| Ländername | Staat Israel |
| Beste Reisezeit | Juni, Juli |
| Fläche | 20.770 km2 |
| Hauptstadt | Jerusalem |
| Bevölkerung | 9.840.000 |
| Sprache | Hebräisch |
| Staats-/Regierungsform | Parlamentarische Demokratie; keine schriftliche Verfassung, aber einzelne Grundgesetze |
| Staatsoberhaupt | Itzchak Herzog (Awoda), Präsident des Staates Israel, Amtsantritt 07.07.2021 |
| Regierungschef | Benjamin Netanjahu (Likud), Premierminister des Staates Israel, Amtsantritt 29.12.2022 |
| Außenminister | Gideon Sa'ar (Neue Hoffnung), Amtsantritt 05.11.2024 |
| Währung | Schekel |
| Zeitzone | UTC+3, UTC+2, Asien/Jerusalem |
| Reiseadapter | C, H |
| Kfz-Länderkennzeichen | IL |
| ISO-3166 | IL, ISR |
| Landesvorwahl | +972 |
| Website | https://www.gov.il/ |
| Reisepass & Visum | Notwendig |
| Geeignet für | Kultur, Outdoor, Meer, Feiern |
| 1500 v. Chr. | Hirtenstämme wandern aus Mesopotamien (heute Irak) nach Palästina ein |
| 957 v. Chr. | König Salomon errichtet den Ersten Tempel in Jerusalem |
| 587 v. Chr. | König Nebukadnezar II. zerstört den Ersten Tempel, ju"dische Diaspora beginnt |
| 1099–1187 | Die Kreuzritter missionieren, plu"ndern, bauen Festungen |
| 1516–1917 | Osmanische Herrschaft |
| 1897 | Theodor Herzl beruft ersten Zionistenkongress in Basel ein |
| 1947 | UN-Teilungsplan f. Palästina |
| 1948 | Gru"ndung des Staates Israel |
| 1967 | Israel erobert Golan-Höhen, Westbank sowie den Sinai |
| 1987/2001 | 1. und 2. Intifada |
| 2005–2014 | Kriege im Gaza-Streifen |
| 2018 | USA erkennen Jerusalem als offizielle Hauptstadt Israels an |
| 2020/21 | Israel impft in der Corona-Pandemie große Teile der Bevölkerung weltweit am schnellsten |
| Juni 2021 | Benjamin Netanyahu wird nach 15 Jahren als Premierminister von Naftali Bennett abgelöst |
Daniel Frish St. 3 | Tel Aviv | Tel. 03 6 93 13-13 | tel-aviv.diplo.de
Hanassi Ave. 98 | Haifa | Tel. 04 8 38 14 08 | haifa@hk-diplo.de
Neviot St. 5 | Eilat | Tel. 08 6 37 51 53 | eilat@hk-diplo.de
Mo–Fr 9–12 Uhr | Berlin St. 13 | Ramallah | Tel. 02 2 97 76 30 | ramallah.diplo.de
Sason Hogi Tower | Abba Hillel St. 12 | Ramat Gan | Tel. 03 6 12 09 24 | bmeia.gv.at/botschaft/Tel-Aviv
Hayarkon St. 228 | Tel Aviv | Tel. 03 5 46 44 55 | eda.admin.ch/telaviv
Polizei: Tel. 1 00; Magen David Adom (Rotes Kreuz): Tel. 1 01; Feuerwehr: Tel. 1 02
Die WLAN-Ausstattung in Israel ist gut. Fast alle Hotels, christliche Hospize und Jugendherbergen bieten ihren Gästen Zugang zum Internet.
In Tel Aviv gibt es fast u"berall ein offenes City-WLAN-Netz – sogar am Strand; auch am Ben-Gurion-Flughafen kann man sich kostenlos einloggen. In den Städten hat fast jedes Café einen Internetzugang.
Ein weißer Hirsch auf rotem Grund ist das Kennzeichen der Postämter. Geöffnet sind sie So bis Do von 8.30 bis 12.30 u. 15.30 bis 18 Uhr, Fr 8.30 bis 12.30 Uhr. Postkarten nach Europa kosten 7,40 NIS, Briefe ebenfalls ab 7,40 NIS.
Deutsche Mobiltelefone funktionieren im ganzen Land. Wenn du länger bleibst, lohnt sich eine israelische Sim-Karte. Die Schalter der verschiedenen Mobilanbieter liegen in der Ankunftshalle des Ben-Gurion-Flughafens oder auf der Allenby Steet in Tel Aviv.
Ländervorwahlen: Deutschland 0049, Österreich 0043, Schweiz 0041, Israel 00972, palästinenische Gebiete 00970
Innerhalb Israels wird bei nationalem Anruf in eine andere Region/Stadt die 0 der Vorwahl vor der Festnetznummer mitgewählt. Von Deutschland aus entfällt nach der Landesvorwahl die 0.
Von den rund zwei Dutzend israelischen Zeitungen sind die „Jerusalem Post“ (konservativ) und „Ha’aretz“ (linksliberal) die einzigen Tageszeitungen, die in Englisch erscheinen. Ha’aretz ist die einzige regierungskritische Zeitung; ihr liegt eine Beilage der US-amerikanischen „International Herald Tribune“ bei.
Purim: Karneval anlässl. der Rettung der persischen Juden. Mit Straßenpartys
Pessach (Passah, Passover): Erinnerung an den Auszug aus Ägypten. Außer Mazzen gibt es in dieser Zeit keine Backwaren!
Yom Ha Shoa Holocaust-Gedenktag
Yom Ha Atzmaut: Der Tag, an dem am 14. Mai 1948 die Unabhängigkeit des Staates Israel ausgerufen wurde. Vor allem auf dem Rabin Square in Tel Aviv geht es hoch her.
Midburn, midburn.org/en: Ende Mai treffen sich ca. 8000 Menschen in der Wu"ste, um nach den Regeln des legendären Festivals Burning Man aus den USA zu feiern.
Shavout: An diesem Taghat Gott den Kindern Israels die Zehn Gebote gegeben.
Israel Festival, israel-festival.org.il: Drei Wochen im Mai und Juni gastieren ausländische Theater-, Tanz- und Musikensembles.
Jerusalem Wine Festival, imj.org.il: Vier Tage werden die besten Weine des Landes prämiert.
Rosh Ha Shanah: Ju"disches Neujahr, (Septe. 2020–Sept.2021 = Jahr 5781.)
Yom Kippur: Der Tag der Versöhnung. Religiöse Juden fasten; die anderen genießen die Stille – an diesem Tag geht nichts.
Sukkoth: In Erinnerung an den Exodus wohnen Juden in Hu"tten aus Palmwedeln.
Chanukkah: Lichterfest zur Erinnerung an Judas Makkabäus. 8 Tage lang wird jeden Tag eine Kerze angesteckt.
Die Straßen sind gut ausgebaut, das Straßennetz im Land ist sehr dicht. Es bestehen Anschnallpflicht und Tempolimits (50 km/h in Ortschaften, 80 km/h auf Landstraßen, 90 km/h auf Autobahnen). Die Promillegrenze liegt bei 0,0. Straßen- und Hinweisschilder sind meist dreisprachig. Anhalten und parken ist an den blau-weißen Bordsteinmarkierungen erlaubt, an den rot-weißen verboten, an den gelb-roten wird sofort abgeschleppt. Pannen- und Abschleppdienst leistet der israelische Automobilclub MEMSI (Zentrale: Memsi House | Harakevit St. 20 | Tel Aviv | Tel. 03 5 64 11 11 | memsi.co.il).
Zu"ge fahren von Tel Aviv entlang der Ku"ste nach Norden u"ber Haifa nach Akko bzw. nach Su"den bis Ashdod. Man gelangt auch von Tel Aviv in den Negev bis Beersheva und Dimona. Zudem gibt es eine Strecke zwischen Jerusalem und Tel Aviv – ein topmoderner Expresszug (Fahrpläne und Preise: unter rail.co.il) bringt dich durch das ju"däische Bergland und macht die Fahrt nach Jerusalem zum Erlebnis, denn dabei u"berwindest du 800 Höhenmeter ganz ohne Stau. Vom Flughafen nach Tel Aviv kostet die Zugfahrt ca. 16 NIS und dauert 10 Min., nach Jerusalem ca. 25 NIS u. 25 Min.
Busse sind das meistbenutzte und billigste Verkehrsmittel (eine Fahrt von Tel Aviv zum Ben-Gurion-Flughafen kostet ca. 10 NIS/40 Min., nach Jerusalem ca. 10 NIS/1 Std.). Alle wichtigen Ortschaften werden von den gru"nen Egged-Bussen (Petah Tikya | Bareket St. 4 | Tel Aviv | Tel. 03 6 94 88 88 | egged.co.il) angefahren. Die fu"r Tel Aviv zuständige Kooperative heißt Dan (Tel. 03 63 94 44 | dan.co.il | 1 Fahrt in der Innenstadt: 5,90 NIS). Mit wenigen Ausnahmen verkehren die Busse von 5 bis 23.30 Uhr (außer am Shabbat!). Infos in allen zentralen Busbahnhöfen (hebr. Tahanat Merkasit).
Lediglich fu"r Zu"ge kann man nach wie vor normale Tickets kaufen; fu"r den Bus jedoch gilt die RavKav-Karte, mit der man bequem durchs ganze Land fährt. Sie kann in jedem Bus oder an jeder Station mit beliebig viel Guthaben aufgeladen werden (plus 5 NIS fu"r die Karte selbst). Erhältlich ist sie an jeder größeren Station, in Bussen oder AM/PM-Supermärkten.
Taxis sind in Israel so teuer wie in Deutschland. Städtische Taxis haben Taxameter, deren Gebrauch Pflicht ist. Schlägt der Fahrer vor, diesen auszuschalten, ist es meist nicht zu deinem Vorteil. Trinkgeld wird angenommen, ist aber nicht nötig. Mit der Smartphone-App GETT Taxi bestellt man bequem mit einem Klick und kann digital bezahlen. Überlandstrecken haben feste Tarife, die Fahrer besitzen Preislisten – z. B. kostet eine Fahrt vom Ben-Gurion-Flughafen nach Tel Aviv ca. 120–150 NIS (je nach Gepäck) und dauert 30 Min., nach Jerusalem ca. 230 NIS und 40 Min. Die gelben Sherut-Taxis verkehren innerhalb und zwischen den wichtigsten Städten – vor allem am Shabbat sind sie Überlebensretter. Sie fahren erst los, wenn genu"gend Fahrgäste Platz genommen haben, und lassen dich an deinem Wunschhalt raus. Bei Überlandstrecken fahren sie von den zentralen Busbahnhöfen ab.
Die Bewohner, Köche und Genießer des Landes mischen gerne die Traditionen ihrer Vorfahren und Nachbarn. Europäische Juden machen Gemu"seeintöpfe, bei den jemenitischen Einwohnern wird jedes Gericht in Öl geschwenkt, und bei McDonald’s gibt es koschere Maxi-Menu"s.
