region sowie in der 5. Region (Sector San Antonio - Tejas Verdes) sind selbst in der Nähe von Touristenorten und in Naturschutzgebieten zum Teil noch vermint. Auf öffentlichen Straßen und Wegen wurden die Landminen geräumt; Minenfelder abseits sind in der Regel markiert. Die Kennzeichnung der Minenfelder ist allerdings nicht flächendeckend sichergestellt bzw. in unwegsamem Gelände nicht (mehr) vorhanden.
Reisen auf die Osterinsel/Rapa Nui unterliegen besonderen Einreisebestimmungen. Siehe
Für kurzfristige Besuchsaufenthalte von bis zu 90 Tagen wird der deutsche nationale Führerschein anerkannt.
Es gibt zahlreiche Wander- und Trekking- Möglichkeiten. Berg- und Vulkanbesteigungen und Trekking können aber, gerade für unerfahrene Bergsteiger, erhebliche Gefahren bergen; es kommt immer wieder zu Unglücken und auch Todesfällen. Die Vulkane Villarica und Osorno sind für ihre gefährlichen Spalten bekannt.
Örtliche Carabiñeros oder Nationalparkverwaltungen erfragen bei Eintritt in die jeweiligen Parks die ungefähre Route sowie die Dauer der Wanderung, um eventuelle Suchaktionen zu erleichtern.
Der Lago Chungará an der chilenisch-bolivianischen Grenze liegt auf 4.500 m. Von der auf Meereshöhe liegenden Stadt Arica werden Tagesausflüge mit dem Bus angeboten. Der Höhenunterschied, verbunden mit den Anstrengungen der Fahrt, verursacht bei vielen Touristen, v.a. bei älteren Menschen, Höhenkrankheit, die bereits zu Todesfällen geführt hat.
Insgesamt sollte die Höhe, aber auch die Hitze in der Atacama-Wüste nicht unterschätzt werden. Langsame Gewöhnungsphasen und ausreichend Flüssigkeit und Sonnenschutz sind zwingend erforderlich.
In den Bergen können sich zudem die Witterungsverhältnisse sehr rasch ändern.
In den trockenen Wüstengebieten in Nordchile wird es trotz der hohen Tagestemperaturen nachts empfindlich kalt (z. B. bei Ausflügen zum Hochplateau El Tatio bei San Pedro de Atacama).
Drogenkonsum und Drogenhandel werden auch bei kleinen Mengen mit hohen Haftstrafen geahndet.
Bei Unfällen mit Personenschäden ist mit Untersuchungshaft für alle Beteiligten zu rechnen.
Landeswährung ist der Chilenische Peso (CLP). Kreditkarten können grundsätzlich verwendet werden; Einschränkungen für deren Benutzung sind lediglich in kleineren Orten gegeben. Bargeld kann mit Kreditkarte oder Debitkarte (Girocard) an den meisten Geldautomaten abgehoben werden. Daneben kann nahezu flächendeckend bargeldlos bezahlt werden, außer in Regionen mit Funklöchern. Das Preisniveau in Chile ist im Vergleich zu anderen südamerikanischen Ländern relativ hoch; es sollten daher ausreichend Reisemittel eingeplant werden.
Pflichtimpfungen:
Für die direkte Einreise aus Deutschland sind keine Pflichtimpfungen vorgeschrieben.
Reiseimpfungen:
Als Reiseimpfungen werden Impfungen gegen Hepatitis A, nach individueller Indikation auch gegen Denguefieber (nur Osterinseln) und Hepatitis B empfohlen.
Standardimpfungen:
Achten Sie darauf, dass sich bei Ihnen und Ihren Kindern die Standardimpfungen gemäß Impfkalender der auf aktuellem Stand befinden. Insbesondere sollte ein adäquater Impfschutz gegen Masern sichergestellt sein.
Die medizinische Versorgung in Chile ist in großen Städten mit der Versorgung in Deutschland vergleichbar. Auf dem Lande sind die medizinischen Möglichkeiten jedoch vielfach technisch, apparativ und hygienisch problematisch. Planbare Operationen, Eingriffe und Diagnostik sollten in Europa durchgeführt werden.
Auf den Osterinseln besteht ein Risiko für Denguefieber. Im extremen Norden Chiles ist ein Risiko für Denguefieber nicht vollkommen auszuschließen.
Durch Milben übertragenes Fleckfieber (Scrub-Typhus, Buschtyphus) ist aus der Region Los Lagos (insbesondere Insel Chiloé) bekannt. 6 - 21 Tagen nach Milbenkontakt kann Fieber, starkes Krankheitsgefühl und Kopfschmerzen, ein Hautausschlag, Muskelschmerzen und eine Läsion an der Bissstelle auftreten.
