| Ländername | Montenegro, Crna Gora |
| Beste Reisezeit | Juni, September |
| Fläche | 13.883 km2 |
| Hauptstadt | Podgorica |
| Bevölkerung | 617.213 |
| Sprache | Montenegrinisch |
| Staats-/Regierungsform | Republik |
| Staatsoberhaupt | Präsident Jakov Milatović, seit 20.05.2023 |
| Regierungschef | Premierminister Milojko Spajić (Evropa sad!, Europa Jetzt!), seit 31.10.2023 |
| Außenminister | Ervin Ibrahimović (BS, Bosniakische Partei), seit 23.07.2024 |
| Währung | Euro |
| Zeitzone | UTC+1, UTC+2, Mitteleuropäische Zeit |
| Reiseadapter | Nicht notwendig |
| Kfz-Länderkennzeichen | MNE |
| ISO-3166 | ME, MNE |
| Internet-TLD | .me |
| Landesvorwahl | +382 |
| Website | https://www.gov.me/ |
| Reisepass & Visum | Nicht notwendig |
| Geeignet für | Kultur, Outdoor, Meer, See, Wintersport |
| Um 1200 v. Chr. | Illyrer siedeln am Skutarisee |
| 15.–18. Jh. | Venezianische Herrschaft in den Küstenstädten |
| 1815–1918 | Die Habsburger kontrollieren einen Teil der Küste |
| 1878 | Montenegro wird erstmals als souveräner Staat anerkannt |
| 1918 | Das Land wird dem Königreich Serbien, Kroatien und Slowenien zugeschlagen |
| 1941 | Italien okkupiert Montenegro. Partisanen kämpfen gegen die Besatzung |
| 1945 | Montenegro wird Teil Jugoslawiens |
| 1990er-Jahre | Eine große Mehrheit stimmt 1992 für den Verbleib in Jugoslawien; Teilnahme an den Jugoslawienkriegen an der Seite von Serbien |
| 2003 | Jugoslawien ist zerfallen, übrig bleibt Serbien-Montenegro |
| 2006 | Volksentscheid für die Unabhängigkeit von Serbien |
| 2017 | Das Land wird Nato-Mitglied |
| Ende 2026 | Alle Verhandlungskapitel zum für 2028 anvisierten EU-Beitritt sollen abgeschlossen sein |
Nacionalna turistička organizacija Crne Gore (NTO) (Slobode 2 | Podgorica | Tel. 077 10 00 01 | 24 Std. erreichbares Infotel. 08000 13 00 | montenegro.travel)
Zweigstellen der Nationalen Tourismusorganisation von Montenegro gibt es im ganzen Land, außerdem finden sich in fast jedem Ort Reisebüros.
Nacionalni Parkovi Crne Gore (Trg Vojvode Bećir-Bega Osmanagića 16 | Podgorica | Tel. 020 60 10 15 | nparkovi.me): Hier bekommst du Informationen zu den Nationalparks.
Hercegovačka 10 | Podgorica | Tel. 020 44 10 00 | podgorica.diplo.de
Svetlane Kane Radević 3 | Podgorica | Tel. 020 20 11 35 | bmeia.gv.at/oebpodgorica
Zuständig ist die Schweizerische Botschaft (Bulevar Oslobođenja 4 | Tel. +381 11 3 06 58 20 | eda.admin.ch/ belgrade) in Belgrad, Serbien.
In Podgorica gibt es ein Generalkonsulat (Džordža Vašingtona 108/A36 | 2. Etage in The Capital Plaza | Tel. 020 62 03 12 | podgorica@honrep.ch).
Am besten die allgemeine, europaweite Notrufnummer 112 anrufen.
Ansonsten gilt landesweit: Polizei Tel. 122, Feuerwehr Tel. 123, Notarzt Tel. 124, Bergwacht Tel. 040 25 60 84. Denk bei diesen Nummern an die Ländervorwahl 00382, wenn du von einem Handy mit nicht-montenegrinischer SIM-Karte anrufst.
Alle Hotels bieten WLAN an, die meisten Privatunterkünfte und Campingplätze auch. WLAN-Hotspots in Cafés sind ausgewiesen, auch manche Kneipen und Bars haben Internet, gegen Aufpreis teils sogar Mietwagen. Im Prinzip gilt: Je größer der Ort, desto besser die Internetanbindung.
Bei Redaktionsschluss stand ein Wegfall der Roaminggebühren für Reisende aus EU-Ländern in Aussicht. Informier dich vor deiner Reise über die aktuelle Regelung. Denn: Roaming kann anderenfalls teuer werden. Im Zweifelsfall erst mal die mobilen Daten ausschalten.
Vor Ort buhlen die Mobilfunkanbieter One (069), m:tel (068) und Telekom (067) um Kundschaft. One hat eine 24/7-Touristen-Infohotline unter Tel. 17 00. Die Tarife sind höher als in Deutschland. Willst du viel telefonieren oder mobil surfen, kann sich trotzdem eine Prepaidkarte mit montenegrinischer Nummer lohnen. Bring ein simlockfreies Smartphone mit und kauf dir ein Prepaidpaket am Kiosk oder im Supermarkt, es gibt günstige Pakete für Touristen (z. B. turistički pripejd paket, auch tourist prepaid, von der Telekom). Ansonsten installier am besten bei Anreise eine App für eine eSIM (z.B. Saily, Yesim oder Airalo) für mobile Daten.
Bei Telefonaten innerhalb des Landes wählt man die Orts- bzw. Mobilfunkvorwahl, die immer mit einer Null beginnt, dann die Anschlussnummer. Bei Anrufen aus dem Heimatland oder etwa vom deutschen Handy nach Montenegro die Landesvorwahl, gefolgt von der Orts- bzw. Mobilfunkvorwahl ohne die Null am Anfang und dann die Anschlussnummer wählen Ländervorwahlen: Deutschland 0049, Österreich 0043, Schweiz 0041, Montenegro 00382.
Mimosenfest (Herceg Novi, Uferpromenade: buntes Treiben zur Feier der Mimosenblüte | hercegnovi.travel
Karneval (u. a. in Kotor): Maskenbälle und Prozessionen entlang der Küste | kotor.travel
Theaterfestival HAPS (Herceg Novi), hercegfest.me
International Jazz Day: Konzerte in zehn Städten des Landes | jazzday.com
Montenegro Cup (Kotor und Nikšić): Freeclimber klettern spektaktulär an den steilen Kliffs um die Wette
Dance Festival (Budva)
Nacht der Museen: Am 19. Mai können landesweit Dutzende Museen kostenlos besucht werden
Internationaler Kinderkarneval (Herceg Novi)
Olivenfest (Tivat)
Festival der Männerchöre „klapa“ (Perast): A-cappella-Gesang mit höchstens acht Mann | festivalklapaperast.com
International Fashion Festival (Porto Montenegro, Tivat): Modenschau für alle | portomontenegro.com/events
Days of Tara (Mojkovac): Wagemutige stürzen sich von der Tarabrücke in den Fluss | mojkovac.travel
Film Festival (Herceg Novi): Open-Air-Kino, teils mit englischen Untertiteln | Facebook: Montenegro Film
Halloween (Budva): Hexen und Nixen haben einen Tag lang das Sagen
Silvesterkonzerte: abends unter freiem Himmel in vielen Städten
| 1./2. Januar | Neujahr |
| 6.-8. Januar | orthodoxes Weihnachtsfest |
| April/Mai | orthodoxer Karfreitag, Ostersonntag, Ostermontag |
| 1./2. Mai | Tag der Arbeit |
| 21./22. Mai | Unabhängigkeitstag |
| 13./14. Juli | Tag der Staatsgründung |
| 24./25. Dezember | katholisches Weihnachtsfest |
Nationale Zulassung und nationaler Führerschein reichen in Montenegro aus. Die internationale grüne Versicherungskarte ist nicht mehr verpflichtend. Geltende Höchstgeschwindigkeiten: innerorts 50 km/h, auf Landstraßen 80 km/h, auf Schnellstraßen 100 km/h. Fahrzeuge mit Anhänger dürfen höchstens 80 km/h fahren. Die Promillegrenze für Autofahrer liegt bei 0,3. Abblendlicht muss immer eingeschaltet sein. Warnwesten im Wagen sind Pflicht, ebenso wie ein Feuerlöscher. Fahren ohne festes Schuhwerk ist verboten.
