| Ländername | Republik Namibia - Republic of Namibia |
| Beste Reisezeit | März, April, Mai, August, September, Oktober |
| Fläche | 825.615 km2 |
| Hauptstadt | Windhoek |
| Bevölkerung | 2.533.794 |
| Sprache | Englisch |
| Staats-/Regierungsform | Präsidialdemokratie |
| Staatsoberhaupt | Staatspräsidentin Dr. Netumbo Nandi-Ndaitwah (SWAPO), im Amt (seit 21.03.2025) |
| Vertreter des Staatsoberhaupts | Lucia Witbooi (SWAPO), im Amt (seit 22.03.2025) |
| Regierungschef | Dr. Elijah Ngurare (seit 22.03.2025) |
| Außenminister | Selma Ashipala-Musavyi (SWAPO), im Amt (seit 22.03.2025) |
| Währung | südafrikanischer Rand |
| Zeitzone | UTC+2 |
| Reiseadapter | M, D, C |
| Kfz-Länderkennzeichen | NAM |
| ISO-3166 | NA, NAM |
| Internet-TLD | .na |
| Landesvorwahl | +264 |
| Website | https://gov.na/ |
| Reisepass & Visum | Notwendig |
| Um 10 000 v. Chr. | Die San siedeln als erste Menschen im su"dl. Afrika |
| 1486 | Der Portugiese Diogo Cão landet an der Ku"ste |
| 16. Jh. | Herero wandern als erstes Bantuvolk nach Namibia ein |
| 1884 | Das Land wird zur Kolonie Deutsch-Su"dwestafrika |
| 1904–1908 | Völkermord deutscher Truppen an den Nama und den Herero |
| 1915 | Erster Weltkrieg: Su"dafrika besetzt die Kolonie und wird zur Mandatsmacht erklärt |
| 1947 | Su"dafrika annektiert Namibia |
| 1948 | Einfu"hrung der Apartheid |
| 1960 | Befreiungsbewegung South West Africa People’s Organization (Swapo) gegru"ndet |
| 1966 | Uno entzieht Su"dafrika das Mandat fu"r Su"dwestafrika und benennt das Gebiet 1968 in Namibia um |
| 1990 | Namibia wird unabhängig, Sam Nujoma erster Präsident |
| 2025 | Mit Netumbo Nandi- Ndaitwah steht erstmals eine Frau an der Spitze des namibischen Staats |
Sanlam Centre, 6. Etage | 145 Independence Av. | Windhoek | Tel. 061 27 31 00 | Notfallservice Tel. 081 1 24 35 72 | windhuk.diplo.de
27 Hella Kuppe Street | Windhoek | Tel. 081 1 29 15 10 | hgk.windhoek@gmail.com
Craft Café Namibia | Namibia Craft Centre, 40 Tal Street | Windhoek | Tel. 081 6 50 70 75 | windhoek@honrep.ch | eda.admin.ch
Tel. 112 (medizinische Notfälle)
Tel. 1 01 11 (Polizei)
Bei Überfällen in Windhoeks Innenstadt auch: Tel. 061 2 90 22 39
Es gibt kaum noch Orte ohne Internetzugang in Namibia. Vor allem Lodges und Gästehäuser statten sich verstärkt mit der entsprechenden Technik aus, oft haben auch die Informationszentren einen PC fu"r Gäste. Das Surfen ist aber vielfach nicht ganz billig. Wer häufiger ins Netz möchte, fährt mit einer lokalen SIM-Karte und einem Internetbundle besser. Außerhalb der Städte gibt es jedoch kaum Netzabdeckung. Auf die Navigation mit Google Maps auf dem Smartphone kannst du dort also nicht bauen. Lade Karten deshalb vorab herunter oder leg dir zusätzlich zu den MARCO-POLO-Karten detaillierte Papierversionen zu.
Mobilfunkempfang gibt es in Städten und deren Umgebung sowie auf dem Land unregelmäßig in der Nähe von Dörfern. Beste Option ist eine Prepaidkarte von MTC-Tango: Sie kostet 30 Namibia-Dollar, Guthaben bekommst du überall in Supermärkten, an Tankstellen und teilweise sogar von fliegenden Händlern. Achtung: Manche Handys erkennen die Einstellungen für SMS-Versand in und aus Namibia nicht. Ein Handygeschäft kann das Problem aber meist beheben. Wenn du nach Hause telefonierst, gib die Landesvorwahl mit einem Plus und nicht mit zwei Nullen ein, also für Deutschland +49, Österreich +43 und die Schweiz +41. Namibias Landesvorwahl lautet +264.
Independence Day: der Unabhängigkeitstag am 21. März wird vor allem in Windhoek mit einer Vielzahl von Konzerten gefeiert
Windhoeker Karneval, karnevalin-windhoek.com: mit Narrenkappen und Büttenreden, beginnend in Windhoek, kleinere Feste: Juni–Aug.
Crayfish Festival (Lu"deritz): Volksfest am letzten Aprilwochenende, mit Bier, Wein und jeder Menge Langusten
Fête de la Musique: die größten Veranstaltungen finden in Windhoek und Swakopmund statt
Ku"stenkarneval (Swakopmund), facebook: Ku"ska – Swakopmunder Karneval
Tsumka (Tsumeb), facebook: Tsumka Karneval: Karnevalsveranstaltung
Prinzenball (Otjiwarongo), facebook: Karnevalsgesellschaft Frohsinn und Humor Otjiwarongo
Lu"ka (Lu"deritz), facebook: Lu"ka – Lu"deritzbucht Karneval: Karnevalsfeiern Ende August in Lu"deritz
Hererotag (Okahandja): am vorletzten oder letzten Wochenende im August gedenken die Herero mit einem Festumzug der Opfer des Völkermords und ihrer verstorbenen Anfu"hrer
Oktoberfest (Windhoek), oktoberfestnamibia.com: mit Bratwurst, Bier und Blasmusik wird die Hauptstadt am letzten Wochenende im Oktober zu Klein-München
Swakopmunder Musikwoche ( Swakopmund), facebook: Swakopmunder Musikwoche: Konzerte; Laien und Profis verschiedener Länder und Kulturen musizieren gemeinsam
| 1. Januar | Neujahrstag |
| 21. März | Independence Day |
| März/April | Karfreitag, Ostermontag |
| 1. Mai | Workers’ Day |
| 4. Mai | Cassinga Day |
| Mai/Juni | Christi Himmelfahrt |
| 25. Mai | Africa Day |
| 26. August | Heroes' Day |
| 10. Dezember | Human Rights Day |
| 25. und 26. Dezember | Weihnachten |
In Namibia herrscht Linksverkehr. Tempolimit innerorts: 60 km/h, außerorts auf Asphaltstraßen: 120 km/h, soweit nicht anders angegeben. Auf nicht geteerten Straßen sind die erlaubten Geschwindigkeiten meist geringer. Verstöße werden mit empfindlichen Strafen geahndet, so kosten 126 km/h bei erlaubten 120 km/h 1000 N$. Auch bei Stoppschildern wird penibel darauf geachtet, dass Autofahrer an der dafür gezogenen Linie halten. Das gilt insbesondere an Polizeikontrollpunkten – selbst wenn der Beamte 5 m dahintersteht. Wenn ein Stoppschild einen Zusatz in Form einer roten Drei oder Vier zeigt, treffen gleichrangige Straßen aufeinander. Wer zuerst steht, darf zuerst weiterfahren. Für Alkoholkonsum gilt eine Obergrenze von 0,5 Promille.