Insbesondere durch mangelnde Trinkwasser-, Lebensmittel und Handhygiene können Erkrankungen auftreten, die oft mit Durchfällen einhergehen. Häufig treten unbestimmte Reisedurchfälle auf. Bestimmte Viruserkrankungen der Leber (Virushepatitis A und E) treten auch bei Reisenden auf.
HIV-Infektionen und bestimmte Lebererkrankungen (Virushepatitis B, C und D) können auch durch sexuelle Kontakte übertragen werden. Die Übertragung ist prinzipiell auch durch Drogenkonsum mit unsauberen Spritzen oder Kanülen, Tätowierungen und Bluttransfusionen möglich.
Selten treten Hantavirus-Infektionen und Leptospirose durch Kontakt mit infektiösen Ausscheidungen von Nagetieren auf.
Insbesondere in großen Städten kann es durch Luftverschmutzung zu gesundheitlichen Beschwerden kommen.
Chile ist ein beliebtes Reiseziel für Trekkingtouristen, die in große Höhen aufsteigen. Oft reicht die Zeit nicht für eine stufenweise Höhenanpassung. Verschiedene Formen von akuter Höhenkrankheit sind möglich. Intensive Sonneneinstrahlung, Blendung durch Schnee und Eis, starker Wind, extreme Kälte und unwegsames oder unbekanntes Gelände bergen weitere Risiken für Reisende in großer Höhe. Durch Erdbeben oder anhaltende Niederschläge kann es an gefährdeten Stellen zu Lawinen, Muren und dem Abrutschen ganzer Berghänge kommen.
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- Erkundigen Sie sich vorab bei den Behörden/Botschaften Ihres Reiselandes zu den aktuell geltenden, verbindlichen Einreisebestimmungen sowie bei Ihrem Reiseveranstalter/Ihrer Flug-/Schifffahrts-/Eisenbahngesellschaft nach den geltenden Beförderungsbestimmungen.
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Chile ist ein demokratisch regiertes Land mit einer Präsidialrepublik und gilt grundsätzlich als eines der sichereren Länder in Südamerika. Dennoch ist Chile ein Land mit großen politisch, gesellschaftlich und wirtschaftlich großen Gegensätzen. Soziale Ungleichheiten führen dazu, dass sich die Unzufriedenheit der Bevölkerung auch in öffentlichen Protesten niederschlagen kann. Insbesondere an Tagen mit besonderer nationaler Bedeutung wie dem 29. März, dem 1. Mai, dem 11. September und dem 18. Oktober kann es zu Demonstrationen, Straßenblockaden und Störungen des öffentlichen Nahverkehrs kommen. Demonstrationen sind in der Regel friedlich, in der Vergangenheit kam es aber auch zu teils heftigen Auseinandersetzungen mit der Polizei.
In der Umgebung von Temuco in der 9. Region (Araucanía) und in der 8. Region (Bio Bio) sowie Los Lagos und Los Rios (ca. 500 – 900 km südlich von Santiago), traditionelles Siedlungsgebiet der Mapuche-Gemeinschaften, ist die Sicherheitslage angespannter als im Rest des Landes. Radikale Aktivistengruppen verüben immer wieder Gewaltakte gegen die Holzindustrie, Grundbesitzer, Transportunternehmer, Regierungsvertretungen und Sicherheitskräfte sowie Brandanschläge auf Häuser, Kirchen und Schulen. In diesem Zusammenhang kann es zu Straßensperren und gewalttätigen Übergriffen kommen, bei denen auch Unbeteiligte zu Schaden kommen können.
Kleinkriminalität wie Taschendiebstahl, Rucksack- und Handtaschenraub kommt insbesondere in Santiago-Zentrum oder touristischen Hochburgen wie Valparaíso, Viña del Mar, Calama und San Pedro de Atacama vor; in letzter Zeit vermehrt auch unter Gewaltanwendung. Die Gefahr ist in Armenvierteln und bei Dunkelheit besonders hoch.
Der Einsatz von K.-o.-Tropfen und auch Tricks wie das Überschütten von potentiellen Opfern mit Flüssigkeiten zwecks Ablenkung und Raub finden des Öfteren Anwendung. Auch Betrugsversuche über das Telefon (Scams) und Kreditkartenbetrug sind verbreitet.
Einbrüche in Mietwagen sowie vorgetäuschte oder absichtlich herbeigeführte Schäden z.B. an Reifen und Überfälle auf wartende Fahrzeuge an Kreuzungen und Ampeln kommen ebenfalls vor.
In den Sommermonaten kann es vielerorts zu verheerenden, weitflächigen Busch- und Waldbränden und in Folge dessen zu Beeinträchtigungen im Verkehr, der Stromversorgung und der Kommunikation kommen.
Chile liegt in einer seismisch sehr aktiven Zone, in der immer mit unvorhersehbar einsetzender tektonischer und vulkanischer Aktivität gerechnet werden muss.