Die Verkehrsstrafen in Montenegro sind empfindlich. Überholen im Tunnel oder fahren bei roter Ampel: Führerschein weg; telefonieren im Auto: mindestens 50 Euro; unangeschnallt fahren: 50 Euro; ab 20 km/h zu schnell bzw. Alkohol am Steuer: ab 70 Euro. Informier nach einem Unfall unbedingt die Polizei. Bei Pannen unterwegs hilft der Notdienst: Tel. 1 98 07.
Der erste Autobahnabschnitt des Landes mit 42 km Länge rund um die Hauptstadt ist fertig, weitere sind aber noch Zukunftsmusik. Die Küstenstraße zwischen Herceg Novi und Ulcinj sowie die Straßen von der Küste nach Podgorica und Cetinje sind in der Hochsaison meist verstopft. Stell dich also auf längere Reisezeiten ein. Der Sozina-Tunnel auf der E 80 zwischen Podgorica und Bar ist gebührenpflichtig (2,50 Euro pro PKW). Parkgebühren sind an der Küste hoch, manchmal bis zu 20 Euro am Tag. Für die Sicherheit der Wagen wird selten garantiert.
Ein flächendeckendes Autobusnetz verbindet alle größeren Städte miteinander, auch die Hauptdestinationen an der Küste. Tickets können sowohl am Busbahnhof (autobuska stanica) als auch beim Fahrer gekauft werden und sind, verglichen mit westeuropäischen Tarifen, sehr günstig.
Die von Bar nach Belgrad verkehrende Bahn (Strecke Bar–Kolašin ca. 3 Std. | 8,40 Euro | zcg-prevoz.me) hält mehrmals täglich in Sutomore, Podgorica, Kolašin, Mojkovac und Bijelo Polje. Einige Abschnitte sind sehr malerisch, etwa das spektakuläre, 198 m hohe Mala-Rijeka- Viadukt über einer Schlucht.
So klein das Land, so groß die kulinarische Vielfalt! Die kommt vor allem aus der reichen Natur Montenegros. Auf Bergen und in Tälern weiden glückliche Kühe. Fern der großen Straßen wachsen Pilze und Wildkräuter wie Minze oder Thymian. Es gibt Olivenhaine und Feigenbaumalleen, und aus den Gärten kommt gutes Sommergemüse direkt auf deinen Teller.
Seit einigen Jahren macht sich der Trend zu nachhaltiger Esskultur in Montenegro bemerkbar. Auch offiziell zertifizierte Biobauern gibt es bereits einige Hundert – Tendenz steigend. Aber in den Bergen gedeiht ohnehin alles auf natürliche Weise, und in der Küstenregion wachsen seit Jahrhunderten Oliven- und Feigenbäume. Die Landwirte konnten ihre lokal erzeugten Produkte lange Jahre nur auf Märkten oder Messen verkaufen. Das ändert sich gerade, denn sogar Discounter setzen immer stärker auf regionale und naturbelassene Lebensmittel. Und natürlich werden lokale Produkte auch am Straßenrand angeboten – nicht immer, aber oft zu sehr fairen Preisen.
Im Mittelalter hinterließen die Venezianer nicht nur architektonische Spuren in Montenegro, sondern brachten auch ihre Kochkünste mit. So sind die Einflüsse der feinen italienischen Küche in der Küstenregion noch heute in Pasta und Fischrezepten zu finden. Fast alle Restaurants an der Küste, aber auch viele Kneipen, servieren Meeresfische – gegrillt (na žaru), gekocht (lešo) oder als Eintopf (brodeto). Auch Muscheln in Weißwein (mušule buzara) oder gefüllten Tintenfisch (punjeni lignji) kannst du hier genießen.
Und fischig geht es nicht nur am Meer zu: Die Küche der gesamten Region rund um den riesigen Skutarisee ist ebenfalls vom Wasser geprägt. Aale, Karpfen und Ukeleie landen hier auf den Tellern. Sie werden gegrillt, getrocknet, gekocht, geräuchert oder gebraten. Sogar in den Gaststätten der Hauptstadt Podgorica kommen Fischgenießer auf ihre Kosten – vor allem mit Karpfen und Forellen (pastrmka).
Ansonsten endet hier aber die die Hoheit der Fische in Pfanne und Kochtopf. Fleisch überwiegt – dementsprechend deftig gestaltet sich die Küche in den höheren Gefilden um Kolašin, Žabljak und Nikšić. Was Weiden und Höfe hergeben, kommt hier auf den Teller. Unbedingt probieren solltest du einmal Lammfleisch, das unter dem mit Glut bedeckten Glockendeckel sač gegart wird. Am besten genießt du es in einer der traditionellen, runden Holzhütten (savardak). Der njeguški pršut (luftgetrockneter Schinken) und der Käse njeguški sir, der an Ricotta erinnert, stammen aus dem Dorf Njeguši zwischen Cetinje und Kotor. In kleinen, familienbetriebenen konobas (Tavernen) entlang der Straße packt man dir eine dicke Scheibe Brot dazu, das jede Familie nach eigenem Rezept im Holzofen backt, und ein Glas medovina (altslawisches Honiggetränk). Dann noch der einmalige Blick auf das Lovćengebirge – perfekt! Eine Köstlichkeit ist auch der Ziegenquark mladi kozji sir. Der beste kommt aus der Gegend von Kolašin im Nordosten.
Brot gehört in Montenegro zu jeder Mahlzeit dazu. Traditionell hatte jede Bäckerei immer das staatlich subventionierte „Volksbrot“ narodni hleb im Regal. Bis heute sind die Weißbrote sehr günstig – aber schmecken dafür auch ziemlich lasch. Köstlich dagegen sind die typischen Teigtaschen (pita): Jufkablätter, die mit Käse (sirnica), Spinat (zeljanica) oder Fleisch (burek) gefüllt sind und mit einem Glas Joghurt gegessen werden.
Das Fast Food des Balkans sind ćevapčići, würzige Hackfleischstäbchen, die mit Pommes und rohen Zwiebeln serviert werden, sowie pljeskavica (Hamburger). Beides wird selbst in kleinen Dörfern aus Buden oder Kiosken verkauft.
Für Vegetarier ist Montenegro nicht gerade geschaffen, aber es wandelt sich langsam zum Besseren. An heißen Sommertagen reicht manchmal schon ein Salat: In šopska salata gehören Tomaten, Gurken, Zwiebeln, Paprika und ein Häubchen aus Schafskäse. Auch kupus salata ist eine Delikatesse: Zum geraspelten Weißkohl werden schwarze Oliven in einer leichten Vinaigrette mit Olivenöl serviert. Weitere vegetarische Köstlichkeiten sind gegrillte Auberginen, gefüllte Weinblätter oder Speisen mit würzigem Bergkäse. An der Küste und in Podgorica gibt es auch moderne Veggie-Lokale.
Zwar finden sich in Montenegro weder klassische Konditoreien noch ist die nachmittägliche Runde mit Kaffee und Kuchen im Café üblich. Aber die alte österreichische Tradition schlägt in den Restaurants noch immer durch mit Palatschinken (palačinke). Die Pfannkuchen werden mit Nüssen oder Marmelade, in der moderneren Variante mit Nutella (eurokrem) gefüllt. Mit etwas Glück bekommst du auch einen Apfelstrudel (štrudla od jabuka) oder Pflaumenkuchen (pita od šljiva). Häufiger ist sladoled, Eiscreme. Und dann gibt es ja noch die orientalischen Einflüsse: süß-klebriges und extrem leckeres Baklava (Blätterteig mit Nüssen und Rosinen gefüllt)!