Man speist französisch, marokkanisch oder österreichisch, russisch, ungarisch oder polnisch, und u"berall gesellen sich orientalischer Einfluss und eine Prise Kreuzku"mmel hinzu. Auf die arabische Ku"che in guten Restaurants in Ostjerusalem und in allen anderen größeren Städten muss man heute nicht mehr verzichten. Israelische Palästinenser oder aus arabischen Ländern eingewanderte Juden haben ihre Kochku"nste glu"cklicherweise bewahrt.
Das gemeinsame Essen ist zentraler Baustein der Kultur, und man hält immer und u"berall an, um noch kurz Hummus zu tanken. Denn die Kirchererbsenpaste lieben alle Israelis gleichermaßen. „Wo gibt es den besten Hummus?“, ist ein wunderbarer Eisbrecher fu"r jede Gesprächssituation – und kann fu"r minutenlange Diskussionen sorgen. Zum Hummus gibt es viele Kleinigkeiten zum Naschen und Wu"rzen wie z. B. Zwiebeln, Oliven, eingelegtes Gemu"se, Zitronensaft, gehackten Knoblauch, Harif (gru"ne Chilipaste) sowie Zhoug (Chili mit Petersilie und Koriander).
Das israelische Fru"hstu"ck ist u"ppig und nicht unbedingt su"ß: Hier regieren Feta und Oliven, Tahin und Salat, Fru"chte und auf verschiedene Arten zubereitete Eier. Fu"r Vegetarier ist das Leben in Israel ein Genuss. Das Gemu"se ist immer frisch und auf dem Markt in Hu"lle und Fu"lle vorhanden.
Viele biblische Speisen haben in Israel ihre Bedeutung bis heute behalten. Das runde Rosh-Ha-Shanah-Brot symbolisiert Glu"ck, das Shabbat-Brot ist geflochten, die Größe der Challah-Brote hängt vom jeweiligen Feiertag ab. Pittah-Brot aus Weizenmehl, Salz, Hefe und etwas Öl begleitet viele Gerichte.
Was fälschlicherweise mit der ju"dischen Ku"che in Zusammenhang gebracht wird und als Begriff auf jeder Speisekarte Jerusalems auftaucht, ist das Schlu"sselwort koscher. Auf Hebräisch bedeutet es rein und sauber, und das biblische Regelwerk erlaubt und definiert, ob die Zutaten der Speisen und ihre Zubereitung den religiösen Vorstellungen des Alten Testaments entsprechen. Erlaubt ist nach Mose das Fleisch jener Tiere, die „ganz durchgespaltene Klauen haben“ und zugleich „widerkauen“, also Ziegen, Rinder und Schafe. Schweine und Kamele erfu"llen diese Bedingungen nicht. Als einzige Schlachtform ist das Schächten erlaubt, das Ausblutenlassen des toten Tiers.
Als unrein gelten Kaninchen, wild lebende Vögel und Meerestiere, „die weder Schuppen noch Kiemen haben“. Hummer, Muscheln, Krabben oder Aal stehen deshalb auf keiner koscheren Speisekarte. Vergebens wirst du in einem koscheren Restaurant auch Fleisch mit einer Sahnesauce suchen, denn die ju"dischen Essensregeln (Kaschrut) verlangen die strikte Trennung von Fleisch und Milch. Sogar ein zeitlicher Abstand von mindestens sechs Stunden ist zwischen dem Verzehr von Fleisch und Milch einzuhalten. Nach einem Fleischmenu" Kaffee mit Milch zu trinken, verstößt damit gegen das Reinheitsgebot. Um ganz sicher zu gehen, haben koschere Restaurants und strenggläubige Familien sogar zwei getrennte Ku"chen. Traditionelle Essensvorschriften und moderne Ku"che mu"ssen jedoch kein Widerspruch sein. Das zeigen viele gute Restaurants, die Hervorragendes nach den Geboten zaubern.
Die Israelis mögen Fisch, abgeschmeckt mit Knoblauch, Zitronensaft und Paprika, und sie grillen ihn gern auf Holzkohle. Israel deckt seinen Bedarf durch Ku"sten- und Hochseefischerei im Mittelmeer oder aus Zuchtteichen. Selbst der beru"hmte St.-Peter-Fisch, der heute rund um den See Genezareth angeboten wird, weil Petrus und die anderen Ju"nger hier einst ihre Netze auswarfen, stammt nur zum Teil aus diesem See.
Das wohl bekannteste aller ju"dischen Fischgerichte ist der Gefillte Fisch – eine undefinierbare, zusammengepresste Fischmasse. Das Gericht stammt wohl aus Polen. Polnische Juden pflegten seit Jahrhunderten gekochten – und deshalb oft zerfallenen – Fisch zur Stabilisierung mit einer gelatineartigen Sauce aus Zucker und Mandeln zu bedecken.
Es ist das Verdienst der Rothschilds, dass man heute in Israel vorzu"gliche einheimische Weine trinken kann. 1886 schenkte Baron Edmond zionistischen Siedlern, die sich an den Westhängen des Carmel-Gebirges niedergelassen hatten, mehrere Weinpressen. Weil hier Klima und Böden stimmen, konnten Juden nach 2000 Jahren im Gelobten Land wieder koschere Weine fu"r ihre religiösen Feiern herstellen. Heute ist die Carmel Winery im Zikron Yaakov unter den mehr als 200 Winzerbetrieben die größte in Israel. Nicht nur in den Bergen Galiläas und auf den von Israel annektierten (syrischen) Golan-Höhen wird Wein angebaut – gerade der Negev hat sich zu einer erstklassigen Weingegend inklusive Weinroute gemausert. Fu"r den Restaurantbesuch reicht informelle Kleidung, selbst in den feinen Restaurants. Es gilt ein allgemeines Rauchverbot in allen Restaurants.
In Israel ist Trinkgeld eine Selbstverständlichkeit. Nicht immer wird es in einer Restaurantrechnung aufgefu"hrt. Wenn kein Trinkgeld im Preis eingeschlossen ist, wird es erwartet. 10 bis 15 Prozent sind angemessen.
Die Wahrheit tut manchmal weh. Aber so ist es nun mal: Israel ist teuer. Hohe Steuern und Importzölle treiben die Preise vieler Waren in die Höhe. Mit den Nachbarn wird selten Handel betrieben. In Tel Aviv kauft man zwar am besten, aber dafu"r auch am teuersten ein; sogar die Bazare liegen hier u"ber dem Preisniveau der anderen Städte.
Schon Kleopatra soll vor mehr als zweitausend Jahren im Toten Meer fu"r ihre Schönheit geplanscht haben. Und sogar der Schlamm ist gesunde Kosmetik! Am besten buddelst du ein bisschen, birgst das schwarze Nass mit den Händen aus den Löchern in der Tiefe und reibst dich ein. Solltest du das hohe Gut als Schönheitssouvenir mitbringen wollen, bietet sich Ahava (ahava.com) im Kibbuz Mizpe Shalem an.
In Jerusalem und rund um den See Genezareth gibt es das größte Angebot an bibelbezogenen Souvenirs des Landes. Aber nicht nur die Christen verkaufen ihre Kreuze als Devotionalien – sogenannte Judaica gibt es an jeder Ecke. Dazu zählen Davidstern- Kettenanhänger und Shabbat- Kerzenhalter.
Der Stil der 80er- und 90er-Jahre, dazu eine Prise Bohème, Farbenmut der Tranceszene und orientalische Stickereien – die israelische Mode ist ein Mix. Wie die Kleidung von Helena Blaunstein alias Frau Blau (Hahashmal 8) oder Mizo (Shabazi St. 51 | mizo.co.il) in Tel Aviv. In der Modest Fashion nehmen sich Designerinnen der religiösen Frau an, die sich dezent aber stylisch kleiden möchte z. B.: Chana Marelus (chanamarelus.com).
Jede Stadt hat ihren Bazar. Es gibt Kitsch und Plastik, Kupfer, Gemu"se und Obst, Gewu"rze, Stoffe. Zu den bekanntesten zählen in Tel Aviv der Carmel Market, der Levinsky-Markt oder in der Nahalat-Binyamin-Straße der gleichnamige Ku"nstlermarkt. In Haifa shoppt man billig im Talpiot-Markt. In Jerusalem findet man Souvenirs im Altstadtbazar und Nahrungsmittel in Machane Yehuda, im neuen Teil der Stadt.
Wer auch an Sommertagen einkaufen möchte, findet Zuflucht in einer der zahlreichen Malls des Landes. Das größte Einkaufszentrum der heiligen Stadt ist die Jerusalem Malcha Mall mit 260 Läden auf drei Etagen. In Eilat ist alles noch eine Umdrehung bombastischer: Zieh dir Schlittschuhe an und kombinier Ice-Skating und Shopping in der Ice Mall Eilat. Im Tel Aviv Port, dem ehemaligen Hafen im Norden Tel Avivs, und im Sarona-Viertel findest du ebenfalls Boutiquen inklusive Klimaanlage.
Was zerbricht nicht im Koffer, bleibt lange gut und macht was her bei den Lieben daheim? In Israel findest du unendliche Souvenir-Optionen: frisch gepflu"ckte Jaffa-Orangen; Carmel-Wein; Salzstu"cke aus dem Toten Meer; orientalische Gewu"rze – hmm! Ein Stu"ck Halva (bleibt lange gut!), arabischen Kaffee mit Kardamom, eine Dose Tahin und … und … ach, du findest schon was.
Textilfreies Baden, selbst „oben ohne“, ist in der Öffentlichkeit nicht gestattet und man wird schief angeschaut.
| Falafel | In schwimmendem Fett gebratene Hummusbällchen – meist mit Salat in einer Brottasche gereicht |
| Tabbouleh | Salat aus geschrotetem Weizen, mit viel Petersilie, Minze und Zitronensaft |
| Hummus | Sämiger Kichererbsenbrei, gewu"rzt mit Zitronensaft, Knoblauch, Ku"mmel und Tahin, serviert mit warmem Pittah-Brot oder zu gekochten Bohnen; dazu frischer Salat und Oliven |
| Kebab | Gegrillte oder gebratene, gut gewu"rzte Hackfleischbällchen von Rind oder Hammel |
| Schaks Chuka | Pochierte Eier in Tomaten-Paprika-Sauce |
| Schawarma | Geröstetes Hammel- oder Hu"hnchenfleisch, frisch von einem rotierenden Fladen geschnitten und mit Salat meist in einem Pittah-Brot serviert |
| Burekas | Blätterteiggebäck in allen Geschmacksrichtungen |
| Jachnun | Über Nacht gebackener Teig, mit gehackten Tomaten und Eiern serviert |
| Mazze | Ungesäuertes Brot |
| Hamentashen | Dreieckige, mit Marmelade, Sirup oder Zuckerguss gefu"llte Plätzchen; eine Spezialität an Purim |
| Malabi | Su"ßes Milchdessert mit Rosenwasserzucker und Krokant |
| Halva | Su"ße Sesampastete aus Tahin, wahlweise mit Pistazien oder Nu"ssen |
| Arak | Anisschnaps, gern als Shot serviert oder mit Grapefruitsaft |
Französisch von links, Englisch von rechts. Der Verkäufer schreit auf Hebräisch, die Kundin schimpft auf Russisch. Eine jemenitische Großmutter feilscht mit dem nordafrikanischen Brotverkäufer, eine Gruppe amerikanischer Teenager geht vorbei – so erlebst du den Gang u"ber einen Markt schon mal. Israelis sind ein bunter Haufen. In Israel leben Einwanderer aus der ganzen Welt. Man hört alle Sprachen, sieht alle Haar- und Hautfarben, hört französische Chansons und isst dazu Borschtsch.