Schwerere Erdbeben in der Vergangenheit haben Chile insgesamt sehr gut auf den Ernstfall vorbereitet; Häuser und Hotels in den Innenstädten sind erdbebensicher gebaut. Kleinere Beben sind an der Tagesordnung. Die chilenische Behörde für Geologie und Bergbau beobachtet die vulkanischen Aktivitäten im Land und veröffentlicht auf ihrer Webseite aktuell geltende Warnstufen für einzelne Vulkane. Infolge vulkanischer Aktivitäten sind auch Schmelzwasserabgänge möglich.
Tsunami-Warnungen ist Folge zu leisten; es findet in der Regel eine frühzeitige Warnung mit Evakuierungen der Küstenregionen statt.
Das Klima reicht von Wüstenklima im Norden über mediterranes in der Mitte bis zu gemäßigt-feuchtkaltem Klima im Süden des Landes. In Chile gibt es extreme Wetterbedingungen unterschiedlicher Art und hohe Temperaturschwankungen, auch innerhalb eines Tages. Heftige Regenfälle können in ländlichen Regionen auf ausgetrocknetem Boden zu reißenden Flüssen, Überschwemmungen und Erdrutschen führen.
Insbesondere in den Sommermonaten kann es vielerorts zu zum Teil verheerenden, weitflächigen Busch- und Waldbränden und in Folge dessen zu Beeinträchtigungen im Verkehr, der Stromversorgung und der Kommunikation kommen.
Chile ist ein gut erschlossenes Reiseland. Mit Mietwagen, modernen Überlandbussen und per Flugzeug sind fast alle Teile des Landes erreichbar. Zugverbindungen gibt es von Santiago aus nur in Richtung Süden (bis Chillán). Zu Störungen kann es im Fall von Streiks kommen.
In den Städten gibt es Taxis, private Fahrvermittlungsdienste und in Santiago eine U-Bahn.
Auf den asphaltierten Überlandstraßen und Schotterpisten kommt es vor allem im Norden Chiles immer wieder zu teils schweren Auto- und Busunfällen. Grund sind in der Regel technische Defekte der Fahrzeuge, überhöhte Geschwindigkeit bzw. nicht angepasste Fahrweise und Übermüdung der Fahrer.
In den Wintermonaten von Juni bis August treten in Santiago und anderen größeren Städten im Süden Chiles Umweltprobleme in Verbindung mit erhöhter Schadstoffbelastung der Luft auf. Dabei werden auch regelmäßig Fahrverbote verhängt.
Die entstehenden Gefahren durch die weiten Entfernungen aufgrund der enormen geographischen Nord-Süd-Ausdehnung, das teilweise extreme Klima sowie plötzliche Wetterumschwünge werden häufig unterschätzt.
Grenzgebiete zu den Nachbarstaaten Peru, Bolivien und Argentinien, verschiedene kleinere Inseln in der 12. Region sowie in der 5. Region (Sector San Antonio – Tejas Verdes) sind selbst in der Nähe von Touristenorten und in Naturschutzgebieten zum Teil noch vermint. Auf öffentlichen Straßen und Wegen wurden die Landminen geräumt; Minenfelder abseits sind in der Regel markiert. Die Kennzeichnung der Minenfelder ist allerdings nicht flächendeckend sichergestellt bzw. in unwegsamem Gelände nicht (mehr) vorhanden.
Reisen auf die Osterinsel/Rapa Nui unterliegen besonderen Einreisebestimmungen. Siehe Einreise und Zoll – Visum – Reisen auf die Osterinsel/Rapa Nui.
Für kurzfristige Besuchsaufenthalte von bis zu 90 Tagen wird der deutsche nationale Führerschein anerkannt.
Es gibt zahlreiche Wander- und Trekking- Möglichkeiten. Berg- und Vulkanbesteigungen und Trekking können aber, gerade für unerfahrene Bergsteiger, erhebliche Gefahren bergen; es kommt immer wieder zu Unglücken und auch Todesfällen. Die Vulkane Villarica und Osorno sind für ihre gefährlichen Spalten bekannt.
Örtliche Carabiñeros oder Nationalparkverwaltungen erfragen bei Eintritt in die jeweiligen Parks die ungefähre Route sowie die Dauer der Wanderung, um eventuelle Suchaktionen zu erleichtern.
Der Lago Chungará an der chilenisch-bolivianischen Grenze liegt auf 4.500 m. Von der auf Meereshöhe liegenden Stadt Arica werden Tagesausflüge mit dem Bus angeboten. Der Höhenunterschied, verbunden mit den Anstrengungen der Fahrt, verursacht bei vielen Touristen, v.a. bei älteren Menschen, Höhenkrankheit, die bereits zu Todesfällen geführt hat.