Die Konfitüren und Marmeladen, die auf Märkten und in Supermärkten verkauft werden, sind den meisten Westeuropäern zu zuckrig. Dennoch ist die Feigenkonfitüre (marmelada od smokve) eine echte Spezialität.
Zum Essen gehört zu jeder Tageszeit ein typischer Mokka – ob vor oder nach der Mahlzeit, ist ganz egal. Wenn das starke Gebräu dir zu bitter ist, bekommst du es auch mit Milch. Und in den Städten gibt es inzwischen auch überall Cappuccino und Latte macchiato.
Wer mag, nimmt zum Kaffee einen der landestypischen Schnäpse. Die Hauptmahlzeit findet hier im Land schließlich abends statt, da kann man sich schon mal ein Gläschen oder zwei genehmigen. Im Norden trinkt man den Pflaumenschnaps šljivovica, an der Küste ist der loza genannte montenegrinische Grappa (ab stolzen 45 Volumenprozent) beliebt. Na dann: einen guten Appetit (prijatno) und Prost (živjeli)!
In Cafés ist es üblich, kleine Summen aufzurunden. Für Touristen ist es jedoch angemessen, 10 Prozent des Betrags auf die Rechnung aufzuschlagen.
An langen Winterabenden wird in den Bergen des Nordens geschnitzt, gestrickt und gehäkelt. Die Bergdörfer waren früher von Dezember bis März eingeschneit – was sollte man da sonst machen? Die kleinen Kunstwerke werden oft direkt vor dem Haus verkauft, sonst auf Märkten und in Andenkengeschäften. Große, mit Blumenmotiven geschmückte Schalen oder einfache Bretter und Besteck in allen Größen sind allgegenwärtig. Nur bitte kein Teakholz kaufen: Dabei handelt es sich meist um billige Importe.
Das vielleicht schönste Mitbringsel sind Pullis aus Schafswolle, manchmal etwas kratzig, weil frei von Chemikalien, aber immer herrlich warm. Halte auch Ausschau nach handbestickten Blusen und Kleidern oder gehäkelten Tischdecken – man sieht sofort den Unterschied zu massenhaft produziertem Ramsch.
Besonders bekannt für ihre filigranen Arbeiten sind die albanischen Silberschmiede. Recht günstige Silberketten, Ringe und Armbänder stöberst du in Ulcinj direkt an der albanischen Grenze auf. Ansässig sind die Geschäfte vor allem in der Ulica zlatara, der irreführend benannten „Straße der Goldschmiede“.
Die Bauernmärkte, meist von morgens bis zum frühen Nachmittag, sind eine wahre Freude für Nase und Augen: Die ganze duftende, farbenfrohe Pracht der einheimischen Lebensmittel liegt auf den Verkaufstischen ausgebreitet. Besonders sehenswert ist der Bauernmarkt in Bar an der Adria. Beim spielerischen Feilschen um ein paar Cent oder Euro schleicht sich dir und den Verkäufern garantiert ein Lächeln auf die Lippen.
Außerdem hat jeder Ort einen Markt, auf dem allerlei andere Produkte verkauft werden. Günstige Kleidung (Vorsicht: auch Fälschungen von Designermarken!) und Hüte aus Stoff und Leder gehören genauso dazu wie mit Muscheln beklebte Broschen oder Bierkrüge aus Holz. Meist geht es bunt und laut zu. Gönn dir zumindest einmal dieses Schauspiel – hauptsächlich des wilden Treibens wegen! Einer der schönsten ist der Markt in Tuzi, einem kleinen Ort zwischen Podgorica und der albanischen Grenze.
Ikonen, die orthodoxen Heiligenbilder, kaufst du selbstverständlich am authentischsten im Kloster selbst. Sie kosten nicht viel und haben auch keinen riesigen materiellen Wert, für die Menschen aber eine riesige Bedeutung. Das Spannendste sind allerdings die anderen Produkte, die es noch in vielen Klosterläden gibt: von den Nonnen oder Mönchen selbst hergestellte Honige, dazu Cremes und Salben – alles rein pflanzlich und gut für die Gesundheit!
Im schicken Porto Montenegro in Tivat warten edle Boutiquen aus Glas und Marmor mit Nobelmarken auf zahlungskräftige Kunden. Auf den Märkten dagegen bekommst du luftige Baumwollkleider für gerade mal 15 oder 20 Euro. Einheimische Designerkleidung gibt es z. B. in den Modegeschäften der Altstädte von Budva, Kotor, Herceg Novi und Podgorica. Lange Kleider, weite Ärmel – viele der Stücke sind von traditionellen Trachten inspiriert. Auch Verzierungen, oft mit Silberoder Goldfäden, kommen zum Einsatz.
Es gibt keine festen Öffnungszeiten. Geschäfte und Restaurants sind im Sommer oft bis Mitternacht für ihre Kunden da. Für die Lokale in diesem Reiseführer gilt: Sofern nicht anders angegeben, haben sie täglich mittags und abends geöffnet. Viele Ämter sind ab 16 Uhr geschlossen. Die Postämter haben an Werktagen zwischen 7 und 20 Uhr geöffnet, in der Touristensaison mitunter sogar länger.
Einer der wenigen FKK-Strände befindet sich in der Nähe von Ulcinj auf der Insel Ada Bojana. In Ulcinj selbst ist ein kleiner Felsen für Naturisten reserviert. An der äußersten Spitze von Igalo liegt der kleine FKK-Strand Njivice. Andernorts fahren Fischerboote zu kleinen FKK- Buchten. Vor Ort fragen!
| Imam bajeldi | gebratene Auberginenstücke mit einer Tomaten-Knoblauch- Zwiebel-Mischung |
| Crni rižot | schwarzes Risotto, mit Tintenfischtinte gefärbt |
| Kajmak | geschichteter Käse aus frischem, leicht gesäuertem Rahm |
| Sir u ulju | in Öl eingelegter Schafskäse |
| Kačamak | Maismehl-Polenta mit kajmak-Käse |
| Paštrovski makaruli | Vollkornweizenmehlnudeln serviert mit Olivenöl und in Salzlake gereiftem Käse |
| Jagnjetina u mlijeku | in Milch gekochtes und überbackenes Lammfleisch |
| Balšića tava | mit einer Sauce aus Eiern, Milch und Sahne überbackene Kalbfleischstreifen |
| Njeguška šnicla | mit kajmak-Käse und Schinken gefülltes Schweineschnitzel |
| Pastrmka u kiselom mlijeku | Forelle in Joghurt, kalt serviert |
| Bokeljski brodet | Fischeintopf mit Sprotten und Seehecht |
| Riblja juha | Fischsuppe aus Dorade |
| Krap u tavu | Karpfen aus der Pfanne mit Dörrpflaumen, Äpfeln und Quitten |
| Krstač | vollmundiger, trockener Weißwein |
| Vranac pro corde | trockener Rotwein, dunkel |
| Nikšićko pivo | das Bier Montenegros |
Auf die Größe kommt es bekanntlich im Leben oft gar nicht so an. Aber selbst wenn, dann könnte Montenegro sich wirklich nicht beschweren, denn an beiden Enden der Skala ist man vertreten. Nach der Bevölkerungszahl taucht das Land mit seinen rund 624 000 Menschen im weltweiten Vergleich auf Platz 170 auf. Immerhin noch vor Schwergewichten wie Cabo Verde, Kiribati und der Insel Man.