Achtung vor Schlaglöchern und auch vor Tieren – Wild und Nutzvieh tauchen unberechenbar auf der Fahrbahn auf. Vorsicht ist v. a. in der Dämmerung und Dunkelheit geboten, wenn das Wild besonders aktiv ist. Fahr möglichst nur bei Tageslicht. Eine weitere namibische Besonderheit: Nebenstraßen verlaufen mitunter über riesige Farmen. Ihre Grenzen sind durch Metallrollen oder feste Tore markiert – Letztere bitte wieder schließen!
Zwischen Traditionspflege und kulinarischer Emanzipation schöpft Namibias Ku"che aus einer Fu"lle an luxuriösen Zutaten. Dabei helfen natu"rlich auch die Einflu"sse der zahlreichen verschiedenen Kulturen im Land. So kommt es nicht selten vor, dass zwischen gebratener Meerbrasse und gegrilltem Springbockfilet unverhofft ein herzhaft gepökeltes Eisbein auf der Speisekarte auftaucht.
Namibias Küche ist deutsch geprägt und man ist stolz auf diese Tradition. Der südafrikanische, burische Einfluss lässt sich ebenfalls nicht leugnen, entsprechend viele Fleisch- und Eintopfgerichte gibt es. Am einfachsten und besten werden sie über dem offenen Feuer zubereitet, etwa im potjie, einem dreibeinigen gusseisernen Topf. Die Steaks landen auf dem braai, einem Grill über Holzfeuerglut. Altbackene Hausmannskost gibt es trotzdem kaum noch. Afrikanische Einflüsse wie scharfe Hühnergerichte und Perlhirse werden zwar nur zaghaft aufgegriffen, der Wandel zur Nouvelle Cuisine hingegen ist deutlich zu sehen und vor allem zu schmecken. Das Gemüse darf bissfest sein, statt Salzkartoffeln haben längst Tagliatelle und Risottos den Teller übernommen.
Die Hauptzutaten allerdings bleiben namibisch, alles andere wäre bei der Fülle an Wild, Fisch und Meeresfrüchten auch purer Frevel. Springbock und Oryxantilope fehlen auf fast keiner Karte. Auch Straußenfleisch, früher noch als Katzenfutter verpönt, ist wegen seines feinen Wildgeschmacks und des geringen Fettgehalts beliebt. Die Variationen in der Zubereitung reichen von Gulasch über Geschnetzeltes und Steaks bis zum klassischen Filet. Steaks von Zebra, Büffel oder Eland und die Rippchen von Warzenschweinen gehören noch immer zu den exotischeren Speisen, sind aber allesamt einen Versuch wert. Sogar Krokodil aus der Zucht kommt auf den Teller. Das Ergebnis ist, frisch und nicht zu trocken gebraten, ein hervorragendes Geschmackserlebnis.
Noch größeren Wert legen die Namibier jedoch auf ihr hochqualitatives Rindfleisch und ihre sensationellen Lammkoteletts. Siegel fu"r artgerechte Haltung wirst du im Su"dwesten Afrikas nicht finden. Sie sind auch gar nicht nötig. Es gibt wohl nicht viele Länder auf der Erde, in denen das Vieh so viel Auslauf hat, so viel natu"rliche Nahrung und Freiheit genießt – und genau das schmeckt man. Wie die Lammkoteletts kommt auch das Rindfleisch mit Vorliebe auf den Grill. In Windhoeks Township Katutura werden halbe Bullen an Straßenständen zerlegt, ihr Fleisch in kleine Streifen geschnitten und dann u"ber Holzkohle gegrillt. Mit Chilisalz bestreut heißt das kapana – und ist unbedingt einen Versuch wert. Zumal die Streetfood-Stände zugleich Mittagskantine der halben Stadt sind.
Gemu"se wächst nur spärlich in der Wu"ste, weshalb reichlich aus Su"dafrika importiert wird – zu entsprechend gesalzenen Preisen landet es in den Supermärkten. Einige einheimische Ausnahmen gibt es aber. So versorgt ein unterirdisches Wasserreservoir nahe Stampriet in der Kalahari ein kleines Gemu"seanbauzentrum und im Swakoptal gedeiht in der Saison köstlicher Spargel.
Ähnlich ergeht es den wild wachsenden Pilzen des Landes: Nur nach Regengu"ssen sind sie zu bekommen, meist regional begrenzt. Der unterirdisch wachsende Kalaharitru"ffel ist längst nicht so stark im Aroma wie seine Verwandten aus Europa, er entfaltet aber einen angenehm erdigen Geschmack. Und der omajova, ein Schirmpilz, den Termiten auf ihren Hu"geln förmlich kultivieren, wird oft wie ein Schnitzel paniert verzehrt.
Bekannter sind die kulinarischen Genüsse aus dem Wasser vor Namibias Küste. Das Fleisch des Adlerfischs ähnelt mit etwas Fantasie dem des Kabeljaus, was seinen heimischen Namen kabeljou erklären dürfte. Noch delikater sind Meerbrasse (steenbras) oder galjoen, der König der Fischspeisekarte. Auch der Seeteufel (monkfish) und geräucherte Seehechte (snoek) gehören zu den Spezialitäten. Übertroffen werden sie alle nur vom crayfish, der namibischen Langustenart, die in Deutschland so sehr geschätzt wird, dass sie nicht als Lebensmittel, sondern als Luxusgut besteuert wird. In Namibia bekommst du die Krustentiere frisch aus dem Meer und wesentlich günstiger. Gefragt sind auch die vor Lüderitz gezüchteten Austern.