Insgesamt sollte die Höhe, aber auch die Hitze in der Atacama-Wüste nicht unterschätzt werden. Langsame Gewöhnungsphasen und ausreichend Flüssigkeit und Sonnenschutz sind zwingend erforderlich.
In den Bergen können sich zudem die Witterungsverhältnisse sehr rasch ändern.
In den trockenen Wüstengebieten in Nordchile wird es trotz der hohen Tagestemperaturen nachts empfindlich kalt (z. B. bei Ausflügen zum Hochplateau El Tatio bei San Pedro de Atacama).
Drogenkonsum und Drogenhandel werden auch bei kleinen Mengen mit hohen Haftstrafen geahndet.
Bei Unfällen mit Personenschäden ist mit Untersuchungshaft für alle Beteiligten zu rechnen.
Landeswährung ist der Chilenische Peso (CLP). Kreditkarten können grundsätzlich verwendet werden; Einschränkungen für deren Benutzung sind lediglich in kleineren Orten gegeben. Bargeld kann mit Kreditkarte oder Debitkarte (Girocard) an den meisten Geldautomaten abgehoben werden. Daneben kann nahezu flächendeckend bargeldlos bezahlt werden, außer in Regionen mit Funklöchern. Das Preisniveau in Chile ist im Vergleich zu anderen südamerikanischen Ländern relativ hoch; es sollten daher ausreichend Reisemittel eingeplant werden.
Einreise- und Zollbestimmungen für deutsche Staatsangehörige können sich kurzfristig ändern, ohne dass das Auswärtige Amt hiervon vorher unterrichtet wird. Bitte erkundigen Sie sich daher vorab zusätzlich bei den Vertretungen Ihres Ziellandes. Nur dort erhalten Sie rechtsverbindliche Informationen und/oder über diese Hinweise hinausgehende Informationen zu den Einreise- und Zollbestimmungen Ihres Reiselandes. Der deutsche Zoll informiert über die aktuell geltenden Zollbestimmungen bei Einreise nach Deutschland.
Die Einreise ist für deutsche Staatsangehörige mit folgenden Dokumenten möglich:
Anmerkungen:
Reisedokumente müssen zum Zeitpunkt der Einreise noch mindestens sechs Monate gültig sein.
Deutsche Staatsangehörige benötigen für die Einreise und den Aufenthalt von bis zu 90 Tagen kein Visum.
Bei der Einreise wird eine kostenlose „Tarjeta Única Migratoria" als Einreisebeleg ausgestellt, die zu einem Aufenthalt von maximal 90 Tagen berechtigt und das verpflichtende Ausreisedatum nennt. Reisende sollten diesen Einreisebeleg gut aufheben, da er bei Ausreise wieder abgegeben werden muss.
Bei Verlust oder Diebstahl ist vor Ausreise von der „Policía de Investigaciones (PDI)" am Flughafen Santiago, Tel. +56 2 26901781, bei jeder PDI-Dienststelle in anderen Regionen oder über die Webseite der PDI online ein Ersatzbeleg zu beantragen.
Bei einem beabsichtigten Aufenthalt von mehr als 90 Tagen muss ein Visum vor der Einreise online über die Plattform des Servicio Nacional de Migraciones (SERMIG) beantragt werden. Die örtlich zuständigen chilenischen Auslandsvertretungen sind am Visumsverfahren nicht beteiligt.
Für Reisen auf die als Sondergebiet erklärte Osterinsel/Rapa Nui ist vorab ein Einreiseformular auszufüllen. Der maximale Aufenthalt von Touristen oder Gästen darf 30 Tage nicht überschreiten.
Die von der chilenischen Regierung veröffentlichten Einreisebestimmungen finden Sie hier.
Für Reisen mit minderjährigen Kindern gelten in Chile besonders strikte Vorschriften. Auch wenn diese grundsätzlich nur für in Chile lebende Kinder gelten, kommt es regelmäßig auch zu erheblichen Problemen für Reisende aus Deutschland, insbesondere, wenn die Kinder die doppelte Staatsangehörigkeit besitzen oder anderweitig eng mit Chile verbunden sind.
Bei Ein- und Ausreisen ist für allein oder nur mit einem Elternteil reisende minderjährige Kinder eine von einem deutschen oder chilenischen Notar oder einer chilenischen Auslandsvertretung beglaubigte Reisegenehmigung des nicht mitreisenden Elternteils erforderlich. Zur Erteilung der Reisegenehmigung muss neben den gültigen Ausweisdokumenten von Eltern und Kind auch die Geburtsurkunde vorgelegt werden. Die Beglaubigung durch einen deutschen Notar muss zusätzlich mit der Apostille versehen werden.
Die von einer chilenischen Auslandsvertretung beglaubigte Reisegenehmigung muss nach Einreise und vor Ausreise aus Chile zusätzlich vom chilenischen Außenministerium überbeglaubigt werden. Nähere Informationen erteilt die Botschaft der Republik Chile in Berlin.