Aber viel wichtiger als Masse ist doch ein guter Ausblick. Und den haben sie definitiv: Die montenegrinischen Männer sind – zumindest laut einigen Quellen – die am höchsten gewachsenen der Welt, während die Frauen sich nur den Holländerinnen geschlagen geben müssen. Ob es an der Bergund Seeluft, an den ćevapčići oder am Verlangen liegt, dem Himmel näher zu sein, ist nicht erforscht.
Okay, das sind jetzt ziemlich viele Konsonanten hintereinander. Aber irgendwie lässt es sich doch aussprechen. Ungefähr so: „Tsrna Gora“. Das bedeutet „Schwarzer Berg“ oder eben „Montenegro“. Auf diesen Namen kamen die Venezianer, als sie im Mittelalter Kotor, Budva und Ulcinj eroberten. In der slawischen Version kann gora neben „Berg“ aber auch „Wald“ oder „Holz“ bedeuten. Wenn du erlebst, wie die tief stehende Sonne am Nachmittag auf die Nadelwälder des Durmitorgebirges scheint, wirst du verstehen, warum die Montenegriner ihren Landesnamen am ehesten mit „Schwarzer Wald“ übersetzen.
Viele Menschen in Montenegro lieben Denkmäler. Die verewigen alles Mögliche, meistens tapfere Kämpfer, Kriegshelden und Dichter, fast immer Männer natürlich. Cojstvo i junaštvo, „Ehre und Heldentum“, heißt das dazugehörige Motto. Besonders im Kampf gegen die türkische Herrschaft wurden viele Legenden geboren, etwa die der ungebändigten Bergfürsten, die keinen Feind fürchten müssen. Aus dieser Zeit stammt die Einteilung des Volks in so etwas wie Stämme. Bis heute weiß fast jeder Einheimische, welchem Clan (pleme) und welcher Bruderschaft (bratstvo) er angehört. Es könnte ja einmal nützlich sein.
Erinnere bitte vor Ort niemanden daran, um die Stimmung nicht zu verderben. Aber: Noch bis in die 1960er-Jahre ging eine Frau in Montenegro vielerorts einige Schritte hinter ihrem Mann, um ihm Respekt zu zollen. Das hat sich inzwischen radikal geändert. Jetzt gibt es zahlreiche prominente Businessfrauen und Politikerinnen, frau tritt inzwischen selbstbewusst und selbstbestimmt auf – auch wenn die Gesellschaft immer noch patriarchalisch funktioniert. Mit anderen Worten: Die Männer haben am Ende meistens doch noch das Sagen.
Nicht einmal zwei Jahre war Montenegro unabhängig, als es Ausländern erstmals per Gesetz erlaubt wurde, Grund und Boden zu erwerben. Viele schlugen zu und griffen zunächst alle Filetstücke ab. Die Preise explodierten und besonders Einheimische, die Land an der Adria besaßen, vergoldeten sich ihre bis dahin mäßig wertvollen Äcker und Bauflächen. Mit dem Besitz gab Montenegro teilweise auch die Kontrolle über die besten Immobilien des Landes aus der Hand. So entstanden vor allem am Meer viele Hotel- und sonstige Klötze, die man heute eigentlich am liebsten gar nicht mehr sehen würde. Und einige Zugänge zu den Stränden wurden versperrt. Andererseits brachte die Flut ausländischer Investitionen auch höchst willkommenes Kapital ins Land. Inzwischen hat der wilde Bauboom zum Glück etwas nachgelassen.
Wie bitte? Montenegro ist nicht in der EU und hat trotzdem den Euro? Nachdem die sogenannten Gastarbeiter in den 1960er-Jahren angefangen hatten, ihre hart verdienten D-Mark nach Jugoslawien zurückzubringen, wurde das deutsche Geld eine Parallelwährung zum Dinar. Im Jahr 2000 legte Montenegro kurzerhand die D-Mark als einziges Zahlungsmittel fest. Das war ein erster Vorbote der montenegrinischen Unabhängigkeit von Serbien sechs Jahre später. Die Deutsche Bundesbank nahm es damals übrigens völlig cool. Aus der D-Mark wurde dann 2002 der Euro. Das war’s. Nur selbst Geld drucken oder an irgendwelchen Entscheidungen teilnehmen darf Montenegro natürlich nicht. Das Bargeld muss aus dem „echten“ Euro- Raum beschafft werden. Eine stabile Währung hat man trotzdem. Schlau, oder? Übrigens sind die Gebühren für Abhebungen am Geldautomaten in Montenegro nicht wirklich höher als in anderen „Euro“-Ländern.
Noch nie von einem montenegrinischen Schriftsteller gehört? Da bist du nicht allein. Aber diesen einen Namen solltest du dir dann doch merken: Petar II. Petrović Njegoš (1813–1851), alias „der Dichterfürst“. Er konnte nicht nur schön reimen, sondern war auch eine der facettenreichsten Persönlichkeiten in der Geschichte dieses kleinen Landes. Als Bischof und Fürst reformierte er das marode, in Clanstrukturen verhaftete politische System und brachte Montenegro auf diese Weise näher an Europa. Und weil das nicht reichte, setzte er noch der gesamten südslawischen Literatur mit seinem Meisterwerk „Bergkranz“ (Gorski Vjenac) ein Denkmal. Thema des Opus ist der heldenhafte Befreiungskampf seines Vorvor Vorvorgängers Danilo I. gegen die Türken und – Kehrseite der Medaille – die Ermordung Tausender zum Islam Konvertierter. Viele aus der Volksdichtung stammende Formulierungen schrieb Njegoš erstmals auf und half so ganz nebenbei auch noch der einheitlichen Schriftsprache auf die Beine.
Und weil er sprachliche Denkmäler setzte, baute man ihm eines aus Stein: das überdimensionale Mausoleum auf dem Lovćen, dem „Olymp Montenegros“.
Jede orthodoxe Familie hat einen eigenen Schutzpatron. Wenn dieser Namenstag hat, wird gefeiert: Slava heißt die mehrtägige Party, die schon seit Jahrhunderten alle Jahre wieder das wichtigste Familienfest in Montenegro ist – mit Ursprüngen in alter slawischer, und damit vorchristlicher, Tradition. Tagelang bereiten die Menschen eifrig rituelle Speisen vor und putzen Haus und Hof, bis am Festtag schließlich der Pope anrückt und alles segnet. Danach gibt es kein Halten mehr: Hoch die Tassen und die Tanzbeine! Auch jedes Kloster hat seinen eigenen Schutzheiligen. Das in den Felsen gehauene Kloster Ostrog ehrt z. B. am 12. Mai den heiligen Vasilije.
Es war eine knappe Kiste: Vor der Volksabstimmung zur Trennung von Serbien wurde festgelegt, dass es eine Wahlbeteiligung von mindestens 50 Prozent und ein Votum von mindestens 55 Prozent geben muss. Die Beteiligung war dann mit über 86 Prozent riesig, aber die Zustimmung zur Unabhängigkeit lag bei genau 55,49 Prozent. Eine Punktlandung. Das bedeutet aber auch: Richtig viele wollten in Serbien bleiben. Man hatte es sich doch beim großen Bruder irgendwie ganz gemütlich eingerichtet. Wie auch immer, nach der beschlossenen Scheidung wurde per Verfassung Montenegrinisch als Amtssprache eingeführt. Viele Menschen blieben in ihrer Umgangssprache trotzdem beim bis dahin üblichen Serbischen. Inzwischen ist das Verhältnis ungefähr halbe- halbe. Serbischsprachige fordern mehr staatliche Förderung, weil die Regierung sie aus ihrer Sicht benachteiligt.
Die gute Nachricht: Die Unterschiede zwischen beiden Sprachen fallen ziemlich klein aus. So heißt etwa Fluss im Montenegrinischen rijeka, während die Serben reka sagen, Welt heißt svijet statt svet, und für morgen sagt man sjutra statt sutra. Die wichtigsten Ausdrücke dobar dan (guten Tag) und hvala (danke) sind völlig identisch.