6,5 der mehr als 8 Mio. Israelis sind Juden. 1,8 Mio. sind Araber, die sich wiederum in Muslime, Christen sowie Drusen – eine arabische Minderheit im Carmel-Gebirge – aufteilen. Die meisten arabischen Christen Israels leben in Haifa und Nazareth. Israelis sind auch die mehr als 400 000 ju"dischen Siedler in der Westbank und ca. 155 000 Juden, die im annektierten Ostjerusalem wohnen. Jeder, der ju"dische Wurzeln nachweisen kann, wird mit Kusshand in Israel aufgenommen. Aber wer ist eigentlich Jude? Nach staatlicher und religiöser Definition (Halacha) jeder, der eine ju"dische Mutter hat. Dabei ist die ju"dische Bevölkerungsgruppe alles andere als homogen. Da sind die aschkenasischen Juden (mit Vorfahren aus Nordund Osteuropa), die Mizrahi (arabischstämmige Juden) sowie die Sephardim von der iberischen Halbinsel (heute Spanien und Portugal). Sie alle verbindet ihre Religion – und trennt gleichzeitig die Kultur, die Ku"che, die Musik, die Namen. Aschkenazi lachen u"ber den orientalischen Techno der Mizrahi, und Sephardim verziehen bei der polnischer Graupensuppe das Gesicht. Auch das ist Israel.
10 Gebote? Daru"ber können fromme Juden nur lachen! 613 Glaubensregeln (Mitzvot) hat Gott den Ultraorthodoxen und strenggläubigen Haredim (Gottesfu"rchtige) auferlegt. Viele studieren ihr Leben lang in einer Thoraschule (Jeshiva) und erhalten fu"r diese Tätigkeit vom Staat Israel Sozialhilfe. Auch von der Wehrpflicht sind sie bislang ausgenommen und ziehen damit oft Unmut aus der säkularen Gesellschaft auf sich. Dabei sind die Herren mit Schläfenlocken, Hut, Bart und langem Mantel lediglich eine bestimmte Gruppe religiöser Juden – da sind die Kabbalah-Mystiker, die Chassidim aus New York, die tanzenden Nachmans aus der Ukraine, die marokkanischen Anhänger des Rabbi Baba Sali. Kurz: Das Judentum hat viele Gesichter. Manche Juden machen am Shabbat nicht einmal das Licht an, andere arbeiten das ganze Wochenende. Grundlage der monotheistischen Religion ist der Talmud (hebr.: Studium, Lehre), eine Sammlung ju"discher Glaubensregeln aus dem 6. Jh., zu der auch die Thora gehört, die hebräische Bezeichnung fu"r die biblischen Fu"nf Bu"cher Mose.
„Wohin auch immer ich geh, ich gehe immer nach Israel”, sagte schon der beru"hmte Rabbi Nachman im 18. Jh., der aus der Ukraine stammte. Laut Genesis hat Gott den Juden ein „Eretz Israel“ (Land Israel) bis zum Jordan versprochen. Ein solches Reich gab es schon mal – das Königreich Israel existierte nach biblischer Überlieferung von etwa 1010 v. Chr. bis ca. 926 v. Chr. unter den Königen Saul, David und Salomon. Schließlich war es jedoch der Zweite Weltkrieg und die Idee des Zionismus, die die Juden aus der Zerstreuung – der Diaspora – zuru"ck ins heilige Land gefu"hrt hat. Nach Jahrhunderten der Pogrome und Verfolgung solle dort jeder in Wohlstand und in Freiheit leben, schreibt der österreichische Schriftsteller Theodor Herzl in seinem Buch „Der Judenstaat“ 1896. Über hundert Jahre später existiert dieser Staat wirklich – und ist doch so umstritten wie eh und je.
Gerade der Konflikt mit den Palästinensern hat Israel in den letzten Jahren weltweit Kritik eingebracht – aber mach dir keine Sorgen, wenn du verwirrter aus dem Urlaub zuru"ckkehrst, als du es bei deiner Abreise gewesen bist. Dieser Konflikt ist ein komplexes Zusammenspiel aus politischen, religiösen und geografischen Interessen der ganzen Region.
A-, B- und C-Gebiete zerreißen das Westjordanland in unterschiedliche administrative Zonen, in denen entweder die palästinensische Autonomiebehörde (PA) oder das israelische Militär (IDF) die Oberhand haben. Seit dem Sechs-Tage-Krieg 1967 hält Israel die syrischen Golan-Höhen und den größten Teil der Westbank besetzt – obwohl das gemäß Völkerrecht rechtswidrig ist. Die ju"dischen Siedlungen im Gaza-Streifen räumte Israel 2005 und schloss alle Grenzu"bergänge. Doch spontane Straßensperrungen, die Mauer, Checkpoints sowie Militärposten machen einen Durchblick sogar fu"r Palästinenser fast unmöglich und erschweren das Reisen auf eigene Faust. Eine Fahrt durch die Gebiete gibt dir jedoch die Möglichkeit, ebenfalls die palästinensische Sicht der Dinge zu begreifen.
Auf den Autobahnschildern in Israel stehen alle Orte in drei Sprachen (Englisch, Arabisch, Hebräisch). Modernes Hebräisch (Ivrit) hat durch die europäischen Einwanderer, die so gar nicht die Zunge und das R rollen konnten, einige seiner semitischen Klänge verloren. Nur Israelis mit arabischer Muttersprache beherrschen noch einzelne dieser Halslaute. Die Aussprache ist daher fu"r Deutsche leicht zu erlernen. Wäre da nur nicht dieses Alphabet! Manchmal ist das Lesen fu"r Anfänger ein Rätselraten. Die Vokale werden im privaten Gebrauch selten mitgeschrieben, und die Druckschrift will auf den ersten Blick rein gar nichts mit der Schreibschrift zu tun haben.
Wie der Staat Israel ist auch die moderne Sprache des Landes in einem Kraftakt rund 1700 Jahre später aus dem Nichts wiederbelebt worden – etwa ab dem Jahre 200 hörte Hebräisch nämlich auf, Alltagssprache zu sein. Danach wurde sie lediglich in religiösen Kontexten gesprochen; bis heute gilt sie den strenggläubigen Juden rein als Sprache Gottes. Fun Fact: In der Kabbalah wird jedem Buchstaben sogar ein Zahlenwert zugeordnet und damit nach versteckten Bezu"gen und Nachrichten in der Thora geforscht (Numerologie).
Wo beginnen? Wo aufhören? 1917 sicherten die Briten den Juden die „Errichtung einer nationalen Heimstätte fu"r das ju"dische Volk in Palästina“ öffentlich zu. Gleichzeitig hatten sie den arabischen Nachbarn Zugriff auf das Stu"ckchen Land versprochen – und behielten es schließlich einfach selbst, bis die Israelis 1948 ihre Unabhängigkeit ausriefen. Seitdem bestimmen kriegerische Auseinandersetzungen die Region: Der Sechs-Tage-Krieg, zwei Libanonkriege, der Yom-Kippur-Krieg, drei Gaza-Kriege – in regelmäßigen Abständen kommt es zwischen Israel und seinen Nachbarn zu Krach. Die Armee ist daher fu"r viele Israelis bis heute essenzieller Bestandteil ihrer Existenz. Sowohl junge Männer als auch Frauen leisten mehrere Jahre (zw. 2 und 4 Jahre) beim Militär ab.
Noch immer gilt die UN-Resolution von 1947 mit ihrem Zwei-Staaten-Beschluss als geeigneter Weg fu"r einen Frieden im Nahen Osten. Deshalb erkennen mehr und mehr Staaten Palästina als einen eigenen Staat (an der Seite Israels) völkerrechtlich an, während auf der anderen Seite die Erzkonservativen Israels Siedlungen bauen und US-Präsident Donald Trump Jerusalem als Hauptstadt Israels anerkennt.
Sie trockneten die Su"mpfe, sie kämpften im Unabhängigkeitskrieg in Sandalen und Shorts – die Bewohner des Kibbuz (Kibbuznikim) sind die braungebrannten Helden der Gru"ndungsgeschichte Israels. Als Anfang des 10. Jhs. die ersten ju"dischen Einwanderer das Land betraten, schlossen sie sich in kleinen Gemeinschaften zusammen. Hier war man geschu"tzter, hier teilte man die gleichen Sorgen – hier teilte man eigentlich alles. Denn die urspru"nglichen Kibbuzim wurden nach sozialistischen Prinzipien verwaltet. Gemeinsam melkte man die Ku"he, bestellte die Felder, erzog die Kinder, pflegte die Alten. Im Kibbuz machte niemand Karriere, im Kibbuz hungerte jedoch auch niemand.
Als nach dem Zweiten Weltkrieg europäische Flu"chtlinge ins Land strömten, waren die Kibbuzim erste Anlaufstelle, um sich in der neuen, staubigen Heimat zurechtzufinden und Hebräisch zu lernen. In den 1960ern und 1970ern waren die israelischen Dörfer auch bei Europäern beliebt – ganze Wellen an Volontären pflu"ckten Pfirsiche und zupften Unkraut. Heute sind nur noch wenige Kibbuzim u"brig, die die alten Ideale vertreten. Viele sind zu Hotels geworden, andere verschwunden, manche zu einer losen Dorfgemeinschaft (Moshav) geworden, wo zwar noch gemeinsam Landwirtschaft betrieben, aber auch außerhalb des Dorfs gearbeitet wird.
Mit der Musik verhält es sich wie mit dem Essen: Einwanderer aus aller Herren Länder haben Instrumente und Rhythmen ihrer Vorfahren zu einem wilden Geflecht verbunden. Nordafrikanischer Takt mit progressivem Rock, arabischer Hip-Hop mit chassidischer Volksmusik. Um dich auf deine Reise einzustimmen, kannst du in Arik Einstein, Matti Caspi, Shalom Hanoch und Shmulik Kraus hineinhören. Fu"r die Juden mit Background aus Afrika und arabischen Ländern ist Sänger Eyal Golan unangefochten der König des sogenannten Mizrahi-Pops. Die linksliberale Protestbewegung der 1980er-Jahre hörte Singer-Songwriter Ehud Banai, und seit Berlin fu"r Israelis das Kulturnirwana ist, bestimmen Techno und Elektronik das Radio und die Clubs der großen Städte.