Devisen dürfen unbegrenzt ein- und ausgeführt werden. Reisende, die Bargeld oder Wertpapiere im Wert von mehr als 10.000 USD mitführen, müssen dies dem Zoll bei Einreise aktiv anzeigen.
Gegenstände, die für den persönlichen Bedarf der Reisenden während der Fahrt und des Aufenthalts bestimmt sind, können zollfrei eingeführt werden.
Ein striktes Einfuhrverbot besteht für frische Nahrungsmittel (Milchprodukte, Obst und Gemüse, Fleisch- und Wurstwaren), Pflanzen sowie Waffen, Drogen und pornographisches Material. Verstöße (z.B. auch der versehentlich nicht deklarierte Apfel im Handgepäck) werden mit hohen Bußgeldern und in schwerwiegenden Fällen auch mit Inhaftierung geahndet. Grundsätzlich sollten alle mitgeführten Lebensmittel, auch wenn diese noch original verpackt sind (wie z.B. Nüsse), auf der bei Einreise abzugebenden eidesstattlichen Versicherung angegeben werden. Diese kann auch digital erfolgen und ist kostenlos.
Detaillierte Einfuhrbestimmungen bietet der zuständige Servicio Agrícola y Ganadero.
Für im persönlichen Gepäck mitgeführte (grundsätzlich anmeldepflichtige) Neuwaren gilt im Allgemeinen als obere Wertgrenze 500 USD. Darüber hinaus muss eine Zollerklärung abgegeben und ggf. Zoll bezahlt werden.
Für Ausländer, die mit einem von einer chilenischen Auslandsvertretung ausgestellten Visum nach Chile einreisen, gelten besondere Zollerleichterungen.
Grundsätzlich ist für Reisen nach Chile mit bestimmten Haustieren (Hunde, Katzen, Frettchen) der EU-Heimtierausweis einschließlich des Impfnachweises des Tieres gegen Tollwut für die vorübergehende Einfuhr nach Chile geeignet und ausreichend.
Einen Musterausweis sowie weitergehende Informationen bietet das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft.
Weiterreichende Informationen erteilen der chilenische Servicio Agrícola y Ganadero (SAG) sowie die örtlich zuständigen chilenischen Auslandsvertretungen.
Pflichtimpfungen:
Für die direkte Einreise aus Deutschland sind keine Pflichtimpfungen vorgeschrieben.
Reiseimpfungen:
Als Reiseimpfungen werden Impfungen gegen Hepatitis A, nach individueller Indikation auch gegen Denguefieber (nur Osterinseln) und Hepatitis B empfohlen.
Standardimpfungen:
Achten Sie darauf, dass sich bei Ihnen und Ihren Kindern die Standardimpfungen gemäß Impfkalender der STIKO auf aktuellem Stand befinden. Insbesondere sollte ein adäquater Impfschutz gegen Masern sichergestellt sein.
Die medizinische Versorgung in Chile ist in großen Städten mit der Versorgung in Deutschland vergleichbar. Auf dem Lande sind die medizinischen Möglichkeiten jedoch vielfach technisch, apparativ und hygienisch problematisch. Planbare Operationen, Eingriffe und Diagnostik sollten in Europa durchgeführt werden.
Auf den Osterinseln besteht ein Risiko für Denguefieber. Im extremen Norden Chiles ist ein Risiko für Denguefieber nicht vollkommen auszuschließen.
Durch Milben übertragenes Fleckfieber (Scrub-Typhus, Buschtyphus) ist aus der Region Los Lagos (insbesondere Insel Chiloé) bekannt. 6 – 21 Tagen nach Milbenkontakt kann Fieber, starkes Krankheitsgefühl und Kopfschmerzen, ein Hautausschlag, Muskelschmerzen und eine Läsion an der Bissstelle auftreten.
Insbesondere durch mangelnde Trinkwasser-, Lebensmittel und Handhygiene können Erkrankungen auftreten, die oft mit Durchfällen einhergehen. Häufig treten unbestimmte Reisedurchfälle auf. Bestimmte Viruserkrankungen der Leber (Virushepatitis A und E) treten auch bei Reisenden auf.
HIV-Infektionen und bestimmte Lebererkrankungen (Virushepatitis B, C und D) können auch durch sexuelle Kontakte übertragen werden. Die Übertragung ist prinzipiell auch durch Drogenkonsum mit unsauberen Spritzen oder Kanülen, Tätowierungen und Bluttransfusionen möglich.
Selten treten Hantavirus-Infektionen und Leptospirose durch Kontakt mit infektiösen Ausscheidungen von Nagetieren auf.
Insbesondere in großen Städten kann es durch Luftverschmutzung zu gesundheitlichen Beschwerden kommen.