Zu einem namibischen Menu" – in den Lodges gibt es fast immer drei Gänge – gehört eine Kalorienbombe zum Nachtisch. Su"dafrikanisch beeinflusst sind schmackhafte Kreationen aus viel Sahne, Schokolade und Eiscreme, manchmal mit etwas Alibiobst, häufiger mit einem guten Schuss Hochprozentigem. Die herrlichen altdeutschen Kuchen, die es in Namibia gibt, tauchen bei den Desserts kaum auf, sondern landen eher auf dem Kaffeetisch.
Feine Tropfen sind in Namibia rar, doch gebraut, gekeltert und destilliert wird mehr denn je. Die nach dem deutschen Reinheitsgebot von 1516 gebrauten Biere der Namibia Breweries (nambrew.com) sind längst Exportschlager. Fünf Weingüter gibt es – am Fluss Oranje wachsen Tafeltrauben. Und seit Kurzem stellt Naute Kristall (nautekristall.com) sogar exquisite Obstbrände her, die schon jetzt die eine oder andere Hotelbar ein Stück namibischer machen.
Im Restaurant sind zehn Prozent üblich, in der Unterkunft wandern 50 bis 100 Namibia-Dollar in die tip box an der Rezeption, bei längeren Aufenthalten darf es auch etwas mehr sein. Der Parkplatzwächter bekommt je nach Parkdauer 3 bis 10 N$.
Obwohl der Ertrag der Diamantenindustrie Namibias seit Jahren zurückgeht, reicht er doch noch für genügend funkelnde Steinchen, um daraus faszinierende Schmuckstücke herzustellen. Seit der Unabhängigkeit hat sich ein Markt für Schmuck entwickelt, der traditionelle afrikanische Elemente und Materialien mit Diamanten und Edelmetallen verbindet.
Moderne Designer schaffen auch einzigartige Kreationen, zum Teil aus scheinbar wertlosen Grundstoffen wie Edelstahldraht, Glasperlen oder Schafshorn. Begehrt sind auch Halbedelsteinanfertigungen aus Topas und Turmalin.
Bekannt ist Namibias Kunsthandwerk vor allem fu"r seine Holzschnitzereien, die auf großen Märkten angeboten werden. Doch erschöpft ist die Craft-Auswahl damit bei Weitem nicht. In den größeren Städten haben sich viele schön eingerichtete Geschäfte auf Handwerkskunst spezialisiert, häufig mit einem klaren Bezug zur Kultur der Produzenten. Himba und San transportieren u"ber ihre Arbeiten auch ein Stu"ck kulturelle Bildung. Die Körbe und Töpferwaren aus Caprivi und von den Ovambo sind eher nu"tzliche Gebrauchsgegenstände mit ku"nstlerischem Anspruch als bloße Andenken. All diesen Waren ist gemein, dass sie in der Regel Einkommen in ansonsten strukturschwache Regionen bringen. Handeln gehört dazu, sollte vor diesem Hintergrund aber nicht u"bertrieben werden.
Namibia ist ein Land der Wildtiere und der Viehzucht, und entsprechend groß ist die Auswahl an Pelz- und Ledermaterialien. Der Boom der Karakulindustrie liegt zwar bereits Jahrzehnte zurück, doch Schafwollprodukte machen noch immer einen wichtigen Teil des heimischen Modemarkts aus. Längst sind es nicht mehr nur Lämmer, deren Felle zu Mänteln werden.
Straußenleder ist gerade absolut en vogue bei edlen Handtaschen. Auch Kudu- und Springbockfelle werden stark nachgefragt, und an der Küste gibt es interessante Kreationen aus Robbenleder. Die vellies, die altgedienten Wüstenbotten aus Kuduleder, sind heute Kultschuhe. Und halten immer noch ewig.
Wunderschöne Webereien aus Karakulschafwolle entstehen in den zumeist kleinen Teppichfabriken Namibias, von denen viele gleichzeitig Sozialprojekte zur Verbesserung der Lebensbedingungen verarmter Gemeinschaften sind. Die Motive spiegeln meist das Alltagsleben in den traditionellen Gemeinschaften der Hersteller oder die Tierwelt Namibias wider, Auftragsarbeiten mit Wunschmotiven sind aber auch möglich.
Die Topnaar, die Ureinwohner der Namib, wussten !Nara-Kerne als Hautcreme zu nutzen, um sich vor gleißender Sonne und Trockenheit zu schu"tzen. Inzwischen gibt es eine ganze Palette an Pflegeprodukten auf Basis des Wu"stenku"rbisses. Besonders fu"r Menschen mit trockener Haut sind sie ideal. Die Fru"chte der wild wachsenden Pflanze werden fu"r die Cremeproduktion noch immer in der der Namib gesammelt. Mehr „made in Namibia“ geht nicht.
Bevor du ein Bild von jemandem machst, ist es besser, um Erlaubnis zu bitten. Menschen, die sich fotografieren lassen, freuen sich in der Regel, wenn sie das Bild auch zu Gesicht bekommen. Wird Geld verlangt, solltest du von einem Foto besser absehen.