Jedes Jahr am 15. Mai geben Palästinenser im ganzen Westjordanland einen Schlu"ssel an ihre Kinder und Enkel weiter. Schlu"ssel zu ihren ehemaligen Häusern in Haifa, Nazareth und Jaffa, die sie mit Einzug der Israelis hinterlassen mussten. Auf der einen Seite der Mauer wird der 15. Mai als Unabhängigkeitstag gefeiert, auf der anderen Seite als Nakba (Tag der großen Katastrophe) gedacht. Die Schlu"ssel sind dabei Ausdruck des sogenannten „Right of Return” des palästinensischen Volkes in ihr Mutterland. Viele Palästinenser leben bis heute in Flu"chtlingslagern in Jordanien, Syrien und im Westjordanland. Sie fu"rchten, ihr Ru"ckkehrrecht aufzugeben, sobald sie sich an einem neuen Ort fest niederlassen.
Derzeit sind die Palästinenser ein Volk ohne Territorium und ohne eine kontinuierliche Vertretung ihrer nationalen Rechte. 1,2 Mio. Palästinenser leben in Israel, ca. 2 Mio. in der Westbank und ca. 1,5 Mio. im Gaza-Streifen. Und sogar 40 bis 65 Prozent der Einwohner Jordaniens sind Palästinenser! Im Laufe der Jahre haben sich ihre politischen Ziele und die ihrer größten Organisation, der PLO (Palestine Liberation Organization), geändert. Die PLO erkannte offiziell die Existenz Israels an, 2005 wurde Mahmoud Abbas zum neuen Präsidenten gewählt. Im Gaza-Streifen gewann jedoch die fundamentalistische Hamas und verschärft durch regelmäßige Raketenabschu"sse die Situation. Israel reagiert mit Bombardierung und Isolierung des Gaza-Streifens.
2015 nahm auch die Gewalt aus dem Westjordanland wieder zu: Während der „Messer-Intifada” griffen junge Palästinenser zur Waffe. Viele fu"hlten sich an die ersten beiden Intifadas (arab. fu"r „sich erheben, abschu"tteln”) erinnert. Denn zweimal zuvor wehrten sich die Palästinenser bereits mit Streiks, Protesten, Steinwu"rfen, Bombenattentaten. Nach der Verlegung der US-Botschaft nach Jerusalem kam es 2018 zu Auseinandersetzungen an der Grenze zu Gaza, die – im Sinne der Schlu"sselsymbolik – von den Organisatoren als „Great March of Return“ betitelt wurden. Durch den Vorstoß der USA zur Zweistaatenlösung drohen weitere Auseinandersetzung und die israelische Annexion seiner Siedlungen im Westjordanland.
Wer Hummus nicht gewohnt ist, findet sich oft im Food-Koma wieder. In Kombi mit dem Pitabrot wird Hummus zu einem Klumpen im Magen – lieber Zwiebel, Gewu"rzgurke oder Gabel zum Schaufeln nutzen.
Am heiligsten aller ju"dischen Feiertage steht das Leben still. Kein Geschäft ist geöffnet, kein Auto unterwegs. Die Straßen werden dann von Kindern unsicher gemacht. Sogar auf den Autobahnen spazieren die Leute!
Da der Herr am Shabbat die Arbeit untersagt, du"rfen fromme Juden keinen Fahrstuhlknopf dru"cken. In den Hotels hält ein Aufzug automatisch samstags in jedem Stockwerk. Dauer bis zum Zimmer im 25. Stock: eine halbe Stunde.
Am Holocaust-Gedanktag oder Memorial-Day wird man mittags von einer ohrenbetäubenden Sirene aufgeschreckt. Keine Angst – das ist eine landesweite Schweigeminute, bei der die Menschen innehalten und stehend mit gesenktem Haupt den Opfern gedenken – auch wenn sie gerade auf der Autobahn sind.
Religiosität und irdisches Abzocken erlebt man hier oft zusammen. Dornenkronen werden als teure Souvenirs angeboten, Holzkreuze gegen Gebu"hr ausgeliehen und am Grab Jesu steht immer ein Geistlicher, der um eine Spende bittet.
Es gibt ein Inlandsflugnetz (Tel Aviv-Eilat), zahlreiche Busverbindungen und ein Eisenbahnnetz. Die Promillegrenze beträgt 0,5. Außerhalb von Ortschaften gilt vom 1. November bis 31. März auch tagsüber Abblendlichtpflicht.
Am Schabbat verkehren viele öffentliche Verkehrsmittel in Israel nicht. Am Freitag gilt das Gleiche für die Palästinensischen Gebiete. Fahrten in ultra-orthodoxe Viertel am Schabbat sollten vermieden werden. Auch am Yom-Kippur-Tag wird empfohlen, auf Fahrten zu verzichten.
Die Anmietung von Mietwagen in Israel ist problemlos möglich. Aus versicherungstechnischen Gründen dürfen damit aber grundsätzlich keine Straßen in den Palästinensischen Gebieten befahren werden. Ausgenommen sind die Straße 1 von Jerusalem zum Toten Meer und die Straße 90 im Jordantal.
Der deutsche Führerschein wird anerkannt.
Bei Besuchen der Altstadt von Jerusalem, von orthodoxen Vierteln und der Palästinensischen Gebiete verzichten Sie auf kurze Hosen/Röcke und nicht schulterbedeckende Kleidung.
Homosexuelle Handlungen zwischen Männern sind in den Palästinensischen Gebieten strafbar. Bisher ist allerdings kein Fall bekannt geworden, in dem Ausländer wegen homosexueller Handlungen strafrechtlich belangt wurden. Schwerer als die strafrechtliche Verfolgung fällt jedoch die gesellschaftliche Diskriminierung ins Gewicht: Homosexualität ist im Westjordanland und im Gazastreifen weiterhin ein soziales und religiöses Tabuthema.
Für den Handel und Schmuggel von Drogen sind harte Strafen vorgesehen.
Auch bei der unerlaubten Ein- und Ausfuhr wilder Tiere drohen hohe Geld- oder gar Haftstrafen bis zu zwei Jahren. Informationen erteilt das Israel Ministry of Environmental Protection.
Landeswährung ist der neue Schekel (ILS). Kreditkarten werden als Zahlungsmittel vielerorts akzeptiert. Bargeld kann an entsprechend gekennzeichneten Geldautomaten mit Kredit- als auch teilweise mit Debitkarten (Girocard) abgehoben werden. Der Umtausch von EUR und USD ist problemlos möglich.
Für die direkte Einreise aus Deutschland sind keine Pflichtimpfungen vorgeschrieben. Bei Einreise aus einem Gelbfiebergebiet ist eine Gelbfieberimpfung bei Einreise nachzuweisen. Entsprechend -Vorgaben muss aufgrund von Nachweisen von Poliomyelitis (cVDPV1) bei Ausreise aus Israel die letzte Poliomyelitis-Impfung maximal ein Jahr zurückliegen. Nach derzeitigem Kenntnisstand erfolgt keine Kontrolle der Impfung bei Ausreise.
Es sind Impfungen gegen Hepatitis A und Poliomyelitis empfohlen. Nach individueller Indikation sind zusätzlich Impfungen gegen Hepatitis B und Tollwut, bei Reisen in die Palästinensischen Gebiete zusätzlich gegen Typhus angeraten. In Gaza kann auch eine Impfung gegen Cholera sinnvoll sein.
Achten Sie darauf, dass sich bei Ihnen und Ihren Kindern die Standardimpfungen gemäß Impfkalender der auf aktuellem Stand befinden. Insbesondere sollte ein adäquater Impfschutz gegen Masern sichergestellt sein.
Die medizinische Versorgung in Israel ist mit der Versorgung in Deutschland vergleichbar. Die Notfallversorgung und Entbindungen erfolgen ausschließlich im dafür bestens etablierten staatlichen Gesundheitssystem. In den Palästinensischen Gebieten ist das Versorgungsniveau unzureichend. Krankenwagen dürfen die Grenze zu Israel nicht passieren.
In Israel und den Palästinensischen Gebieten kann Leishmaniose ganzjährig landesweit durch Sandmücken übertragen werden. Darüber hinaus wurde in seltenen Fällen Phlebotomus-Fieber und West-Nil-Fieber als mückenübertragene Erkrankungen nachgewiesen.
Insbesondere durch mangelnde Trinkwasser-, Lebensmittel und Handhygiene können Erkrankungen auftreten, die oft mit Durchfällen einhergehen. Häufig treten unbestimmte Reisedurchfälle auf. Bestimmte Viruserkrankungen der Leber (Virushepatitis A und E), Shigellose und Typhus können auch bei Reisenden vorkommen. In Israel (cVDPV1 und cVDPV2) und den Palästinensischen Gebieten (cVDPV2) wurde Poliomyelitis nachgewiesen. Ein Risiko für Erkrankungen im Zusammenhang mit mangelnder Hygiene liegt derzeit insbesondere in den Palästinensischen Gebieten vor; in Gaza wurde Cholera dokumentiert.
Mpox wird durch engen Kontakt mit infizierten Personen übertragen. Je nach Mpox-Variante erfolgt die Übertragung durch Kontakt mit Wunden, Körperflüssigkeiten oder Atemtröpfchen von erkrankten Personen oder durch sexuelle Kontakte.
HIV-Infektionen und bestimmte Lebererkrankungen (Virushepatitis B, C und D) können durch sexuelle Kontakte übertragen werden. Die Übertragung ist prinzipiell auch durch Drogenkonsum mit unsauberen Spritzen oder Kanülen, Tätowierungen und Bluttransfusionen möglich.
Leptospirose wird durch Kontakt mit infektiösen Ausscheidungen von Nagetieren übertragen. Dies spielt in Israel insbesondere im Zusammenhang mit Wassersport eine Rolle. Eine Ansteckung mit Tollwut erfolgt vorrangig über Hunde und spielt aufgrund der Nähe dieser Tiere zu Menschen eine besondere Rolle. In ländlichen Regionen können Giftschlangen vorkommen.
Insbesondere in großen Städten kann es durch Luftverschmutzung zu gesundheitlichen Beschwerden kommen.
Intensive Sonneneinstrahlung kann zu kurz- und langfristigen Haut- und Augenschäden führen.
Reisen ans Meer können mit besonderen Gefahren verbunden sein. Durch Tierkot verunreinigte Strände bergen ein Infektionsrisiko für parasitäre Hauterkrankungen wie Wurminfektionen.