Chile ist ein beliebtes Reiseziel für Trekkingtouristen, die in große Höhen aufsteigen. Oft reicht die Zeit nicht für eine stufenweise Höhenanpassung. Verschiedene Formen von akuter Höhenkrankheit sind möglich. Intensive Sonneneinstrahlung, Blendung durch Schnee und Eis, starker Wind, extreme Kälte und unwegsames oder unbekanntes Gelände bergen weitere Risiken für Reisende in großer Höhe. Durch Erdbeben oder anhaltende Niederschläge kann es an gefährdeten Stellen zu Lawinen, Muren und dem Abrutschen ganzer Berghänge kommen.
Hier finden Sie Adressen zuständiger diplomatischer Vertretungen und Informationen zur Politik und zu den bilateralen Beziehungen mit Deutschland.
Weitere wichtige Hinweise für Ihre Reise
Die medizinische Versorgung im Lande ist nur in großen Städten direkt mit Europa zu vergleichen. Sie ist vielfach technisch, apparativ und/ oder hygienisch problematisch. Oft fehlen auch europäisch ausgebildete Englisch / Französisch sprechende Ärzte.
Eine individuelle Reiseapotheke sollte mitgenommen und unterwegs den Temperaturen entsprechend geschützt werden.
Der Abschluss einer Reisekrankenversicherung und Reiserückholversicherung wird dringend empfohlen.
Wasser sollte generell vor der Benutzung zum Trinken, Zähneputzen und zur Eiswürfelbereitung entweder abgekocht oder anderweitig sterilisiert werden oder abgepackt gekauft werden. Beim Kauf von abgepacktem Wasser sollte darauf geachtet werden, dass die Original-Verpackung nicht angebrochen ist. Milchpulver nur mit keimfreiem Wasser anrühren. Fleisch- und Fischgerichte nur gut durchgekocht und heiß serviert essen. Der Genuss von unzureichend gegartem Schweinefleisch (Trichinose-Gefahr insbesondere im Süden des Landes), rohen Salaten und Mayonnaise sollte vermieden werden. Gemüse sollte gekocht und Obst geschält werden. Vor dem Verzehr von Lebensmitteln aus billigen Straßenrestaurants und von Märkten wird gewarnt. Aufgrund einer überdurchschnittlich hohen Zahl von Erkrankungen nach dem Verzehr von Meeresfrüchten in den letzten Monaten wird empfohlen, besondere Vorsicht walten zu lassen und möglichst vom Genuss roher Meeresfrüchte abzusehen.
Eine Cholera-Schutzimpfung ist keine Einreisebedingung, das Risiko einer Infektion besteht jedoch landesweit. Um sich zu schützen sollte man eine sorgfältige Trinkwasser- und Lebensmittelhygiene anwenden. Da die Wirksamkeit der Schutzimpfung umstritten ist, empfiehlt es sich, rechtzeitig vor Antritt der Reise ärztlichen Rat einzuholen.
| Titel | Besondere Vorsichtsmaßnahmen | Gesundheitszeugnis erforderlich |
|---|---|---|
| Hepatitis A und B | 2 | - |
| Tollwut | 3 | - |
| Dengue-Fieber | 1 | - |
[1] Das durch Stechmücken übertragene Dengue-Fieber kommt landesweit vor. Es empfiehlt sich ein wirksamer Insektenschutz. Bei längerem Aufenthalt oder besonderer Exposition empfiehlt sich eine Impfung gegen Dengue-Fieber.
[2] Hepatitis A und Hepatitis B kommen vor. Eine Hepatitis A-Schutzimpfung wird generell empfohlen. Die Impfung gegen Hepatitis B sollte bei längerem Aufenthalt und engem Kontakt zur einheimischen Bevölkerung sowie allgemein bei Kindern und Jugendlichen erfolgen.
[3] Tollwut kommt landesweit vor. Überträger sind u.a. Hunde, Katzen, Waldtiere und Fledermäuse. Für Rucksackreisende, Kinder, berufliche Risikogruppen und bei längeren Aufenthalten wird eine Impfung empfohlen. Bei Bisswunden so schnell wie möglich ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen.
Die vom Robert-Koch-Institut empfohlenen Standardimpfungen für Kinder und Erwachsene (u.a. gegen Tetanus, Diphtherie, Pertussis (Keuchhusten), Mumps, Masern, Röteln, Pneumokokken, Poliomyelitis und Influenza) sollten vor der Reise ggf. aufgefrischt werden.
Es werden vermehrt Hantavirus-Infektionen gemeldet, die ein hämorrhagisches Fieber auslösen können. Bei Rucksackreisen mit Campen im Freien oder in ähnlichen Situationen sollten sich Reisende von Nagetieren fernhalten und eine sorgfältige Lebensmittelhygiene durchführen.