Die meisten Parks, allen voran den Etosha National Park, kannst du problemlos mit dem eigenen Wagen erkunden. Trotzdem gibt es eine Vielzahl professioneller Touranbieter, große und kleine, gute und schlechte. Besonders in den Nationalparks hängt die Qualität der geführten Ausfahrten oft stark vom Engagement des jeweiligen Guides ab. Frag am besten vorher, wo immer es möglich ist, andere Urlauber nach ihren Erfahrungen!
| Biltong | Trockenfleisch als Barsnack (meist aus Rindfleisch, mitunter auch aus Wild wie Strauß oder Kudu) |
| Mopaneraupen | frittierte Raupen von Mopanebäumen |
| Boerwors | südafrikanische Grillwürste, die gröber und wesentlich stärker gewürzt sind als deutsche Bratwürste |
| Gegrillte Ziegenrippen | fettarme Spezialität vom braai |
| Mahangu Pap | fester Brei aus gekochter Perlhirse, serviert mit Fleisch-, Fisch- oder Gemu"sesaucen |
| Smiley | im gusseisernen Topf langsam gekochter und dann im Ofen gebackener Schafs- oder Ziegenkopf |
| Smoked Catfish | geräucherte Meerbarbe |
| Malva Pudding | schwammiger, saftiger Kuchen mit Aprikosenmarmelade |
| Chocolate Brownie | Schokoladenkuchen |
| Milk Tart | Blätterteiggebäck mit Vanille-Zimt-Cremefu"llung |
| Rock Shandy | Nationalgetränk aus Sprudel, Sprite, Zitronensaft und einem Schuss Angostura |
| Mahangubier | unvergorenes Gebräu aus Perlhirse |
| Cider | Apfelwein (perfekt als Sundowner) |
| Appletizier, Grapetizier | fruchtig-frische Saftschorlen mit Apfel- oder Traubensaft |
Nachdem der Widerstand der Herero und Nama gebrochen war und man die Völker weitestgehend vernichtet hatte, stellten die deutschen Kolonialherren ein Denkmal auf. Gleich neben der Christuskirche, hoch oben u"ber Windhoek, thronte von da an ein Reiter der kaiserlichen Schutztruppe auf seinem Pferd. Eine Plakette erinnerte an die „tapferen deutschen Krieger“, die zur angeblichen „Errettung und Erhaltung“ des Landes ihr Leben gelassen hatten. Die getöteten Einheimischen fanden keine Erwähnung. Nach der Befreiung Namibias blieben Ross und Reiter aller Einseitigkeit zum Trotz zunächst knapp zwei Jahrzehnte unbehelligt an Ort und Stelle. Die demokratische Regierung ließ die alten Denkmäler als Zeitzeugnisse stehen und fu"r sich wirken. 2009 musste der Reiter dann aber doch für den Bau des Nationalmuseums weichen. Die neuen Herrscher wollten ihre eigene Geschichte selbst erzählen.
Der Deutsche Kulturrat Namibias organisierte schließlich eine Umsetzung des Denkmals. Fortan stand es 100 m weiter vor der Alten Feste, doch auch dort blieb es nicht lange. 2013 wurde es unter Protesten einiger Deutschnamibier erneut abgebaut und in den Innenhof der ehemaligen Festung verlegt. Als einfaches Museumsstu"ck fristet es dort sein Dasein, nachdem ihm 2014 auch noch der Status als nationales Denkmal aberkannt wurde. Seine spaltende Wirkung aber, die hat es bis heute nicht verloren.
Als der Kontinent auf der Berliner Afrika-Konferenz 1884–85 unter den Kolonialmächten aufgeteilt wurde, traf das nicht nur die dort lebenden Menschen. Am Reißbrett zogen die neuen Herren Grenzen, die auch die Elefanten einengten. Wo einst Wege zwischen Wasserstellen verliefen, denen die Dickhäuter seit Jahrtausenden gefolgt waren, standen nun mehr und mehr Zäune. Seit einigen Jahren geht die Entwicklung wieder in die entgegengesetzte Richtung. Zu tun hat das auch mit einer Stiftung, die 1997 unter der Schirmherrschaft Nelson Mandelas gegru"ndet wurde: Die Peace Parks Foundation setzt sich im su"dlichen Afrika fu"r den Aufbau grenzu"bergreifender Naturschutzgebiete ein. Zehn solcher Parks sind inzwischen geschaffen. Was das in der Praxis für das Wild bedeutet, lässt sich in der Kavango-Zambezi Transfrontier Conservation Area, kurz KaZa, beobachten. Der größte Peace Park, mit 520 000 km2 etwa so groß wie Frankreich, schließt geschützte Flächen in Angola, Sambia, Simbabwe, Botsuana und Namibia ein, auf denen sich teilweise noch bis vor wenigen Jahren bewaffnete Truppen gegenüberstanden.
Es tobt ein Krieg im su"dlichen Afrika. Der Eindruck drängt sich zumindest in den Berichten u"ber die Nashornwilderei auf. Hochgeru"stete Syndikate jagen die Tiere, deren Horn auf dem Schwarzmarkt mehr wert ist als Gold. Die ans Wu"stenklima angepassten Nashörner im Nordwesten Namibias blieben lange verschont, seit gut zehn Jahren schlagen Wilderer auch dort zu. Um das Überleben der Art zu sichern, haben sich Spurenleser des Save the Rhino Trust (savetherhinotrust.org) an die Fersen der Dickhäuter geheftet. Finanziert wird das Projekt auch durch den Tourismus: Vom Desert Rhino Camp und von der Grootberg Lodge (grootberg.com) aus kannst du mit auf die Pirsch gehen. Zu Fuß, ohne Motorenlärm und Blech-Schutzhu"lle, kommst du den Nashörnern so ganz nah – auf Augenhöhe.
In Namibias klaren Nächten kommen nicht nur Sternschnuppen-Romantiker auf ihre Kosten. Die dünn besiedelten Gegenden, in denen es fast keine künstlichen Lichtquellen gibt, nutzen auch Astronomen zur Erforschung des Weltalls. So betreibt z. B. das Max- Planck-Institut zwischen Windhoek und Walvis Bay eine Anlage zur Messung von Gammastrahlung. Auf dem nahen Gamsberg hat sich die Internationale Amateursternwarte (ias-observatory.org) eingerichtet. Und die nahe Gästefarm Hakos (hakos-astrofarm.com) bietet Hobby-Astronomen sogar eine eigene Sternwarte mit abfahrbarem Dach.
Irgendwas muss schiefgelaufen sein, als der liebe Gott die Sprachen verteilt hat. In Namibia, so kann es einem manchmal vorkommen, gibt es davon mehr als Menschen. Mehr als 30 haben Experten unter den nur 2,6 Mio. weit verstreut lebenden Einwohnern ausgemacht. Elf davon sind als Nationalsprachen anerkannt. Darunter ist u"brigens Deutsch, das neben 20 000 Nachfahren der Kolonialisten auch einige schwarze Menschen sprechen. Von Letzteren sind etliche in der ehemaligen DDR aufgewachsen, denn das Land hatte nach dem Überfall su"dafrikanischer Truppen auf das Flu"chtlingslager Cassinga 1978 Hunderte namibische Kinder aufgenommen. Wunder dich also nicht, wenn du mit einem „Guten Tag!“ in feinstem Schweriner oder Staßfurter Akzent begrüßt wirst.