Bitte beachten Sie neben dem generellen auch den medizinischen Haftungsausschluss
Letzte Änderungen:
Aktuelles – Sicherheitslage
Sicherheit - Sicherheitshinweis
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Vor Reisen in den Gazastreifen und in das Westjordanland wird gewarnt.
Deutsche Staatsangehörige, die sich derzeit im Gazastreifen oder im Westjordanland aufhalten, sollten – sofern möglich - ausreisen.
Vor Reisen in den Norden Israels (nördlich der Straße 85 und deren Verlängerung) wird gewarnt.
Von Reisen in andere Landesteile Israels sowie nach Ost-Jerusalem wird dringend abgeraten.
Israel befindet sich formell im Kriegszustand.
Angriffe der Huthi-Miliz im Roten Meer
Sicherheitslage
Ende Februar 2026 griffen die USA und Israel den Iran an. Seitdem kam es zu Angriffen von Iran und Iran-nahen Milizen auf verschiedene Ziele in der Region, u.a. auch auf zivile Einrichtungen wie Hotels, Flughäfen und Büro- und Wohngebäude. Die Hisbollah-Miliz in Libanon ist Anfang März 2026 an der Seite Irans mit in den Krieg eingetreten und griff seitdem v.a. den Norden Israels, vereinzelt aber auch Zentral-Israel mit Raketen und Drohnen an. Israel ging in diesem Zusammenhang zunehmend gegen den Wiederaufbau von Terrorstrukturen in Libanon vor, seit dem 3. März 2026 auch unter Einsatz von Bodentruppen, siehe Reise- und Sicherheitshinweis Libanon.
Am 8. April 2026 haben die USA, Israel und Iran eine Waffenruhe bekannt gegeben. Die USA verkündeten ebenfalls eine Waffenruhe zwischen Israel und der Hisbollah.
Die Sicherheitslage in der gesamten Region bleibt dennoch höchst volatil. Das Risiko einer kurzfristigen Verschärfung der Sicherheitslage und erneuter Einschränkungen des Flugverkehrs besteht unvermindert fort.
Der Waffenstillstand zwischen Israel und der Terrororganisation Hamas in Gaza ist seit Oktober 2025 in Kraft. Auch wenn der Waffenstillstand weiterhin brüchig ist, wird er bislang von keiner Seite grundsätzlich in Frage gestellt. Es kann allerdings nicht ausgeschlossen werden, dass im Fall eines Scheiterns des von USA verhandelten 20-Punkte-Plans die israelische Militäroperation wiederaufgenommen wird.
Zudem droht die Huthi-Miliz in Jemen immer wieder damit, Israel erneut mit Raketen und Drohnen anzugreifen.
Aufgrund der angespannten Gesamtsituation besteht weiterhin ein hohes Risiko terroristischer Anschläge auf touristische Ziele, Verkehrsknotenpunkte, Märkte und Einkaufszentren sowie lokale Behörden. Orte, an denen sich gewöhnlich ausländische Reisende aufhalten, können einem höheren Risiko für Anschläge ausgesetzt sein. In den letzten Wochen und Monaten wurden in Israel, einschließlich in Tel Aviv und Jerusalem, mehrfach Anschläge verübt. Die israelische Armee hat eine große Anzahl von Truppen in die militärisch besetzten Palästinensischen Gebiete verlegt. Insbesondere im Westjordanland kommt es regelmäßig zu Militäreinsätzen und in der Folge zu massiven gewalttätigen Ausschreitungen mit zahlreichen Todesopfern und Verletzten.
Zudem hat Israel im Westjordanland eine große Zahl sogenannter „fliegender" Checkpoints eingerichtet und die Kontrolle an den bestehenden Checkpoints verschärft; einige wurden über längere Zeit geschlossen. Angriffe israelischer Siedler auf ausländische Besucher und Aktivisten haben, insbesondere in der Nähe der palästinensischen Städte Nablus und Hebron deutlich zugenommen.
Von einer weiteren Eskalation der Sicherheitslage könnten neben dem Flugverkehr auch die Land- und Seetransportwege betroffen sein, mit entsprechend deutlichen Beeinträchtigungen der Ein- und Ausreisemöglichkeiten.
Informationen zur Ausreise über den Landweg siehe unten: Einreise und Zoll – Grenzübergänge.
Der Grenzübergang Rafah nach Ägypten ist derzeit geschlossen. Konsularische Hilfeleistungen in Gaza sind aufgrund der trotz der Waffenruhe anhaltenden bewaffneten Auseinandersetzungen und der weiterhin fehlenden Zugangsmöglichkeiten zurzeit praktisch unmöglich.
Deutsche, die sich trotz Reisewarnung derzeit im Gazastreifen aufhalten, beachten folgende Hinweise:
Siehe Aktuelles
Vor Reisen in den Gazastreifen und in das Westjordanland wird gewarnt.
Deutsche Staatsangehörige, die sich derzeit im Gazastreifen oder im Westjordanland aufhalten, sollten – sofern möglich - ausreisen.
Vor Reisen in den Norden Israels (nördlich der Straße 85 und deren Verlängerung) wird gewarnt.
Von Reisen in andere Landesteile Israels sowie nach Ost-Jerusalem wird dringend abgeraten.
Israel befindet sich formell im Kriegszustand.
Israel bleibt das erklärte Ziel islamistischer Terrorgruppen.
Es kommt in der aktuellen Situation immer wieder zu terroristischen Angriffen im öffentlichen Raum; das Risiko weiterer Anschläge besteht fort.
Siehe Aktuelles
Auch die südliche Hafenstadt Eilat ist in unregelmäßigen Abständen Ziel von Raketen und anderen Flugkörpern, die aus jemenitischem Gebiet gestartet werden. Die überwiegende Zahl wird auf offener See von Raketenabwehrsystemen abgefangen; vereinzelt waren Einschläge zu verzeichnen.
In der Vergangenheit wurden aus dem Sinai Raketen auf Israel abgeschossen, die in unbewohntem Gebiet um Eilat eingeschlagen sind. Es kam nicht zu Personen- oder Sachschäden. Vereinzelte bewaffnete Zwischenfälle entlang der israelisch-ägyptischen Grenze können nicht ausgeschlossen werden. In der Vergangenheit kam es dabei auch zu Schusswechseln.
Siehe Aktuelles
Vor Reisen in den Gazastreifen wird gewarnt.
Deutsche Staatsangehörige, die sich derzeit im Gazastreifen aufhalten, sollten – sofern möglich - ausreisen.
Die deutschen Auslandsvertretungen in Ramallah, Tel Aviv oder Kairo können im Gazastreifen praktisch keine konsularische Hilfe leisten.
Es besteht eine Reisewarnung für den Nordsinai.
Auf die erheblichen Gefahren eines Transits durch den Nordsinai wird hingewiesen, siehe Reise- und Sicherheitshinweise - Teilreisewarnung - Ägypten.
Vor Reisen in das Westjordanland wird gewarnt.
Deutsche Staatsangehörige, die sich derzeit im Westjordanland aufhalten, sollten – sofern möglich - ausreisen.
Von Reisen nach Ost-Jerusalem wird dringend abgeraten.
Das Westjordanland (Westbank) ist seit 1967 militärisch besetzt und in Gebiete mit verschiedenen Verwaltungsarrangements eingeteilt. Es gibt zahlreiche Checkpoints und gesperrte Straßen, zwischen Israel und Jerusalem sowie dem Westjordanland, aber auch innerhalb des Westjordanlands.
Die Sicherheitslage im Westjordanland ist ausgesprochen volatil und kann sich nach akuten Sicherheitsvorfällen schnell ändern. In solchen Fällen können einzelne Ortschaften durch das israelische Militär abgeriegelt oder sogenannte „fliegende" Checkpoints eingerichtet werden. Reguläre israelische Checkpoints können auch kurzfristig vorübergehend geschlossen werden. Es kann jederzeit zu Einsätzen der israelischen Sicherheitskräfte in palästinensischen Städten und Dörfern oder bei Demonstrationen kommen.
Es kommt derzeit verstärkt zu Auseinandersetzungen zwischen israelischen Sicherheitskräften, gewaltbereiten jüdischen Siedlern und palästinensischer Bevölkerung mit Toten und Verletzten vor allem auf palästinensischer Seite. Israelische Militäroperationen finden im verstärkten Ausmaß und mit hoher Frequenz statt.
Siehe Aktuelles
Die Kriminalitätsrate ist niedrig. Kleinkriminalität wie Taschendiebstähle kommt insbesondere an touristisch frequentierten Orten wie Flughäfen, Bahnhöfen und Stränden vor.
Israel und die Palästinensischen Gebiete liegen in einer seismisch aktiven Zone, weshalb es zu Erdbeben kommen kann.
Es gibt drei Klimazonen: Die Küstenebene hat feuchtheiße Sommer und milde, regenreiche Winter, das Bergland einschließlich Jerusalem warme und trockene Sommer und kalte Winter, die Wüste heiße und trockene Sommer und milde Winter.
Vor allem in den Sommermonaten können aufgrund der herrschenden klimatischen Bedingungen Busch- und Waldbrände sowie Sandstürme auftreten.
In den Wintermonaten kann es zu Überschwemmungen kommen, insbesondere in der Negev-Wüste.
Am Toten Meer gibt es inzwischen Tausende von Einsturzlöchern (Sink Holes). Innerhalb von Sekunden entstehen an der Küste Einsturztrichter bzw. Erdfälle bis zu 20 Metern Tiefe und 80 Metern Breite.
In Tel Aviv und Umgebung kommt es aufgrund gefährlicher Strömungen immer wieder zu tödlichen Badeunfällen.
Es gibt ein Inlandsflugnetz (Tel Aviv-Eilat), zahlreiche Busverbindungen und ein Eisenbahnnetz. Die Promillegrenze beträgt 0,5. Außerhalb von Ortschaften gilt vom 1. November bis 31. März auch tagsüber Abblendlichtpflicht.
Am Schabbat verkehren viele öffentliche Verkehrsmittel in Israel nicht. Am Freitag gilt das Gleiche für die Palästinensischen Gebiete. Fahrten in ultra-orthodoxe Viertel am Schabbat sollten vermieden werden. Auch am Yom-Kippur-Tag wird empfohlen, auf Fahrten zu verzichten.
Die Anmietung von Mietwagen in Israel ist problemlos möglich. Aus versicherungstechnischen Gründen dürfen damit aber grundsätzlich keine Straßen in den Palästinensischen Gebieten befahren werden. Ausgenommen sind die Straße 1 von Jerusalem zum Toten Meer und die Straße 90 im Jordantal.
Der deutsche Führerschein wird anerkannt.
Bei Besuchen der Altstadt von Jerusalem, von orthodoxen Vierteln und der Palästinensischen Gebiete verzichten Sie auf kurze Hosen/Röcke und nicht schulterbedeckende Kleidung.