Noch leichter hat es die albanische Minderheit, die etwa 5 Prozent der Bevölkerung ausmacht. Im Süden und Nordosten, wo die Albaner leben, ist die Zweisprachigkeit gesetzlich festgeschrieben.
Niemand in Montenegro hat an coole Internetadressen gedacht, als das Land 2006 seine Unabhängigkeit von Serbien erklärte. Aber als man dann eigenständig war, musste ein Länderkürzel her, eine sogenannte Top-Level- Domain (also wie .de für Deutschland und .ch für die Schweiz). Das Kürzel .me war noch frei, also griff man zu.
Wobei jeder seiner Domain eine beliebige Endung geben kann, egal in welchem Land er wohnt. Deswegen steht .me inzwischen auch für eine Reihe von Adressen aus dem US-Bundesstaat Maine und dem Nahen Osten (englisch Middle East). Richtig witzig wurde es, als die Marketingexperten dieser Welt auf die Endung aufmerksam wurden. Mit dem „me“ wird die Adresse zur Aufforderung: follow.me oder forgive.me sind nur zwei der offensichtlichsten Beispiele. Auch die großen Konzerne schnappten sich die Endung: Wer mercedes.me oder facebook. me eintippt, wird zu den Hauptseiten der Unternehmen umgeleitet. Als in den USA ein Werbespot mit dem Slogan „Du bist kein Unternehmen, du bist eine Person“ die Zuschauer ermunterte, .me statt .com für ihre privaten Seiten zu verwenden, ließen sich einige inspirieren. So wurde dann auch gut die Hälfte der .me-Adressen in den USA vergeben. Zunächst verwaltete die montenegrinische Regierung die Domäne und verdiente in weniger als einem Jahrzehnt 17 Mio. Euro daran. Typisch Montenegro eben – kleines Land, ganz groß!
Wenn du den Eindruck hast, überall in Montenegro Russisch zu hören, dann liegst du richtig. Viele Russen haben das Land zu ihrer zweiten Heimat erkoren. Das hat zunächst mal mit der Geschichte zu tun, denn in den Türkenkriegen des 19. Jhs. kämpften die Soldaten des Zaren an der Seite der Einheimischen, was diese den Russen nie vergessen haben. Russen fühlen sich also willkommen im kleinen Montenegro – wenn auch inzwischen nicht mehr als größte Touristengruppe, aber als Investoren und Eigentümer von Immobilien. Allein in Budva leben mehr als 10 000 von ihnen. Sicherlich praktisch: Montenegro hat wie Russland das kyrillische Alphabet und ist zwar noch nicht in der EU, aber doch eine Brücke hinüber nach Westeuropa. Angesichts des Ukrainekriegs ist man in Montenegro besonders froh, 2017 schon der Nato beigetreten zu sein.
Im Frühjahr und Spätherbst kann es dich schon ab und zu nasskalt erwischen. Das so sonnige und trockene Sommerhalbjahr wird nämlich eingerahmt von ein paar Regentagen. Die haben es dann in sich: Es platscht kurz und heftig vom Himmel, Sturzbäche strömen die abschüssigen Straßen hinunter, und die Gullys sind heillos überfordert. Die Wellen an der Adria schäumen und rauschen, die Wolken sind schwarz. Ehe man sichs versieht, ist der feucht-(nicht-) fröhliche Spuk dann meist wieder vorbei. Pflanzen und Bäume duften danach betörend, die Luft ist kristallklar, die Sonne kehrt zurück. War da was? Das Dumme daran ist nur, dass es nach fünf Minuten Pause wieder losgehen kann. Besonders heftige Vorstellungen dieses Spektakels gibt die Natur im bergigen Norden.
Die landschaftliche Vielfalt Montenegros sorgt für großen Vogelreichtum. Allein am Skutarisee tummeln sich fast 300 verschiedene Arten, eine Viertelmillion Vögel aus Nordeuropa haben in dem Gebiet ihr Winterquartier. Pelikane sind am See genauso zu Hause wie die zweitgrößte Kormorankolonie Europas. Hier wie auch im Nationalpark Biogradska gora, in Durmitor, wo Ornithologen schon mehr als 100 Arten entdeckt haben, oder in den Sumpfgebieten um Ulcinj werden Beobachtungstouren organisiert. Infos zu diesem und anderen Themen rund um den See gibt‘s auf lakeskadar.me.
Bei orthodoxen Kirchen und Klöstern gilt: Das Gebäude nicht in allzu lockerer Kleidung betreten, schon gar nicht in Shorts. Orthodoxe Gläubige verlassen religiöse Orte übrigens rückwärts – mit Blick auf die Ikonen.
Es wird von Jahr zu Jahr besser mit den Rohrleitungen. Trotzdem kommt oft immer noch Brauchwasser (nur zum Waschen, Spülen, Gießen usw.) aus dem Hahn. Also vorher die Gastgeber fragen oder wenn möglich Wasser aus Trinkbrunnen abfüllen.
Der bergige Norden ist noch immer ein touristischer Geheimtipp. Jedoch ist das Wetter auf 1500 m Höhe oft unberechenbar, und die Wege sind nicht immer so gut gekennzeichnet. Deshalb lieber in kleinen Gruppen oder mit Wanderführer auf Tour gehen oder zumindest die Unterkunft in deine Pläne einweihen.
Das Taxameter hat nicht immer viel zu sagen, der vorher ausgemachte Preis aber gilt. Darum beim Einsteigen immer fragen, was die Fahrt kostet. Nimm ein registriertes Taxi mit Nummer oder nutz in den Städten eine Taxi-App.
Es kann anstrengend sein, wenn Busse oder Lkw den Verkehr bremsen und du hinterhertuckern musst. Schulbusse darf man gar nicht überholen, wenn Kinder ein- und aussteigen. Also immer mit der Ruhe! Ist auch besser, denn oft sind die Straßen eng und kurvenreich. Außerdem gibt‘s erstaunlich viele Radarkontrollen.
Die Straßen sind teilweise in schlechtem Zustand. Ebenso kommt es aufgrund fehlender Straßenschilder und der undisziplinierten Fahrweise mancher Verkehrsteilnehmender häufig zu Unfällen.
In Montenegro muss ganzjährig mit Abblendlicht gefahren werden. Bei winterlichen Verhältnissen besteht Winterreifenpflicht.
Die Promillegrenze beträgt 0,3 Promille.
Die "Grüne Versicherungskarte" ist für Montenegro nicht erforderlich. Über Einzelheiten informiert das Nationale Büro der Versicherer Montenegros.
Die Mitnahme von Anhaltern kann insbesondere beim Grenzübertritt den Straftatbestand der Schleusung erfüllen.
Reisende sollten unbedingt darauf achten, dass im Mietwagen-Übergabeprotokoll alle Schäden, wie zum Beispiel Dellen oder Kratzer, vollständig vermerkt werden. Grenzüberfahrten sollten im Vorfeld mit der Autovermietung abgesprochen werden.
Der deutsche Führerschein wird anerkannt.
Für Grenzübertritte über die "grüne Grenze" in den Bergen nach Montenegro bzw. in die Nachbarländer ist eine Genehmigung erforderlich ("Border Crossing Permit"). Bei Nichtbeachtung ist mit empfindlichen Geldstrafen zu rechnen. Verbindlich beraten hierzu die zuständigen montenegrinischen Stellen. Grundlegende Verhaltensweisen sollten bei Wanderungen beachtet werden:
Homosexuelle Handlungen sind in Montenegro nicht strafbar, jedoch ist die Akzeptanz in der Gesellschaft außerhalb der touristischen Orte nicht besonders ausgeprägt.
Sexuelle Handlungen mit Minderjährigen (Personen vor Vollendung des 18. Lebensjahres) sind in jedem Fall strafbar.