Importiert ist auch die einzige Amtssprache Namibias: Englisch. Bei nur 2 Prozent Muttersprachlern ist die Weltsprache so etwas wie der kleinste gemeinsame Nenner zur Verständigung zwischen den verschiedenen Volksgruppen. Die meisten Menschen kannst du derweil beeindrucken, wenn dir ein paar Brocken Oshivambo über die Lippen kommen. Aber solange du zu einem Grillfest nicht „barbeque“, sondern „braai“ sagst, bist du so oder so auf der sicheren Seite. Denn spätestens wenn ein Feuer lodert und ein Stück Fleisch in der Nähe ist, verstehen sich in Namibia dann doch alle.
Nur Freunde hat sich Namibias Präsident Hage Geingob 2017 nicht gemacht, als er zunächst am Unabhängigkeitstag erklärte, seine Regierung wolle Ländereien enteignen, und dann einen Monat später beim Staatsbesuch in Simbabwe auch noch den damals amtierenden Langzeitpräsidenten Robert Mugabe als seinen „Mentor“ bezeichnete. Dass damit die Ängste der vor allem weißen Farmbesitzer vor einer gewaltsamen Vertreibung wieder steigen du"rften, hat der Staatschef wahrscheinlich einkalkuliert. Zumal diese nicht zu seiner Wählerbasis gehören.
Dass Geingob tatsächlich einen rabiaten Prozess wie in Simbabwe befürworten würde, ist aber alles andere als wahrscheinlich. Das Gegenteil dürfte der Fall sein: Der Präsident merkt, dass die Wut unter den Landund Perspektivlosen steigt. „Wenn wir Wirtschaftswachstum sehen und den Frieden erhalten wollen, dann muss jeder für neue Herangehensweisen offen sein“, erklärte er und machte zugleich klar, dass Enteignungen vor allem Landbesitz „abwesender Ausländer“ betreffen sollen. Zudem wolle die Regierung Entschädigungen zahlen. Der bisherige Prozess, bei dem der Staat nur Farmen aufkaufte, die ohnehin zum Verkauf angeboten waren, sei in den vergangenen 27 Jahren „zu langsam“ gelaufen, erklärte der Präsident das Offensichtliche. Zur Wahrheit gehört allerdings auch, dass die ansässigen Farmarbeiter von den bislang gelaufenen Umverteilungen oft wenig haben. Kritiker bemängeln, dass Menschen profitieren, die der Regierungspartei nahestehen. Zuletzt tat sich jedoch wenig: Das neue Landreformgesetz, 2016 erstmals im Parlament vorgelegt, hatte die Regierung Mitte 2024 noch immer nicht fertiggestellt.
Mit Ferien auf dem Bauernhof haben Namibias Gästefarmen wenig zu tun. Schafe und Ziegen teilen sich das nur spärlich wachsende Gru"n mit Springböcken, Kudus und Oryxantilopen. Die riesigen Ländereien haben zwar Zäune, gleichen aus europäischer Sicht aber eher einer naturbelassenen Wildnis als einem vom Menschen beherrschten Agrarbetrieb. Das lässt sich auch daran erkennen, dass selbst Gepard und Leopard immer mal wieder ein Wörtchen bei der Bestandsentwicklung mitreden. Bei den Farmern stoßen die Raubkatzen damit auf ähnlich viel Gegenliebe wie die Wölfe bei Brandenburgs Schäfern. Hier wie dort versuchen Tierschutzorganisationen jedoch mit speziell trainierten Hunden, die Raub- von den Nutztieren fernzuhalten, damit es fu"r beide eine Zukunft gibt.
Rugby-Nationalmannschaften rund um den Globus wählen häufig starke oder schnelle Tiere als Namensgeber. Die Engländer setzen beispielsweise auf drei Löwen, die Su"dafrikaner kommen als wendige Herde Springböcke daher. Namibias Team ist dagegennach einer Pflanze benannt – die zu allem Überfluss nur zwei Blätter hat: die Welwitschia. Inwieweit die extrem zähen und bis zu 2000 Jahre alten Wu"stenblumen den Spielstil der Mannschaft symbolisieren, sei der Analyse der Sportkommentatoren u"berlassen. Unu"bersehbar ist aber, dass die Welwitschia ein Paradebeispiel fu"r die Überlebenswunder in der Wu"ste ist. Durch extrem langsames Wachstum und Blätter, die kaum Verdunstung zulassen, hat sie sich an die lebensfeindliche Umgebung perfekt angepasst. Auf Afrikaans wird die Pflanze dafu"r mit dem Namen „Tweeblaarkanniedood“ geehrt, der so viel wie „Zweiblatt, das nicht totgehen kann“ bedeutet.
So widerständig sind längst nicht mehr alle Pflanzen in den trockenen Gebieten des Landes. Bei den Köcherbäumen, Wahrzeichen des namibischen Su"dens, haben Wissenschaftler in den vergangenen Jahren ein beängstigendes Massensterben beobachtet. Und auch die Flechtenfelder der nördlichen Namib, die schon mit ein paar Tropfen Morgentau auskommen, sind bedroht. Hier sind die Übeltäter leicht auszumachen: Ru"cksichtslose Möchtegern-Rallyefahrer hinterlassen mit ihren Offroadtouren innerhalb von Minuten Schäden, die fu"r Jahrhunderte sichtbar bleiben. „Kanniedood“ gilt eben nur, bis das gefährlichste Raubtier von allen auf den Plan tritt.