Homosexuelle Handlungen zwischen Männern sind in den Palästinensischen Gebieten strafbar. Bisher ist allerdings kein Fall bekannt geworden, in dem Ausländer wegen homosexueller Handlungen strafrechtlich belangt wurden. Schwerer als die strafrechtliche Verfolgung fällt jedoch die gesellschaftliche Diskriminierung ins Gewicht: Homosexualität ist im Westjordanland und im Gazastreifen weiterhin ein soziales und religiöses Tabuthema.
Für den Handel und Schmuggel von Drogen sind harte Strafen vorgesehen.
Auch bei der unerlaubten Ein- und Ausfuhr wilder Tiere drohen hohe Geld- oder gar Haftstrafen bis zu zwei Jahren. Informationen erteilt das Israel Ministry of Environmental Protection.
Landeswährung ist der neue Schekel (ILS). Kreditkarten werden als Zahlungsmittel vielerorts akzeptiert. Bargeld kann an entsprechend gekennzeichneten Geldautomaten mit Kredit- als auch teilweise mit Debitkarten (Girocard) abgehoben werden. Der Umtausch von EUR und USD ist problemlos möglich.
Siehe Aktuelles
Einreise- und Zollbestimmungen für deutsche Staatsangehörige können sich kurzfristig ändern, ohne dass das Auswärtige Amt hiervon vorher unterrichtet wird. Bitte erkundigen Sie sich daher vorab zusätzlich bei den Vertretungen Ihres Ziellandes. Nur dort erhalten Sie rechtsverbindliche Informationen und/oder über diese Hinweise hinausgehende Informationen zu den Einreise- und Zollbestimmungen Ihres Reiselandes. Der deutsche Zoll informiert über die aktuell geltenden Zollbestimmungen bei Einreise nach Deutschland.
Die Einreise ist für deutsche Staatsangehörige mit folgenden Dokumenten möglich:
Anmerkungen:
Reisedokumente müssen grundsätzlich sechs Monate über die Reise hinaus gültig sein.
Besteht eine Befreiung von der Visumspflicht und ist nur eine Registrierung über „ETA-IL" erforderlich (siehe Visum), müssen Reisedokumente lediglich drei Monate über die Reise hinaus gültig sein.
Staatenlose Personen müssen anstelle eines Reisepasses im Besitz eines gültigen Reiseausweises für Ausländer (früher: Fremdenpasses) sein, der für ein Jahr gültig ist.
Für deutsche Staatsangehörige, die im palästinensischen Personenregister eingetragen sind bzw. über eine palästinensische Personenkennziffer (ID) verfügen sowie für Reisen, die ausschließlich in das Westjordanland führen, gelten besondere Vorschriften, siehe Visum.
Minderjährige unter 16 Jahren, die allein oder in Begleitung eines Elternteils reisen, sollten eine Einverständniserklärung der Eltern/des anderen Elternteils mitführen.
Deutsche Staatsangehörige, die nach dem 1. Januar 1928 geboren sind, benötigen für einen Aufenthalt von max. drei Monaten kein Visum.
Seit Januar 2025 ist für die Einreise nach Israel eine vorherige elektronische Einreisebestätigung durch das elektronische System „ETA-IL" verpflichtend. Fluglinien achten regelmäßig vor dem Abflug darauf, ob diese Bestätigung vorliegt, um einer späteren Zurückweisung bei der Einreise vorzubeugen. Die elektronische Einreisebestätigung kann über ein Online-Portal der israelischen Regierung beantragt werden.
Weitere Informationen bietet die Webseite der Deutschen Botschaft Tel Aviv.
Deutsche Staatsangehörige, die in der Vergangenheit aus Israel ausgewiesen wurden, sich illegal in Israel aufgehalten haben oder denen die Einreise nach Israel verweigert wurde, müssen vor ihrer Einreise bei einer israelischen Auslandsvertretung oder dem israelischen Innenministerium ihren Fall überprüfen lassen und ein Visum einholen.
Deutsche Staatsangehörige, die zudem Staatsangehörige Libanons, Syriens, Iraks oder Irans sind oder dort geboren wurden, benötigen eine gesonderte Einreisegenehmigung, die vorab bei der jeweiligen israelischen Auslandsvertretung (Botschaft, Konsulat) einzuholen ist und nur im Ausnahmefall erteilt wird. Auch mit entsprechender Genehmigung ist mit einer intensiven Sicherheitsbefragung bei Einreise (s.u.) zu rechnen.
Ein Großteil der Reisenden reist über den internationalen Flughafen Ben Gurion, knapp 20 Kilometer südöstlich von Tel Aviv, nach Israel ein. Dort sowie an den Grenzübergängen Taba (nach Ägypten) und Allenby-/Sheikh-Hussein-Brücke (nach Jordanien) erhalten Reisende eine Einreisekarte (B2 Stay-Permit), die bis zur Ausreise aufbewahrt werden muss. Ein Einreisestempel im Pass wird dann nicht mehr angebracht. Bei der Überquerung von Kontrollpunkten, insbesondere im Westjordanland, sollte die Einreisekarte zur Vermeidung von Schwierigkeiten mitgeführt werden.
Bei den Landgrenzen von Israel nach Ägypten Eilat-Taba (Menachem Begin) und von Israel nach Jordanien Eilat-Aqaba (Yitzhak Rabin) und Beit Shean-Sheikh Hussein (Jordan River) sowie Allenby-/Sheikh-Hussein-Brücke vom Westjordanland nach Jordanien (siehe auch Weiterreise von Israel nach Jordanien auf dem Landweg) kann es immer wieder zu kurzzeitigen Schließungen bzw. einer Verkürzung der Öffnungszeiten kommen.
Bitte prüfen Sie die tagesaktuellen Öffnungszeiten:
Tel: +972 (0)8-630-0555
Vorherige Reisen in arabische Staaten oder nach Iran stellen per se kein Einreisehindernis dar.
Sollten im Reisepass Visa arabischer Staaten oder von Iran vorhanden sein, ist jedoch bei der Einreise mit einer Sicherheitsbefragung durch israelische Sicherheitskräfte zu rechnen (Ausnahme: Jordanien und Ägypten). Dies gilt ebenfalls bei Stempeln/Visa von Malaysia, Indonesien oder Sudan. Des Weiteren müssen deutsche Staatsangehörige mit auch nur vermuteter arabischer oder iranischer Abstammung oder islamischer Religionszugehörigkeit mit einer intensiven Sicherheitsbefragung und möglicher Verweigerung der Einreise rechnen. Bei Verweigerung der Einreise ist bis zum Zeitpunkt des Rückflugs eine Verbringung in ein Abschiebezentrum üblich.
Das israelische Parlament verabschiedete ein Gesetz, wonach nicht-israelischen Staatsangehörigen die Einreise nach Israel grundsätzlich verweigert wird, wenn sie öffentlich und wissentlich zum Boykott Israels aufgerufen oder sich verpflichtet haben, sich an einem solchen Boykott zu beteiligen. Gleiches gilt, wenn sie einer Organisation angehören oder bei einer Einrichtung arbeiten, die zu einem solchen Boykott aufgerufen hat. Hierunter fällt auch der Boykott von Siedlungen im Westjordanland oder Ost-Jerusalem. Diese Regelung betrifft nicht Inhaber einer unbefristeten Aufenthaltserlaubnis für Israel.
Auf die Möglichkeit der Ausstellung eines Zweitpasses durch die zuständige Passbehörde wird hingewiesen. Auch deutsche Staatsangehörige palästinensischer Herkunft müssen mit einer Sicherheitsbefragung und ggf. längeren Wartezeiten rechnen, insbesondere bei der Einreise von Ägypten und Jordanien aus. Eine mehrstündige Sicherheitsbefragung, die bis hin zur Verweigerung der Einreise unmittelbar am Grenzübergang führen kann, ist jederzeit ohne Angaben von Gründen möglich. Die deutsche Botschaft in Tel Aviv hat in diesen Fällen keine Möglichkeit der Unterstützung.
Bei der Ausreise aus Israel über den Flughafen Ben Gurion finden zeitintensive Sicherheitsüberprüfungen des Gepäcks sowie Befragungen der Reisenden statt. Es empfiehlt sich, frühzeitig am Flughafen zu erscheinen. Wenn elektrische Geräte, insbesondere Laptops, durch die israelischen Sicherheitsbehörden für Untersuchungen einbehalten werden, werden sie in der Regel nach ein bis drei Tagen an den Aufenthaltsort des Reisenden nachgesandt.
Jede Fluggesellschaft legt ihre Beförderungsbestimmungen eigenständig fest. Das Check-in sowie die Passagier- und Gepäckkontrollen für Flüge nach Israel werden von den Fluggesellschaften unterschiedlich gehandhabt, gegebenenfalls kann es zu zusätzlichen Sicherheitsüberprüfungen und Wartezeiten kommen, die ein frühzeitiges Erscheinen am Flughafen erforderlich machen.
Israelische Staatsangehörige und „Permanent Residents" (Inhaber einer Personenkennziffer ohne israelische Staatsangehörigkeit), die ihren Wehrdienst noch nicht abgeleistet und ihren gewöhnlichen Aufenthalt nach Vollendung ihres 16. Lebensjahres aus Israel in ein anderes Land verlegt haben, unterliegen grundsätzlich der israelischen Wehrpflicht, auch wenn sie gleichzeitig die deutsche Staatsangehörigkeit haben. Nicht-Meldung bei der israelischen Musterungsstelle (israelische Auslandsvertretung) wird als Ordnungswidrigkeit betrachtet. Bei (auch nur besuchsweiser) Einreise wird auf die Musterung verwiesen; eine Ausreise kann nur nach erfolgter Musterung und ggf. erst nach abgeleistetem Wehrdienst wieder erfolgen.
Siehe Aktuelles und Sicherheit.
Vor der Einreise ins Westjordanland ist grundsätzlich eine vorherige Genehmigung bei der zuständigen Behörde (CoGAT) einzuholen, wenn eine Reise ausschließlich in das Westjordanland erfolgt.
Dabei gelten unterschiedliche Voraussetzungen für Kurzzeitaufenthalte von bis zu drei Monaten, für längerfristige Aufenthalte (Studium, Volontariat, Lehre, Forschung sowie andere berufliche und geschäftliche Tätigkeiten) sowie für den Aufenthalt von Ehepartnern von Inhabern palästinensischer IDs. Ausführliche Informationen sowie die jeweiligen Antragsformulare bietet die israelische Regierung. Anträge sowie Einzelfragen müssen direkt an CoGAT gerichtet werden.
Die Verfahrensregelungen sehen vor, dass die Einreise in das Westjordanland „generell" auf dem Landweg von Jordanien aus über die Allenby-/Sheikh-Hussein-Brücke zu erfolgen hat, und nicht über den israelischen Flughafen Ben Gurion. Falsche Angaben sollten auf keinen Fall gemacht werden, da dies regelmäßig zu Einreiseverboten führt. Faktische Einschränkungen sind jedoch jederzeit auch kurzfristig möglich und sollten entsprechend eingeplant werden.