Der Erwerb, Verkauf oder Besitz von Drogen wird in Montenegro streng geahndet. Dies gilt auch für ausschließlich zum Eigenbedarf bestimmte kleinere Mengen.
Bei der Verwicklung ausländischer Staatsangehöriger in Kfz-Unfälle behalten die Behörden in der Regel deren Reisedokumente bis zur Klärung der Schuldfrage ein. Bei Unfällen mit schwerem Personenschaden oder Todesfolge ist zumindest mit vorläufiger Festnahme der Unfallparteien, bei gerichtlicher Feststellung der Schuld mit einer mehrjährigen Haftstrafe zu rechnen. Anders als in der deutschen Rechtsprechung wird die Haftstrafe nicht zur Bewährung ausgesetzt.
Vor Einfuhr/Einreise mit einer Drohne sind die Zustimmung der montenegrinischen Flugverkehrszulassungsbehörde sowie eine Einfuhrgenehmigung des Wirtschaftsministeriums einzuholen. Diese müssen bei Einreise dem montenegrinischen Zoll vorgelegt werden. Der montenegrinische Zoll kann nicht ordnungsgemäß angemeldete Drohnen bei Einreise beschlagnahmen. Eine Auslösung erfolgt mitunter nur gegen hohe Strafzahlungen. Weitere Informationen erteilt die zuständige Zollverwaltung (Upravna Carina (Zollverwaltung); E-Mail: pr.sluzba@carina.gov.me der zuständige Beamte spricht Englisch). Siehe auch Zivilluftfahrtbehörde CAA.
Die offizielle Währung in Montenegro ist der EUR. Gängige Kreditkarten werden landesweit akzeptiert. Geldautomaten sind weit verbreitet. Die Akzeptanz von V-Pay und Debitkarten (Girocard, mit Maestro) ist begrenzt. Diese können lediglich zum Abheben von Bargeld an wenigen Bankautomaten, nicht aber für allgemeine Zahlungsvorgänge genutzt werden.
Für die direkte Einreise aus Deutschland sind keine Pflichtimpfungen vorgeschrieben.
In Teilen des Landes kommt es zu bestimmten Jahreszeiten zur Übertragung der Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) durch Zeckenbisse. Rechtzeitig vor Einreise sollte deshalb mit einem Reise-/Tropenmediziner wegen einer möglichen Impfung Kontakt aufgenommen werden.
Bei Wanderungen in der Natur und im Hinterland ist der Hinweis angebracht, dass es in der warmen Jahreszeit in vielen Gegenden Montenegros zahlreiche, teils auch giftige Schlangenarten gibt. In felsigen Gegenden und im hohen Gras ist daher Vorsicht angebracht.
Durch sexuelle Kontakte, bei Drogengebrauch (unsaubere Spritzen oder Kanülen) und Bluttransfusionen besteht grundsätzlich ein hohes HIV-Übertragungsrisiko.
Eine medizinische Versorgung nach deutschem Standard ist in Montenegro nicht immer gewährleistet. Auch Krankenhäuser verfügen nicht immer über adäquate Ausstattung und sind mitunter nicht in der Lage, Patienten mit bestimmten Krankheitsbildern angemessen medizinisch zu versorgen. Die Hygiene ist im Allgemeinen nicht ausreichend.
Bitte beachten Sie neben dem generellen auch den medizinischen Haftungsausschluss
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- Beachten Sie die Hinweise im Ratgeber für Notfallvorsorge und des Bundesamts für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe.
- Bitte beachten Sie die Hinweise unter COVID-19.
- Achten Sie auf einen ausreichenden Reisekrankenversicherungsschutz.
- Erkundigen Sie sich vorab bei den Behörden/Botschaften Ihres Reiselandes zu den aktuell geltenden, verbindlichen Einreisebestimmungen sowie bei Ihrem Reiseveranstalter/Ihrer Flug-/Schifffahrts-/Eisenbahngesellschaft nach den geltenden Beförderungsbestimmungen.
- Verfolgen Sie bei Ihrer Reiseplanung/während Ihrer Reise Nachrichten und Wetterberichte.
- Beachten Sie unseren Haftungsausschluss und den Hinweis zu Inhalten anderweitiger Anbieter.
Die Lage im gesamten Land ist insgesamt ruhig. Es kann jedoch vereinzelt zu Protesten und Demonstrationen in der Hauptstadt Podgorica und in deren Folge zu Verkehrsbehinderungen kommen.
Kleinkriminalität wie Taschendiebstähle, Autoaufbrüche und -diebstähle kommen an von Touristen frequentierten Orten vor.
Fälle von Gewaltkriminalität werden in der Regel dem organisierten Verbrechen zugerechnet; Touristen und Reisende sind nicht Ziel dieser Straftaten.
Montenegro liegt in einer seismisch aktiven Zone, weshalb es zu Erdbeben kommen kann.
Das Klima ist an der Küste mediterran, im Landesinnern gemäßigt kontinental.
Vor allem in den Sommermonaten kommt es in Montenegro aufgrund der herrschenden klimatischen Bedingungen immer wieder zu Busch- und Waldbränden, bei heftigen Regenfällen muss mit starken Überschwemmungen gerechnet werden.
Beeinträchtigungen der Infrastruktur, auch in Tourismusgebieten, sind dadurch möglich.
Die Straßen sind teilweise in schlechtem Zustand. Ebenso kommt es aufgrund fehlender Straßenschilder und der undisziplinierten Fahrweise mancher Verkehrsteilnehmender häufig zu Unfällen.
In Montenegro muss ganzjährig mit Abblendlicht gefahren werden. Bei winterlichen Verhältnissen besteht Winterreifenpflicht.
Die Promillegrenze beträgt 0,3 Promille.
Die "Grüne Versicherungskarte" ist für Montenegro nicht erforderlich. Über Einzelheiten informiert das Nationale Büro der Versicherer Montenegros.
Die Mitnahme von Anhaltern kann insbesondere beim Grenzübertritt den Straftatbestand der Schleusung erfüllen.
Reisende sollten unbedingt darauf achten, dass im Mietwagen-Übergabeprotokoll alle Schäden, wie zum Beispiel Dellen oder Kratzer, vollständig vermerkt werden. Grenzüberfahrten sollten im Vorfeld mit der Autovermietung abgesprochen werden.
Der deutsche Führerschein wird anerkannt.
Für Grenzübertritte über die „grüne Grenze" in den Bergen nach Montenegro bzw. in die Nachbarländer ist eine Genehmigung erforderlich („Border Crossing Permit"). Bei Nichtbeachtung ist mit empfindlichen Geldstrafen zu rechnen. Verbindlich beraten hierzu die zuständigen montenegrinischen Stellen. Grundlegende Verhaltensweisen sollten bei Wanderungen beachtet werden:
Homosexuelle Handlungen sind in Montenegro nicht strafbar, jedoch ist die Akzeptanz in der Gesellschaft außerhalb der touristischen Orte nicht besonders ausgeprägt.
Sexuelle Handlungen mit Minderjährigen (d.h. Personen vor Vollendung des 18. Lebensjahres) sind in jedem Fall strafbar.
Der Erwerb, Verkauf oder Besitz von Drogen wird in Montenegro streng geahndet. Dies gilt auch für ausschließlich zum Eigenbedarf bestimmte kleinere Mengen.
Bei der Verwicklung ausländischer Staatsangehöriger in Kfz-Unfälle behalten die Behörden in der Regel deren Reisedokumente bis zur Klärung der Schuldfrage ein. Bei Unfällen mit schwerem Personenschaden oder Todesfolge ist zumindest mit vorläufiger Festnahme der Unfallparteien, bei gerichtlicher Feststellung der Schuld mit einer mehrjährigen Haftstrafe zu rechnen. Anders als in der deutschen Rechtsprechung wird die Haftstrafe nicht zur Bewährung ausgesetzt.