Es ist Abend, die untergehende Sonne hat den Etosha National Park in oranges Licht gehu"llt. Das Grillfeuer lodert schon, ein paar tiefrote Wildsteaks liegen bereit. Doch das Abendessen ist in diesem Moment keineswegs gesichert. Schakale haben sich ins Camp geschlichen und sind fest entschlossen, sich die Leckerbissen zu holen. Erst mit dem drohend geschwungenen Kamerastativ lassen sich die Räuber in die Flucht schlagen. Doch Moment, Raubtiere ja, aber Räuber? Die Frage, wer hier der Eindringling ist, taugt fu"r ausufernde Lagerfeuerphilosophie. Eines ist aber klar: Namibias Wildnis ist auf dem Vormarsch. Und damit sind längst nicht nur die Paviane, Schakale und Meerkatzen gemeint, die sich gern am gedeckten Tisch der Zweibeiner bedienen. Im wenig erschlossenen Nordwesten folgen Elefanten und Nashörner wieder ihren traditionellen Routen, die kein Zaun einengt, sondern Regenfälle und Nahrungsangebot vorschreiben. Dahinter steckt menschliche Methode: Namibias Regierung hat erkannt, welch ein Schatz die großen Wildtierbestände sind, insbesondere fu"r den Tourismus. Die gesamte Ku"stenregion des Landes besteht inzwischen aus Nationalparks, weite Teile des Inlands sind zu conservancies erklärt worden, in denen zwar weiter Menschen leben, Tiere und Pflanzen aber geschu"tzt werden. Hinzu kommt eine wachsende Zahl an privaten Reservaten. Die Natur kann sich so zuru"ckholen, was ihr einst genommen wurde. Pass nur auf, dass das nicht auch deine Steaks betrifft!
Die namibische Sonne trocknet nicht nur das Land erbarmungslos aus. Pack auf Wanderungen lieber zu viel Wasser ein. Auch im Auto sollte gerade in abgelegenen Gebieten immer reichlich Trinkwasser vorhanden sein.
Die Sandstrände von Okavango und Sambesi sind teilweise sehr verlockend, doch selbst im klaren Wasser schaffen es Krokodile, sich unbemerkt zu nähern. Besser nichts riskieren!
Mit zu viel Schwung ist schon mancher Urlauber im Straßengraben gelandet. Allradfahrzeuge sind kopflastiger als herkömmliche PKW, haben eine schlechtere Kurvenlage und ihr Bremsweg ist auf Schotterstraßen länger als der eines Golfs auf einer deutschen Autobahn.
Trotz Verbot klettern Besucher des Etosha National Parks immer wieder aus dem Wagen. Fu"r Fotos ist das zwecklos, weil die Tiere vor Menschen mehr Scheu haben als vor Autos. Fu"r andere Probleme gibt es Toiletten in den Camps. Riskier lieber nicht, plötzlich einem geschwächten Raubtier gegenüberzustehen, für das du leichte Beute bist.
Weder die Entfernungen noch den Benzinverbrauch von Geländewagen darfst du in Namibia unterschätzen. Und auch wenn die Situation sich verbessert hat, kommt es immer noch vor, dass einer Tankstelle auf dem Land die Ware ausgeht.
Siehe
Es gibt ein gut ausgebautes Inlandsflugnetz sowie Eisenbahnverbindungen zwischen Windhuk und Swakopmund. Das Straßennetz ist gut ausgebaut; bis auf die Hauptverkehrsstraßen handelt es sich hauptsächlich um Schotterpisten. In Namibia herrscht Linksverkehr.
Neben erhöhter Gefährdung durch kriminelle Übergriffe besteht das Risiko eines Verkehrsunfalls wegen unbeleuchtet abgestellter Fahrzeuge und Wildwechsel (Lebensgefahr).
Es muss stets mit gefährlichen Überholmanövern auch in nicht einsehbaren Streckenabschnitten gerechnet werden. Taxis wechseln zur Aufnahme von Passagieren oft plötzlich und völlig unberechenbar Fahrtrichtung und -spur.
Lokale Mietwagenfirmen statten Mietwagen in der Regel mit einem GPS-Gerät ("GPS-Tracker") aus, das es erlaubt, die gefahrene Strecke und Geschwindigkeit des Fahrzeugs jederzeit nachprüfen zu können. Schon bei geringfügiger Geschwindigkeitsübertretung erlischt bei einigen Mietwagenfirmen bzw. Versicherungen jeglicher Versicherungsschutz.
Versicherungen lokaler Mietwagenfirmen haben im Schadensfall die Beweislast des Öfteren umgekehrt und vom Versicherten den Nachweis verlangt, nicht fahrlässig gehandelt zu haben. Hier kann es zu weitreichenden Folgen und sogar zum Haftbefehl kommen.
Die namibische Regierung hat in den Nationalparks im Norden Namibias die offiziellen Maßnahmen zur Bekämpfung der Wilderei intensiviert.
Die Grenze zu Angola ist an verschiedenen Stellen gar nicht oder nur durch einen niedrigen Drahtzaun markiert. Wer die Grenze (auch nur für wenige Meter) illegal überschreitet, muss mit der Festnahme durch die namibische oder angolanische Grenzpolizei, Geldbuße und/oder Haftstrafe rechnen.
Der internationale Führerschein ist erforderlich und nur in Verbindung mit dem nationalen deutschen Führerschein gültig.
Offen gelebte Homosexualität gilt in Namibia als unerwünschtes Verhalten. 2024 wurde ein Gesetz, dass gleichgeschlechtliche Handlungen zwischen Männern durch das "Sodomie-Verbot" unter Strafe stellte, durch den Obersten Gerichtshof als verfassungswidrig und ungültig erklärt; die namibische Regierung legte Berufung gegen die Entscheidung ein.
Gleichgeschlechtliche Partnerschaften wurden höchstrichterlich als verfassungsgemäß anerkannt. Regierung und Parlament haben allerdings das Ehegesetz so angepasst und verabschiedet, dass gleichgeschlechtliche Ehen (auch wenn diese außerhalb Namibias geschlossen wurden) nicht anerkannt werden.
Es gibt besondere Bestimmungen für den Besitz von und Handel mit Edelsteinen, Waffen, Munition und dergleichen sowie den Handel mit Drogen.
Landeswährung ist der namibische Dollar (NAD). Daneben wird im Alltag auch der südafrikanische Rand (ZAR) als Zahlungsmittel akzeptiert. Beide Währungen sind im Verhältnis 1:1 aneinandergekoppelt. Geldabhebungen sind mit allen gängigen Kreditkarten sowie Debitkarten (Girocard, Maestro) möglich.
Für die direkte Einreise aus Deutschland sind keine Pflichtimpfungen vorgeschrieben. Bei Einreise aus einem Gelbfiebergebiet oder Aufenthalt von mehr als 12 Stunden im Transit eines Gelbfiebergebiets müssen alle Personen ab einem Alter von neun Monaten eine Gelbfieberimpfung nachweisen. Namibia selbst ist kein Gelbfiebergebiet.