Die Verfahrensregelungen gelten ausdrücklich nicht für Aufenthalte in Israel, die mit einem kurzzeitigen Besuch im Westjordanland verbunden werden. Die Übergänge zu den Palästinensischen Gebieten zwischen Israel und dem Westjordanland werden von den israelischen Behörden kontrolliert und können ohne vorherige Ankündigung geschlossen werden.
Deutsche Staatsangehörige, die über eine palästinensische ID-Nummer verfügen, können nur über Jordanien Allenby-/Sheikh-Hussein-Brücke in das Westjordanland einreisen. Eine Einreise nach Israel, auch nach Jerusalem, ist nur mit einer Genehmigung (Permit) möglich. Deutsche Staatsangehörige, die aus dem Gazastreifen stammen und über eine palästinensische ID-Nummer verfügen, können weder nach Israel (z.B. Flughafen Ben Gurion) noch in das Westjordanland einreisen.
Deutsche Staatsangehörige mit palästinensischer ID-Nummer benötigen für die Ein- und Ausreise grundsätzlich einen palästinensischen Reisepass.
Deutsche Staatsangehörige, die auf dem Landweg von Israel aus durch das Westjordanland nach Jordanien reisen und dafür den Grenzübergang der Allenby-/Sheikh-Hussein-Brücke nutzen möchten, benötigen ein Visum. Das Visum muss vor Reiseantritt beantragt werden. Deutsche Staatsangehörige, die über eine palästinensische ID-Nummer verfügen, müssen ein gesondertes Verfahren in den Palästinensischen Gebieten durchlaufen (Anmeldung zur Ausreise in Jericho).
Beachten Sie die tagesaktuellen Öffnungszeiten des Grenzübergangs:
Minderjährige unter 16 Jahren, die allein oder in Begleitung eines Elternteils reisen, sollten eine Einverständniserklärung der Eltern/des anderen Elternteils mitführen.
Die Ein- oder Ausfuhr von Geldmitteln (Bargeld, Barschecks, Reiseschecks) im Gegenwert von zusammen 80.000 ILS (ca. 19.900 EUR) muss angemeldet werden. Das entsprechende „Zoll-Formular Nr. 84" kann telefonisch unter +972-2-658 7777 angefordert werden.
Besondere Vorschriften gelten für die Einfuhr von Geldmitteln in die Palästinensischen Gebiete.
Deutsche Staatsangehörige, die über die Allenby-/Sheikh-Hussein-Brücke in das Westjordanland ein- oder ausreisen möchten, müssen mitgeführte Geldmittel (Bargeld, Reiseschecks bzw. Gold) ab einem Betrag von 2.000 JOD (ca. 2.400 EUR) vor Ein-/Ausreise beim israelischen Zoll online anmelden. Die Anmeldung muss frühestens 72 und spätestens 24 Stunden vor Ankunft am Grenzübergang erfolgt sein. Dort muss die Bestätigung der zuvor erfolgten Anmeldung am Zollschalter in der Passagierhalle vorgelegt werden. Die Missachtung kann rechtlich geahndet werden oder zur Beschlagnahme und Einziehung der mitgeführten Geldmittel führen.
Ein zu touristischen Zwecken eingeführtes Fahrzeug muss zwingend wieder ausgeführt werden. Andernfalls muss das Auto in Israel verzollt werden. Die israelischen Behörden können die Ausreise verweigern, solange sich das Fahrzeug unverzollt in Israel befindet.
Die Einreise mit Haustieren ist nur am Ben Gurion International Airport sowie den Seehäfen von Haifa, Ashdod und Eilat möglich. Sie kann aktuell aufgrund der Lage eingeschränkt sein. Es ist ein amtliches Gesundheitszeugnis erforderlich, das nicht älter als zehn Tage ist. Tiere müssen einen Mikrochip nach ISO-Standard besitzen, Hunde und Katzen müssen mindestens vier Monate alt sowie mindestens 31 Tage, aber nicht mehr als 12 Monate vor Einreise gegen Tollwut geimpft worden sein.
Für die direkte Einreise aus Deutschland sind keine Pflichtimpfungen vorgeschrieben. Bei Einreise aus einem Gelbfiebergebiet ist eine Gelbfieberimpfung bei Einreise nachzuweisen. Entsprechend WHO-Vorgaben muss aufgrund von Nachweisen von Poliomyelitis (cVDPV1) bei Ausreise aus Israel die letzte Poliomyelitis-Impfung maximal ein Jahr zurückliegen. Nach derzeitigem Kenntnisstand erfolgt keine Kontrolle der Impfung bei Ausreise.
Es sind Impfungen gegen Hepatitis A und Poliomyelitis empfohlen. Nach individueller Indikation sind zusätzlich Impfungen gegen Hepatitis B und Tollwut, bei Reisen in die Palästinensischen Gebiete zusätzlich gegen Typhus angeraten. In Gaza kann auch eine Impfung gegen Cholera sinnvoll sein.
Achten Sie darauf, dass sich bei Ihnen und Ihren Kindern die Standardimpfungen gemäß Impfkalender der STIKO auf aktuellem Stand befinden. Insbesondere sollte ein adäquater Impfschutz gegen Masern sichergestellt sein.
Die medizinische Versorgung in Israel ist mit der Versorgung in Deutschland vergleichbar. Die Notfallversorgung und Entbindungen erfolgen ausschließlich im dafür bestens etablierten staatlichen Gesundheitssystem. In den Palästinensischen Gebieten ist das Versorgungsniveau unzureichend. Krankenwagen dürfen die Grenze zu Israel nicht passieren.
In Israel und den Palästinensischen Gebieten kann Leishmaniose ganzjährig landesweit durch Sandmücken übertragen werden. Darüber hinaus wurde in seltenen Fällen Phlebotomus-Fieber und West-Nil-Fieber als mückenübertragene Erkrankungen nachgewiesen.
Insbesondere durch mangelnde Trinkwasser-, Lebensmittel und Handhygiene können Erkrankungen auftreten, die oft mit Durchfällen einhergehen. Häufig treten unbestimmte Reisedurchfälle auf. Bestimmte Viruserkrankungen der Leber (Virushepatitis A und E), Shigellose und Typhus können auch bei Reisenden vorkommen. In Israel (cVDPV1 und cVDPV2) und den Palästinensischen Gebieten (cVDPV2) wurde Poliomyelitis nachgewiesen. Ein Risiko für Erkrankungen im Zusammenhang mit mangelnder Hygiene liegt derzeit insbesondere in den Palästinensischen Gebieten vor; in Gaza wurde Cholera dokumentiert.
Mpox wird durch engen Kontakt mit infizierten Personen übertragen. Je nach Mpox-Variante erfolgt die Übertragung durch Kontakt mit Wunden, Körperflüssigkeiten oder Atemtröpfchen von erkrankten Personen oder durch sexuelle Kontakte.
HIV-Infektionen und bestimmte Lebererkrankungen (Virushepatitis B, C und D) können durch sexuelle Kontakte übertragen werden. Die Übertragung ist prinzipiell auch durch Drogenkonsum mit unsauberen Spritzen oder Kanülen, Tätowierungen und Bluttransfusionen möglich.
Leptospirose wird durch Kontakt mit infektiösen Ausscheidungen von Nagetieren übertragen. Dies spielt in Israel insbesondere im Zusammenhang mit Wassersport eine Rolle. Eine Ansteckung mit Tollwut erfolgt vorrangig über Hunde und spielt aufgrund der Nähe dieser Tiere zu Menschen eine besondere Rolle. In ländlichen Regionen können Giftschlangen vorkommen.
Insbesondere in großen Städten kann es durch Luftverschmutzung zu gesundheitlichen Beschwerden kommen.
Intensive Sonneneinstrahlung kann zu kurz- und langfristigen Haut- und Augenschäden führen.
Reisen ans Meer können mit besonderen Gefahren verbunden sein. Durch Tierkot verunreinigte Strände bergen ein Infektionsrisiko für parasitäre Hauterkrankungen wie z.B. Wurminfektionen.
Bitte beachten Sie neben dem generellen auch den medizinischen Haftungsausschluss
Hier finden Sie Adressen zuständiger diplomatischer Vertretungen und Informationen zur Politik und zu den bilateralen Beziehungen mit Deutschland.
Israel hat ausgezeichnete medizinische Einrichtungen und Urlauber können alle Erste-Hilfe-Zentren und Unfallstationen in Anspruch nehmen. Gesundheitszentren sind mit einem roten Davidsstern auf weißem Grund gekennzeichnet. In den palästinensischen Gebieten muss mit Einschränkungen gerechnet werden. Über die deutsche Botschaft in Tel Aviv (s. Adressen) ist eine Liste deutschsprachiger Vertrauensärzte erhältlich.
Der Abschluss einer Reisekrankenversicherung und Reiserückholversicherung wird empfohlen.
Eine individuelle Reiseapotheke sollte mitgenommen und unterwegs den Temperaturen entsprechend geschützt werden.
Leitungswasser ist in der Regel gechlort und relativ sauber, es können jedoch unter Umständen leichte Magenverstimmungen auftreten. Für die ersten Wochen des Aufenthaltes wird daher abgefülltes Wasser empfohlen, welches überall erhältlich ist. Beim Kauf von abgepacktem Wasser sollte darauf geachtet werden, dass die Original-Verpackung nicht angebrochen ist. Milch, Milchprodukte, Fleischwaren, Geflügel, Obst und Gemüse können unbesorgt verzehrt werden.
| Titel | Besondere Vorsichtsmaßnahmen | Gesundheitszeugnis erforderlich |
|---|---|---|
| Gelbfieber | 1 | - |
| Cholera | Nein | - |
| Typhus | 2 | - |
| Malaria | Nein | - |
| Essen & Trinken | - | - |
[1] Bei Einreise aus einem der von der WHO ausgewiesenen Gelbfieberendemiegebiete ist eine Impfung gegen Gelbfieber nachzuweisen.
[2] Typhus kommt vor (eine Impfung ist besonders bei Reisen in die palästinensischen Gebiete zu erwägen). Die WHO fordert alle Reisenden, die Israel verlassen und sich länger als 4 Wochen in Israel aufgehalten haben, sich gegen Poliomyelitis impfen zu lassen und dies in einem Impfausweis zu belegen.
Die vom Robert-Koch-Institut empfohlenen Standardimpfungen für Kinder und Erwachsene (u.a. gegen Tetanus, Diphtherie, Pertussis (Keuchhusten), Mumps, Masern, Röteln, Pneumokokken, Poliomyelitis und Influenza) sollten vor der Reise ggf. aufgefrischt werden.
Hepatitis A tritt auf, Hepatitis B ist endemisch. Impfschutz gegen Hepatitis A wird empfohlen, bei Langzeitaufenthalten und bei Kindern und Jugendlichen auch gegen Hepatitis B.