Chagas-Erkrankungen werden durch Raubwanzen, die in den Slums vor allem im Norden und den zentralen Gebieten des Landes und vorkommen, herbeigeführt. Reisenden, die in einfachen Hütten und im Freien übernachten, empfiehlt sich ein Insektenschutz mit Moskitonetzen.
HIV/Aids ist weit verbreitet und eine große Gefahr für alle, die Infektionsrisiken eingehen: Ungeschützte Sexualkontakte, unsaubere Spritzen oder Kanülen und Bluttransfusionen können ein erhebliches Gesundheitsrisiko bergen.
| Titel | Pass erforderlich | Visum erforderlich | Rückflugticket erforderlich |
|---|---|---|---|
| Türkei | Ja | Nein | Ja |
| Andere EU-Länder | Ja | Nein | Ja |
| Schweiz | Ja | Nein | Ja |
| Österreich | Ja | Nein | Ja |
| Deutschland | Ja | Nein | Ja |
Da sich Bestimmungen oft kurzfristig ändern, sollte man sich bei der zuständigen Botschaft nach den neuesten Regelungen erkundigen.
Pass- und Visabestimmungen können sich ändern, und Fluggesellschaften können unterschiedliche Anforderungen stellen. Die Angaben sind zum Zeitpunkt der Veröffentlichung korrekt. Reisende sollten sich vor der Abreise bei der zuständigen Botschaft informieren, besonders bei einem Transit über ein Drittland. Für Unannehmlichkeiten oder Verluste, die durch Änderungen dieser Bestimmungen entstehen, übernehmen wir keine Haftung.
Eine Genehmigung für einen vorübergehenden Aufenthalt (ehemaliges Touristen-Visum) ist allgemein erforderlich, ausgenommen sind u.a. Staatsbürger der folgenden, in der obigen Tabelle genannten Länder für touristische Aufenthalte und Besuchsreisen von bis zu 90 Tagen innerhalb eines Zeitraums von 6 Monaten, sofern nicht anders angegeben:
(a) Deutschland, Österreich und alle anderen EU-Länder;
(b) Schweiz und
(c) Türkei.
Bei Einreise erhalten Touristen kostenlos eine "Tarjeta Única Migratoria" (Einreisebeleg), die bei der Ausreise wieder vorgelegt werden muss. Bei Verlust muss bei der "Policía Internacional" in Santiago, Morandé 672, (Tel. +56 2 26 80 91 10), oder am Flughafen, (Tel. +56 2 26 90 17 81) bzw. in anderen Regionen von der "Policía de Investigaciones" ein Doppel angefordert werden.
Deutsche: Elektronischer Reisepass für Personen unter 24 Jahren oder noch gültiger maschinenlesbarer Kinderreisepass (dieser wird seit dem 1.1.2024 nicht mehr ausgestellt; bereits vorhandene Kinderreisepässe können bis zum Ablauf ihrer Gültigkeit entsprechend der Einreisebestimmungen der einzelnen Länder genutzt werden). Der Kinderreisepass wird offiziel nicht anerkannt, er wird jedoch in der Praxis für die Einreise nach Chile akzeptiert.
Österreicher: Eigener Reisepass.
Schweizer: Eigener Reisepass.
Türken: Eigener Reisepass.
Anmerkung: Für die Kinder gelten jeweils die gleichen Visumbestimmungen wie für ihre Eltern.
Achtung: Ausländische Minderjährige bis zum vollendeten 18. Lebensjahr, die alleine reisen und sich länger als 90 Tage in Chile aufhalten, müssen eine entsprechende Genehmigung ihrer Erziehungsberechtigten mit sich führen. Chilenische Minderjährige benötigen die Reiseerlaubnis ihrer Sorgeberechtigten für die Ausreise aus Chile. Die in spanischer Sprache verfasste Erklärung muss von einer chilenischen Auslandsvertretung (Botschaft oder Generalkonsulat) oder von einem Notar beglaubigt sein. Erziehungsberechtigte, die alleine mit minderjährigen Kinder reisen, müssen eine entsprechende Genehmigung des zweiten Erziehungsberechtigten sowie eine Geburtsurkunde des Kindes und gültige Ausweisdokumente der Eltern mit sich führen.
Diejenigen, die z. B. alleiniges Sorgerecht haben bzw. verwitwet sind oder adoptiert haben, müssen ebenfalls eine Bescheinigung mitführen. Eine minderjährige Person, die bei Einreise nach Chile von den Erziehungsberechtigten begleitet wird, jedoch nicht in deren Begleitung ausreisen soll, benötigt eine Einverständniserklärung in der oben beschriebenen Form zur Ausreise aus Chile. Für alle Fälle sind alle Dokumente ins Spanische zu übersetzen, damit es bei den Einreiseformalitäten keine Probleme gibt. Von einem deutschen Notar beglaubigte Dokumente müssen zusätzlich mit einer Apostille versehen sein.