Als Reiseimpfungen werden Impfungen gegen Hepatitis A und Poliomyelitis empfohlen. Nach individueller Indikation sind zusätzlich Impfungen gegen Hepatitis B, Tollwut und Typhus angeraten. Eine Meningokokken-Impfung und Cholera-Impfung sind in der Regel nicht notwendig.
Achten Sie darauf, dass sich bei Ihnen und Ihren Kindern die Standardimpfungen gemäß Impfkalender der auf aktuellem Stand befinden. Insbesondere sollte ein adäquater Impfschutz gegen Masern sichergestellt sein.
Die medizinische Versorgung in Namibia ist nicht mit der Versorgung in Deutschland vergleichbar. Außerhalb der großen Zentren fehlt vielerorts medizinisches Fachpersonal. Planbare Operationen, Eingriffe und Diagnostik sollten in Europa durchgeführt werden. Notfall- und Basisversorgung sind in den großen staatlichen Krankenhäusern sowie etlichen Privatkliniken gewährleistet. Die Apotheken haben ein ausreichendes Sortiment wichtiger Standardmedikamente. Medikamentenfälschungen mit unsicherem Inhalt kommen vor.
Malaria ist eine schwerwiegende Erkrankung, die durch Mücken übertragen wird. Der Anteil an der gefährlichen Malaria tropica (P. falciparum) beträgt über 99%. Eine Karte der Malaria-Risikogebiete stellt die zur Verfügung. Das Malariarisiko ist saisonal und regional unterschiedlich:
Durch Zecken kann das afrikanische Zeckenbissfieber, eine Rickettsiose, sowie selten Krim-Kongo-Fieber übertragen werden.
Insbesondere durch mangelnde Trinkwasser-, Lebensmittel und Handhygiene können Erkrankungen auftreten, die oft mit Durchfällen einhergehen. Häufig treten unbestimmte Reisedurchfälle auf. Cholera hingegen betrifft Reisende so gut wie nie. Bestimmte Viruserkrankungen der Leber (Virushepatitis A und E) und Typhus treten auch bei Reisenden auf. In Namibia wurde Poliomyelitis (cVDPV-2) nachgewiesen.
In Namibia besteht ein Risiko für Mpox und Tuberkulose; das Risiko für Meningokokken-Erkrankungen ist sehr gering. Diese Erkrankungen werden durch den engen Kontakt mit infizierten Menschen übertragen.
HIV-Infektionen, Mpox und bestimmte Lebererkrankungen (Virushepatitis B, C und D) können auch durch sexuelle Kontakte übertragen werden. Die Übertragung ist prinzipiell auch durch Drogenkonsum mit unsauberen Spritzen oder Kanülen, Tätowierungen und Bluttransfusionen möglich.
Eine Ansteckung mit Tollwut erfolgt vorrangig über Hunde und spielt aufgrund der Nähe dieser Tiere zu Menschen eine besondere Rolle. Bei Milzbrand handelt sich um eine bakterielle Infektion, die durch Kontakt mit erkrankten Huftieren (vor allem Schweine, Rinder, Schafe, Ziegen, Pferde und Wildtiere sowie deren Kadaver) übertragen werden kann und vorrangig im Nordosten/ Caprivi auftritt. Krim-Kongo-Fieber kann neben der Übertragung durch Zecken auch durch direkten Kontakt mit infizierten Tieren (Blut oder Fleisch) übertragen werden. Vor allem in ländlichen Regionen kommen Giftschlangen vor.
Schistosomiasis ist eine Wurmerkrankung, die auch bei geringem Kontakt mit Süßwasser übertragen werden kann und vor allem im Norden des Landes (Provinzen West-Kavango, Ost-Kavango und Sambesi) vorkommt. Auch in fließenden Gewässern kann Schistosomiasis übertragen werden.
Insbesondere in großen Städten kann es durch Luftverschmutzung zu gesundheitlichen Beschwerden kommen. Ggf. weitere Hinweise zu Brandsaison oder anderweitiger Saisonalität.
Intensive Sonneneinstrahlung kann zu kurz- und langfristigen Haut- und Augenschäden führen.
Reisen ans Meer in Verbindung mit Schwimmen und Wassersport können mit besonderen Gefahren verbunden sein. Durch Tierkot verunreinigte Strände bergen ein Infektionsrisiko für parasitäre Hauterkrankungen wie Wurminfektionen.
Machen Sie sich vor einem Tauchurlaub mit den grundlegenden Gefahren des Sporttauchens vertraut und lassen Sie sich vor Reiseantritt tauchmedizinisch beraten und untersuchen. Beachten Sie unsere Informationen zum Tauchen.
Bitte beachten Sie neben dem generellen auch den medizinischen Haftungsausschluss
Letzte Änderungen:
Gesundheit - Reiseimpfungen; Erkrankungen im Zusammenhang mit mangelnder Hygiene
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- Beachten Sie die Hinweise im Ratgeber für Notfallvorsorge und des Bundesamts für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe.
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- Achten Sie auf einen ausreichenden Reisekrankenversicherungsschutz.
- Erkundigen Sie sich vorab bei den Behörden/Botschaften Ihres Reiselandes zu den aktuell geltenden, verbindlichen Einreisebestimmungen sowie bei Ihrem Reiseveranstalter/Ihrer Flug-/Schifffahrts-/Eisenbahngesellschaft nach den geltenden Beförderungsbestimmungen.
- Verfolgen Sie bei Ihrer Reiseplanung/während Ihrer Reise Nachrichten und Wetterberichte.
- Beachten Sie unseren Haftungsausschluss und den Hinweis zu Inhalten anderweitiger Anbieter.
Laut Informationen der staatlichen Namibia Wildlife Resorts (NWR) ist bei einigen der Tankstellen auf NWR-Lodges Treibstoff nur stark eingeschränkt bis gar nicht verfügbar. Betroffen sind nach Angaben von NWR insbesondere die folgenden Lodges: Halali Resort, Okaukuejo Resort, Terrace Bay Resort, Sesriem Camping-Platz sowie Ai/Ais Hotsprings & Spa.
Die politische Lage in Namibia gilt als stabil. Dennoch:
Eigentumsdelikte können in ganz Namibia vorkommen, insbesondere in Windhuk und in abgelegenen Gebieten. Es sind Überfälle auf Reisende durch teils schwer bewaffnete Kriminelle bekannt. Dabei werden auch Touristenunterkünfte (auch Campingplätze) gezielt ins Visier genommen.