Die durch Schmetterlingsmücken übertragene Leishmaniose kommt selten vor. Schutz bieten hautbedeckende Kleidung und insektenabweisende Mittel.
HIV/Aids ist eine Gefahr für alle, die Infektionsrisiken eingehen: Sexualkontakte, unsaubere Spritzen oder Kanülen und Bluttransfusionen können ein erhebliches Gesundheitsrisiko bergen.
Tollwut kommt vor. Überträger sind u.a. streunende Hunde und Katzen, Waldtiere und Fledermäuse. Für Rucksackreisende, Kinder, berufliche Risikogruppen und bei längeren Aufenthalten wird eine Impfung empfohlen. Bei Bisswunden so schnell wie möglich ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen.
Zeckenbissfieber kommt landesweit vor. Schutz bieten hautbedeckende Kleidung und insektenabweisende Mittel.
| Titel | Pass erforderlich | Visum erforderlich | Rückflugticket erforderlich |
|---|---|---|---|
| Deutschland | Ja | 1 | Ja |
| Österreich | Ja | Nein | Ja |
| Schweiz | Ja | Nein | Ja |
| Andere EU-Länder | Ja | Nein | Ja |
| Türkei | Ja | Ja | Ja |
Allgemein erforderlich, muss noch mindestens 6 Monate über den Aufenthalt hinaus gültig sein.
Pass- und Visabestimmungen können sich ändern, und Fluggesellschaften können unterschiedliche Anforderungen stellen. Die Angaben sind zum Zeitpunkt der Veröffentlichung korrekt. Reisende sollten sich vor der Abreise bei der zuständigen Botschaft informieren, besonders bei einem Transit über ein Drittland. Für Unannehmlichkeiten oder Verluste, die durch Änderungen dieser Bestimmungen entstehen, übernehmen wir keine Haftung.
Ein Visum ist allgemein erforderlich, ausgenommen sind für einen touristischen Aufenthalt von bis zu 3 Monaten u.a. Staatsbürger der folgenden, in der obigen Tabelle genannten Länder, die einen Einreisestempel kostenlos bei der Einreise erhalten:
EU-Länder und Schweiz ([1] Deutschland: nur Personen, die nach dem 1. Januar 1928 geboren sind, können visumfrei einreisen.)
Achtung: Reisende aus Ländern, die von der Visumpflicht für Israel befreit sind, benötigen eine elektronische Einreisegenehmigung (ETA-IL). Die ETA-IL kann online beantragt werden. Sie kostet 25 NIS (ca. 6,60 €) und ist zwei Jahre gültig bzw. bis zum Ende der Gültigkeit des Reisepasses verwendbar. Seit dem 1. Januar 2025 ist die Beantragung einer ETA-IL für Staatsangehörige aus visumbefreiten Ländern verpflichtend.
Deutsche: Elektronischer Reisepass für Personen unter 24 Jahren.
Österreicher: Eigener Reisepass.
Schweizer: Eigener Reisepass.
Türken: Eigener Reisepass.
Anmerkung: Für die Kinder gelten jeweils die gleichen Visumbestimmungen wie für ihre Eltern.
Achtung: Minderjährige unter 16 Jahren, die allein oder in Begleitung eines Elternteils reisen, sollten eine Vollmachtserklärung der jeweils nicht mitreisenden Erziehungs- bzw. Aufenthaltsbestimmungsberechtigten mitführen. Außerdem müssen Minderjähre eine Kopie ihrer Geburtsurkunde und die Kopien der Reisepässe ihrer Eltern bzw. ihrer Sorgeberechtigten mit sich führen.
Ca. 2-3 Wochen, je nach Nationalität verschieden. Wenn eine Rückfrage in Israel notwendig ist, manche Nationalitäten auch 4-6 Wochen.
Expressbearbeitung in Berlin: 3 Konsulararbeitstage.
Bei persönlicher Antragstellung am selben Tag möglich.
Das Visum ist im Allgemeinen für eine einmalige Einreise innerhalb von drei Monaten gültig. Gerechnet wird ab dem Tag der Visaausstellung.
Das Besuchsvisum berechtigt zu einem Aufenthalt von bis zu drei Monaten ab dem Einreisetag (entscheidend ist der Einreisestempel). Das Transitvisum ist für einen zweitägigen Aufenthalt gültig.
Eine Verlängerung ist gegen eine Gebühr möglich, Beantragung bei den Büros des Innenministeriums.
Touristen-, Studenten- und Transitvisum.
Unterschiedlich je nach Reisezweck, Anfragen an die konsularischen Vertretungen.
Deutschland, Österreich
B/2-Besuchervisum: 25 €.
B/1-Arbeitsvisum: 51 €.
Schweiz
B/2-Besuchervisum: 26 CHF.
Die Bearbeitung ist für türkische Antragsteller kostenlos.
Mitreisende Kinder visumpflichtiger Reisender, Deutsche, die vor 1928 geboren sind, und türkische Staatsbürger erhalten das Visum kostenlos bei der konsularischen Vertretung.
Touristenvisum:
(a) 1 Antragsformular (downloadbar auf der Website der zuständigen diplomatischen Vertretung).
(b) 1 aktuelles Passfoto (5 x 5 cm).
(c) Reisepass, der bei der Einreise noch mindestens sechs Monate gültig ist.
(d) Reserviertes Rück- oder Weiterreiseticket.
(e) Gebühr (per Überweisung mit Kopie des Belegs oder bei persönlicher Beantragung per Kreditkarte (außer Diners Club)).
(f) Unterkunftsnachweis (Einladung oder Hotelbuchungsbestätigung).
(g) Nachweis ausreichender Geldmittel (Kontoauszüge und Gehaltsbestätigung der letzten 3 Monate).
(h) Ggf. Aufenthaltsgenehmigung/Arbeitserlaubnis für Deutschland, Österreich oder die Schweiz, die bei der Einreise noch mindestens sechs Monate gültig ist.
(i) Eine Arbeitsplatzbestätigung / Arbeitslosen- oder Sozialhilfebescheinigung / Rentenbescheid / Studentenbescheinigung mit Finanzierung des studentischen Aufenthaltes (z.B. Bafögbescheinigung, Stipendiennachweis) / o. Ä.
(j) Nur deutsche Staatsbürger, die vor 1928 geboren sind, müssen zusätzlich ein ausgefülltes Erklärungsformular abgeben (betrifft Zugehörigkeit zur NSDAP), downloadbar auf der Internetseite der zuständigen diplomatischen Vertretung.
(k) Nachweis einer Auslandskrankenreiseversicherung.
Geschäftsvisum zusätzlich:
(l) Einladungsschreiben der Firma in Israel.
(m) Entsendungsschreiben der Firma mit genauen Angaben zur Reise und Beschäftigungsnachweis.
Visumbeantragung für mitreisende Kinder:
Falls Kinder mitreisen, gilt für alle Kinder, die das 18. Lebensjahr noch nicht vollendet haben:
(a) Reisepass, Aufenthaltsgenehmigung, Passfoto, Antragsformular und Flugreservierung wie oben.
(b) Kopie der Heiratsurkunde.
(c) Kopie der Geburtsurkunde des Kindes.
(d) Eine von beiden Eltern (oder dem Erziehungsberechtigten) unterschriebene Einverständniserklärung, dass das Kind reisen darf (oder beide Unterschriften auf dem Antragsformular).
(e) Kopie des Reisepasses der Mutter / des Vaters mit erkennbarer Unterschrift - oder Sorgerechtbescheinigung / Scheidungsurkunde, wo das Sorgerecht vermerkt ist.
Bei postalischer Beantragung ist ein frankierter Einschreiben-Rückumschlag beizulegen.
1 Neuer Israelischer Shekel = 100 Agorot. Währungskürzel: NIS, ILS (ISO-Code). Banknoten sind im Wert von 200, 100, 50 und 20 NIS im Umlauf. Münzen im Wert von 10, 5, 2, 1 und ½ NIS sowie 10 Agorot.
Ein- und Ausfuhr von Landes- und Fremdwährungen ist unbegrenzt, es besteht jedoch Deklarationspflicht ab einem Betrag im Gegenwert von 50.000 NIS (Formular 84a). Anden Grenzübergängen Nizana, der Fluss Jordan sowie Yitzhak Rabin besteht Deklarationspflicht ab einem Betrag im Gegenwert von 12.000 NIS sowie am Grenzwert Allenby in Höhe von 2000 Dinar. Für die Ausfuhr von Landeswährung muss vor der Abreise bei der örtlichen Bank eine Genehmigung eingeholt werden (höhere Beträge nicht empfohlen, da hohe Umtauschkursverluste im Ausland). Ausfuhr von Fremdwährungen in Höhe des bei der Einreise deklarierten Betrages.
Internationale Kreditkarten werden in größeren Hotels, Geschäften und Autoverleihfirmen akzeptiert. Weitere Informationen vom Aussteller der betreffenden Kreditkarte.
So-Do 08.30-12.00, So, Di, Do + So 16.00-18.00 Uhr. Am Tag vor einem jüdischen Feiertag ist meist nur vormittags geöffnet. Die Banken um Ben Gurion Flughafen sind durchgängig geöffnet.
Folgende Artikel dürfen im Handgepäck zollfrei nach Israel eingeführt werden:
250 g Tabakwaren (entsprechend z.B. 200 Zigaretten, die in einer Schachtel sind) (Personen ab 18 J.);
1 l Spirituosen (Personen ab 18 J.);
2 l Wein (Personen ab 18 J.);
250 ml Parfüm oder Eau de Cologne;
Geschenke bis zum Wert von 200 US$ (außer alkoholischen Getränken, Tabakwaren, gebrauchte Aufnahmegeräte, Kameras, Fernsehgeräte, Fernglas, persönlcher Schmuck, Musikinstrumente, Campingausrüstung, Sportausrüstung, ein Zelt, ein Fahrrad ohne Motor), davon maximal 3 kg Lebensmittel (einzelne Lebensmittel dürfen 1 kg nicht überschreiten).
Falschgeld, obszöne Waren und Waren die gehacked wurden, illegale Glücksspielprodukte, gefälschte Rechnungen, gebrauchte Verpackungen für pflanzliches Material, Detektoren für Radarstörsender, verbotene Spiele, Tränengaskanister in der Form von Schusswaffen, explosive und brennbare Substanzen, gebrauchte landwirtschaftliche Geräte, Gegenstände, die dem Konsum von Drogen dienen, Waren, mit denen zur Gewalt, Terrorismus oder Rassismus angestiftet werden kann, Waren, die Bezug zu einer terroristischen Vereinigung haben, Blumen, Pflanzen, Samen, Frischfleisch, frisches Obst und Gemüse, Medikamente ohne Rezept, Drogen, Messer ohne legitimen Nutzen wie für den Haushalt, Beruf, Kunsthandwerk etc. und Dolche.
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