Für Katzen, Hunde und Frettchen wird ein Gesundheitszeugnis vom Amtstierarzt des Herkunftlands benötigt, das höchstens 10 Tage vor Abreise ausgestellt wurde (bei Anreise über die USA: höchstens 15 Tage) und ins Spansiche übersetzt wurde. Zusätzlich wird für Katzen und Hunde ein Zertifikat über eine Tollwutimpfung verlangt, die mindestens 30 Tage und maximal 12 Monate vor der Ankunft durchgeführt wurde, sowie der Nachweis einer Behandlung gegen interne und externe Parasiten. Ansteckende Krankheiten müssen in dem Gesundheitszeugnis beim einzelnen als ausgeschlossen vermerkt sein. Weibliche und männliche Frettchen müssen kastriert sein.
Anmerkung: Die Einfuhr von Papageien ist verboten.
Ca. 4-6 Wochen.
I.d.R. bis zu 1 Jahr (Arbeitsvisum bis zu 2 Jahren). Die Einreise muss innerhalb von 90 Tagen nach Ausstellung des Visums erfolgen.
Aufgrund eines neuen Gesetzes kann die Aufenthaltsverlängerungen nicht mehr in Chile beantragt werden, sondern nur vor dem Aufenthalt in Chile vom Ausland aus beim Servicio Nacional de Migraciones. Nähere Informationen dazu sind von den zuständigen diplomatischen Vertretungen erhältlich.
Ansonsten visumpflichtige Reisende, die mit dem nächsten Anschluss innerhalb von 24 Stunden weiterfliegen, über gültige Dokumente für die Weiterreise verfügen und den Transitraum nicht verlassen, benötigen kein Transitvisum.
Touristen-, Arbeits-, Studenten- und Aufenthaltsvisum. Wer in Chile arbeiten oder studieren möchte, braucht eine besondere Genehmigung. Besucher aus Ländern, die keine diplomatischen Beziehungen mit Chile unterhalten, benötigen Aufenthaltsvisa.
Touristenvisum (mit einmaliger oder mehrfacher Einreise):
(a) ein ausgefülltes Antragsformular.
1 Chilenischer Peso = 100 Centavos (spielen in der Praxis keine Rolle). Währungskürzel: Chil$, CLP (ISO-Code). Banknoten gibt es im Wert von 20.000, 10.000, 5.000, 2.000 und 1.000 Chil$; Münzen in den Nennwerten 500, 100, 50, 10, 5 und 1 Chil$.
Keine Beschränkungen bei Ein- und Ausfuhr von Landes- und Fremdwährung, Deklarationspflicht bei Ein-und Ausfuhr von Zahlungsmitteln ab einem Gegenwert von 10.000 US$. Für die Einfuhr von Zahlungsmitteln kann kurz vor der Einreise eine Online-Einfuhrerklärung abgegeben werden.
Diners Club, Visa, American Express und Mastercard werden am häufigsten akzeptiert. Von kleineren Ortschaften abgesehen werden Kreditkarten akzeptiert. Einzelheiten vom Aussteller der betreffenden Kreditkarte.
Mo-Fr 09.00-14.00 Uhr, teils auch 15.00-18.00 Uhr.
Folgende Artikel können zollfrei nach Chile eingeführt werden:
400 Zigaretten (Personen ab 18 J.);
2,5 l Spirituosen (Personen ab 18 J.);
Geschenke bis zu einem Wert von 300 US$ (Reisende über 14 J.;
2 Handys;
1 Fotokamera;
In Duty-free-Shops auf chilenischen Flughäfen erworbene Artikel bis zu einem Wert von ca. 675 US$.
Für persönliche Gegenstände bis zu einem Wert von 3.000 US-Dollar und Gegenstände mit kommerziellem Charakter bis zu einem Wert von 1.000 US-Dollar besteht Zollpflicht. Bei Überschreitungen dieser Grenzwerte sind Importeure verpflichtet, die Dienste von Zollbehörden in Anspruch zu nehmen.
Pornographische Erzeugnisse, Drogen, Waffen, frische Lebensmittel (Obst, Gemüse, Fleisch und Fleischerzeugnisse (z.B. Wurstwaren), Milch und Milchprodukte), Pflanzen, Pflanzenteile und Saatgut dürfen nicht eingeführt werden. Für die Einfuhr von Lebensmitteln pflanzlichen oder tierischen Ursprungs muss eine eidesstattliche Versicherung abgegeben werden. Dies kann online erfolgen.
Verstöße (auch ein versehentlich nicht deklarierter Apfel im Handgepäck) werden mit hohen Geldbußen und auch mit Inhaftierung geahndet.
Copyright und Haftungsausschluss