Vor Einfuhr/Einreise mit einer Drohne sind die Zustimmung der montenegrinischen Flugverkehrszulassungsbehörde sowie eine Einfuhrgenehmigung des Wirtschaftsministeriums einzuholen. Diese müssen bei Einreise dem montenegrinischen Zoll vorgelegt werden. Der montenegrinische Zoll kann nicht ordnungsgemäß angemeldete Drohnen bei Einreise beschlagnahmen. Eine Auslösung erfolgt mitunter nur gegen hohe Strafzahlungen. Weitere Informationen erteilt die zuständige Zollverwaltung (Upravna Carina (Zollverwaltung); E-Mail: pr.sluzba@carina.gov.me der zuständige Beamte spricht Englisch). Siehe auch Zivilluftfahrtbehörde CAA.
Die offizielle Währung in Montenegro ist der EUR. Gängige Kreditkarten werden landesweit akzeptiert. Geldautomaten sind weit verbreitet. Die Akzeptanz von V-Pay und Debitkarten (Girocard, mit Maestro) ist begrenzt. Diese können lediglich zum Abheben von Bargeld an wenigen Bankautomaten, nicht aber für allgemeine Zahlungsvorgänge genutzt werden.
Einreise- und Zollbestimmungen für deutsche Staatsangehörige können sich kurzfristig ändern, ohne dass das Auswärtige Amt hiervon vorher unterrichtet wird. Bitte erkundigen Sie sich daher vorab zusätzlich bei den Vertretungen Ihres Ziellandes. Nur dort erhalten Sie rechtsverbindliche Informationen und/oder über diese Hinweise hinausgehende Informationen zu den Einreise- und Zollbestimmungen Ihres Reiselandes. Der deutsche Zoll informiert über die aktuell geltenden Zollbestimmungen bei Einreise nach Deutschland.
Die Einreise ist für deutsche Staatsangehörige mit folgenden Dokumenten möglich:
Anmerkungen:
Alle Dokumente sollten bei der Einreise noch drei Monate lang gültig sein.
Die Einreise sollte keinesfalls mit gestohlen oder verloren gemeldeten Dokumenten erfolgen.
Auch wenn die Behörden in Deutschland über das Wiederauffinden von Reisedokumenten unterrichtet worden sind, kann es vorkommen, dass das betreffende Dokument im System der Grenzkontrollstelle noch zur Fahndung ausgeschrieben ist.
Deutsche Staatsangehörige benötigen für die Einreise bis zu 90 Tagen kein Visum.
Bei einem Aufenthalt von mehr als 90 Tagen muss im Land eine Aufenthaltsgenehmigung beantragt werden.
Personen, die neben der deutschen auch die montenegrinische Staatsangehörigkeit besitzen, werden von den montenegrinischen Behörden ausschließlich als eigene Staatsangehörige betrachtet und sind verpflichtet, bei der Ein- und Ausreise montenegrinische Reisedokumente zu benutzen.
Ausländer müssen sich in Montenegro innerhalb von 24 Stunden am Ort des Aufenthaltes polizeilich anmelden. Verstöße gegen diese Meldepflicht werden gelegentlich geahndet. In solchen Fällen kann es bei einer späteren Wiedereinreise Probleme geben. Bei Unterkunft in einem Hotel wird die Anmeldung von diesem übernommen.
Es sind keine besonderen Bestimmungen für die Einreise Minderjähriger bekannt.
Die Ein- und Ausfuhr von Devisen ist bis zu einem Betrag im Gegenwert von 10.000 EUR erlaubt. Die Ein- und Ausfuhr von Bargeld ab einer Höhe von 10.000 EUR muss deklariert werden.
Reisegepäck und Waren des persönlichen Bedarfs können nach Montenegro zollfrei eingeführt werden, müssen jedoch wieder ausgeführt werden. Bei bestimmten Gegenständen (Kameras, Laptops o.ä.) bestehen zahlenmäßige Beschränkungen.
Weiterhin bestehen in Montenegro für folgende Warengruppen Beschränkungen bei der zollfreien Einfuhr:
Bei Einfuhr von Medikamenten, die als Betäubungsmittel gelten, sollten Reisende ein aktuelles ärztliches Attest in englischer Sprache mit Diagnose und Therapie samt Mengenangaben vorlegen können, um den Eigenbedarf schlüssig darzulegen. Dies kann helfen, bei einer Zollkontrolle etwaige Missverständnisse zu vermeiden. Das Attest sollte im Handgepäck und Koffer deponiert sein.
Weitere Informationen bietet das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM).
Die üblichen Impfungen für Haustiere müssen aktuell sein. Das Tier muss mit einem unter die Haut injizierten Mikrochip/Transponder gekennzeichnet sein. Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an die zuständigen montenegrinischen Behörden:
Zollverwaltung – Informationen für Reisende
Rubrik: „UNOS ŽIVOTINJA I KUĆNIH LJUBIMACA" (Einreise mit Tieren und Haustieren)
bzw. bei der Veterinärbehörde (Veterinarska Uprava)
Für die direkte Einreise aus Deutschland sind keine Pflichtimpfungen vorgeschrieben.
In Teilen des Landes kommt es zu bestimmten Jahreszeiten zur Übertragung der Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) durch Zeckenbisse. Rechtzeitig vor Einreise sollte deshalb mit einem Reise-/Tropenmediziner wegen einer möglichen Impfung Kontakt aufgenommen werden.
Bei Wanderungen in der Natur und im Hinterland ist der Hinweis angebracht, dass es in der warmen Jahreszeit in vielen Gegenden Montenegros zahlreiche, teils auch giftige Schlangenarten gibt. In felsigen Gegenden und im hohen Gras ist daher Vorsicht angebracht.
Durch sexuelle Kontakte, bei Drogengebrauch (unsaubere Spritzen oder Kanülen) und Bluttransfusionen besteht grundsätzlich ein hohes HIV-Übertragungsrisiko.
Eine medizinische Versorgung nach deutschem Standard ist in Montenegro nicht immer gewährleistet. Auch Krankenhäuser verfügen nicht immer über adäquate Ausstattung und sind mitunter nicht in der Lage, Patienten mit bestimmten Krankheitsbildern angemessen medizinisch zu versorgen. Die Hygiene ist im Allgemeinen nicht ausreichend.
Bitte beachten Sie neben dem generellen auch den medizinischen Haftungsausschluss
Hier finden Sie Adressen zuständiger diplomatischer Vertretungen und Informationen zur Politik und zu den bilateralen Beziehungen mit Deutschland.
Weitere wichtige Hinweise für Ihre Reise
Eine medizinische Versorgung nach deutschem Standard ist in Montenegro nicht gewährleistet. Auch Krankenhäuser verfügen nicht immer über ausreichend Medikamente und sind mitunter nicht in der Lage, Notfallpatienten angemessen medizinisch zu versorgen. Die Hygiene lässt i. Allg. zu wünschen übrig.
Montenegrinische medizinische Einrichtungen erheben für die Behandlung von Ausländern oft im Vergleich zu Inländern erheblich höhere Gebühren. Obwohl das gegenseitige Abkommen zwischen Deutschland und Montenegro und damit auch die Anspruchsbescheinigung Ju6 noch gültig ist, wird generell der Abschluss einer Reisekrankenversicherung und Reiserückholversicherung empfohlen.
Eine individuelle Reiseapotheke sollte mitgenommen und unterwegs den Temperaturen entsprechend geschützt werden.
Landesweit besteht eine erhöhte Infektionsgefahr für diverse Infektionskrankheiten (z.B. Hepatitis A, Typhus, Bakterienruhr, Amöbenruhr, Lambliasis, Wurmerkrankungen), die durch verunreinigte Speisen oder Getränke übertragen werden. Daher ist auf eine sorgfältige Trinkwasser- und Nahrungsmittelhygiene zu achten. Leitungswasser ist in der Regel gechlort und relativ sauber, es können jedoch leichte Magenverstimmungen auftreten. Für die ersten Wochen des Aufenthalts wird daher abgefülltes Wasser empfohlen. Beim Kauf von abgepacktem Wasser sollte darauf geachtet werden, dass die Original-Verpackung nicht angebrochen ist.
Milch ist pasteurisiert und Milchprodukte sind im Allgemeinen ebenso unbedenklich wie einheimisches Fleisch, Geflügel, Meeresfrüchte, Obst und Gemüse. Besondere Vorsicht gilt beim Verzehr von Schweinefleisch, da hier Trichinose-Erkrankungsgefahr besteht.
| Titel | Besondere Vorsichtsmaßnahmen | Gesundheitszeugnis erforderlich |
|---|---|---|
| Tollwut | 3 | - |
| Hepatitis A und B | 2 | - |
| Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) | 1 | - |
[1] Die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) wird durch Zecken übertragen. Bei längerem Aufenthalt und besonderer Exposition wird eine Impfung gegen FSME empfohlen.
[2] Hepatitis A und Hepatitis B kommen vor. Eine Hepatitis A-Schutzimpfung wird generell empfohlen. Die Impfung gegen Hepatitis B sollte bei längerem Aufenthalt und engem Kontakt zur einheimischen Bevölkerung sowie allgemein bei Kindern und Jugendlichen erfolgen.
[3] Tollwut kommt landesweit vor. Überträger sind u.a. Hunde, Katzen, Waldtiere und Fledermäuse. Für Rucksackreisende, Kinder, berufliche Risikogruppen und bei längeren Aufenthalten wird eine Impfung empfohlen. Bei Bisswunden so schnell wie möglich ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen.
Die vom Robert-Koch-Institut empfohlenen Standardimpfungen für Kinder und Erwachsene (u.a. gegen Tetanus, Diphtherie, Pertussis (Keuchhusten), Mumps, Masern, Röteln, Pneumokokken, Poliomyelitis und Influenza) sollten vor der Reise ggf. aufgefrischt werden.
Landesweit besteht das Übertragungsrisiko von Borreliose durch Zecken v.a. in Gräsern, Sträuchern und im Unterholz. Schutz bieten hautbedeckende Kleidung und insektenabweisende Mittel.
Die durch Schmetterlingsmücken übertragene Leishmaniose kommt vereinzelt im Südwesten von Montenegro vor und kann durch Insektenschutz vermieden werden.
Bei Wanderungen in der Natur und im Hinterland ist der Hinweis angebracht, dass es in der warmen Jahreszeit in vielen Gegenden Montenegros zahlreiche, zum Teil giftige Schlangenarten gibt. In felsigen Gegenden und im hohen Gras ist daher Vorsicht angebracht.
| Titel | Pass erforderlich | Visum erforderlich | Rückflugticket erforderlich | Personalausweis/Identitätskarte |
|---|---|---|---|---|
| Andere EU-Länder | Nein | Nein | Ja | Ja |
| Schweiz | Nein | Nein | Ja | Ja |
| Österreich | Nein | Nein | Ja | Ja |
| Deutschland | Nein | Nein | Ja | Ja |
| Türkei | Ja | Ja | Ja | - |
U. a. Staatsbürger der folgenden, in der obigen Tabelle genannten Länder können für touristische Aufenthalte von bis zu 30 Tagen mit gültigem Personalausweis/Identitätskarte einreisen (Reisepass wird dennoch empfohlen, da die Entscheidung über die Einreise mit Personalausweis/Identitätskarte dem Grenzbeamten obliegt):
EU-Länder und Schweiz.
Allgemein erforderlich, muss bei der Einreise noch mindestens 3 Monate gültig sein.
Allgemein erforderlich, ausgenommen sind u.a. Staatsbürger der folgenden, in der obigen Tabelle genannten Länder für Aufenthalte von bis zu 90 Tagen bei Einreise mit einem Reisepass:
EU-Länder und Schweiz.
Deutsche: Personalausweis oder elektronischer Reisepass für Personen unter 24 Jahren.
Österreicher: Eigener Reisepass oder Personalausweis.
Schweizer: Eigener Reisepass oder Identitätskarte.
Türken: Eigener Reisepass.
Anmerkung: Für die Kinder gelten jeweils die gleichen Visumbestimmungen wie für ihre Eltern.
Für Hunde und Katzen wird ein Gesundheitszeugnis vom Amtstierarzt aus dem Herkunftsland benötigt, das bestätigt, dass das Tier gesund ist. Außerdem ist ein EU-Heimtierausweis (pet pass) notwendig, in dem die Kennzeichnung des Tieres durch einen implantierten Microchip oder eine Tätowierung nachgewiesen ist. Eine ebenfalls geforderte Tollwutimpfung (Nachweis) muss mindestens 15 Tage und längstens 6 Monate vor Abreise erfolgt sein.
1-2 Wochen.
Kurzzeitvisa (einmalige, zweimalige und mehrmalige Einreise) berechtigen insgesamt zu einem Aufenthalt von bis zu 90 Tagen pro Halbjahr. Visa zur mehrmaligen Einreise sind 1 Jahr lang ab der ersten Einreise gültig.
Ansonsten visumpflichtige Reisende, die innerhalb von 24 Stunden mit dem nächsten Anschluss weiterfliegen, über gültige Papiere für die Weiterreise verfügen und den Transitraum nicht verlassen, benötigen kein Transitvisum.
Visum für Touristenreisen, Geschäfts- und Transitvisa. Gültigkeit und bewilligte Aufenthaltsdauer sind unterschiedlich.
20 € (einmalige Einreise), 40 € (zweimalige Einreise), 60 € (mehrmalige Einreise) für ausländische Staatsbürger mit gültigem Aufenthaltstitel für Deutschland.
Touristenreisen:
(a) 1 Antragsformular.
(b) 1 Passfoto in Farbe 3,5 X 3,5 cm.
(c) Reisepass, der bei Ablauf des Visums noch mindestens 3 Monate gültig ist.
(d) Ggf. gültige Aufenthaltsberechtigung für Deutschland, Österreich oder die Schweiz.
(e) Nachweis einer Auslandsreisekrankenversicherung oder Berechtigungsscheine der Krankenkasse.
(f) Nachweis ausreichender Geldmittel.
(g) Buchungsbestätigung der Hin- und Rückreise.
(h) Unterkunftsnachweis (z.B. Hotelvoucher).
(i) Gebühr (keine Barzahlung).
(j) Frankierter Einschreiben-Rückumschlag.
Privatreisen/Geschäftsreisen zusätzlich:
(k) Vom jeweiligen Gemeindeamt/Gericht beglaubigte Einladung der jeweiligen Kontaktperson/des Geschäftspartners in Montenegro.
1 Euro = 100 Cents. Währungskürzel: €, EUR (ISO-Code). Banknoten gibt es in den Werten 5, 10, 20, 50, 100, 200 und 500 Euro, Münzen in den Nennbeträgen 1 und 2 Euro, sowie 1, 2, 5, 10, 20 und 50 Cents.
Die Einfuhr von Landes- und Fremdwährung ist unbeschränkt, ab einem Gegenwert von 10.000 € besteht Deklarationspflicht (Beleg gut aufbewahren, ansonsten droht bei der Ausreise Devisenbeschlagnahmung). Die Ausfuhr von Landes- und Fremdwährung ist bis in Höhe der deklarierten Beträge gestattet.
Gängige Kreditkarten wie Mastercard, Visa, American Express und Diners Club werden im ganzen Land akzeptiert, auf Reisen außerhalb der größeren Städte sollte man jedoch Bargeld mitnehmen.
Reiseschecks werden in Montenegro nicht akzeptiert.
I. Allg. Mo-Fr 08.00-19.00 Uhr, Sa 08.00-16.00 Uhr.
Geschützte Tier- und Pflanzenarten; Waffen und Munition; Tiere (außer Haustiere).
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