In Windhuk ereignen sich Raubüberfälle vor allem an Sonn- und Feiertagen, wenn weniger Menschen unterwegs sind (z.B. auf Spaziergänger am Stadtrand wie Farm Windhuk, Avis Damm und Lovers Hill, aber auch mitten in der Innenstadt).
Nach Übernahme eines Mietwagens wurden Reisende vereinzelt bereits vom Flughafen gezielt bis zu ihrer Unterkunft verfolgt, durch Ablenkungen (z.B. Hinweis auf einen angeblichen technischen Defekt) zum Anhalten gebracht und ausgeraubt. Dabei wurden auch schon Fahrzeuge mit Regierungskennzeichen benutzt.
Ein erhöhtes Überfall- bzw. Diebstahlsrisiko besteht in Taxis, in denen sich außer dem Fahrer bereits andere Personen befinden.
Reisende sind aufgrund der mitgeführten Kameraausstattung etc. bevorzugte Opfer von Raubüberfällen; auch Kreditkartenbetrug kommt häufig vor.
Besonders in den Frühlingsmonaten der südlichen Hemisphäre kann es aufgrund der herrschenden klimatischen Bedingungen zu Buschbränden kommen. Mit einer Beeinträchtigung der Infrastruktur auch in Tourismusgebieten muss in diesen Fällen gerechnet werden.
Insbesondere Gebiete im Norden Namibias zwischen der Etosha-Pfanne und der angolanischen bzw. sambischen Grenze können in der Regenzeit von Januar bis April von Überschwemmungen betroffen sein. Straßen können dann nur eingeschränkt nutzbar sein.
Trockenflussbetten ("Rivières") im ganzen Land können sich in der Regenzeit in kürzester Zeit zu reißenden Flüssen entwickeln.
Siehe Aktuelles
Es gibt ein gut ausgebautes Inlandsflugnetz sowie Eisenbahnverbindungen zwischen Windhuk und Swakopmund. Das Straßennetz ist gut ausgebaut; bis auf die Hauptverkehrsstraßen handelt es sich hauptsächlich um Schotterpisten. In Namibia herrscht Linksverkehr.
Neben erhöhter Gefährdung durch kriminelle Übergriffe besteht das Risiko eines Verkehrsunfalls wegen unbeleuchtet abgestellter Fahrzeuge und Wildwechsel (Lebensgefahr).
Es muss stets mit gefährlichen Überholmanövern auch in nicht einsehbaren Streckenabschnitten gerechnet werden. Taxis wechseln zur Aufnahme von Passagieren oft plötzlich und völlig unberechenbar Fahrtrichtung und -spur.
Lokale Mietwagenfirmen statten Mietwagen in der Regel mit einem GPS-Gerät („GPS-Tracker") aus, das es erlaubt, die gefahrene Strecke und Geschwindigkeit des Fahrzeugs jederzeit nachprüfen zu können. Schon bei geringfügiger Geschwindigkeitsübertretung erlischt bei einigen Mietwagenfirmen bzw. Versicherungen jeglicher Versicherungsschutz.
Versicherungen lokaler Mietwagenfirmen haben im Schadensfall die Beweislast des Öfteren umgekehrt und vom Versicherten den Nachweis verlangt, nicht fahrlässig gehandelt zu haben. Hier kann es zu weitreichenden Folgen und sogar zum Haftbefehl kommen.
Die namibische Regierung hat in den Nationalparks im Norden Namibias die offiziellen Maßnahmen zur Bekämpfung der Wilderei intensiviert.
Die Grenze zu Angola ist an verschiedenen Stellen gar nicht oder nur durch einen niedrigen Drahtzaun markiert. Wer die Grenze (auch nur für wenige Meter) illegal überschreitet, muss mit der Festnahme durch die namibische oder angolanische Grenzpolizei, Geldbuße und/oder Haftstrafe rechnen.
Der internationale Führerschein ist erforderlich und nur in Verbindung mit dem nationalen deutschen Führerschein gültig.
Offen gelebte Homosexualität gilt in Namibia als unerwünschtes Verhalten. 2024 wurde ein Gesetz, dass gleichgeschlechtliche Handlungen zwischen Männern durch das sog. "Sodomie-Verbot" unter Strafe stellte, durch den Obersten Gerichtshof als verfassungswidrig und ungültig erklärt; die namibische Regierung legte Berufung gegen die Entscheidung ein.
Gleichgeschlechtliche Partnerschaften wurden höchstrichterlich als verfassungsgemäß anerkannt. Regierung und Parlament haben allerdings das Ehegesetz so angepasst und verabschiedet, dass gleichgeschlechtliche Ehen (auch wenn diese außerhalb Namibias geschlossen wurden) nicht anerkannt werden.
Es gibt besondere Bestimmungen für den Besitz von und Handel mit Edelsteinen, Waffen, Munition und dergleichen sowie den Handel mit Drogen.
Landeswährung ist der namibische Dollar (NAD). Daneben wird im Alltag auch der südafrikanische Rand (ZAR) als Zahlungsmittel akzeptiert. Beide Währungen sind im Verhältnis 1:1 aneinandergekoppelt. Geldabhebungen sind mit allen gängigen Kreditkarten sowie Debitkarten (Girocard, Maestro) möglich.
Einreise- und Zollbestimmungen für deutsche Staatsangehörige können sich kurzfristig ändern, ohne dass das Auswärtige Amt hiervon vorher unterrichtet wird. Bitte erkundigen Sie sich daher vorab zusätzlich bei den Vertretungen Ihres Ziellandes. Nur dort erhalten Sie rechtsverbindliche Informationen und/oder über diese Hinweise hinausgehende Informationen zu den Einreise- und Zollbestimmungen Ihres Reiselandes. Der deutsche Zoll informiert über die aktuell geltenden Zollbestimmungen bei Einreise nach Deutschland.
Die Einreise ist für deutsche Staatsangehörige mit folgenden Dokumenten möglich:
Anmerkungen:
Reisedokumente müssen im Zeitpunkt der Einreise noch mindestens sechs Monate über die Reise hinaus gültig sein und noch mindestens drei freie Seiten enthalten. Sie müssen in einwandfreiem, unbeschädigten Zustand sowie gut lesbar sein.
In Einzelfällen kam es zu Problemen mit den Einreisebehörden am Flughafen und an den Grenzen auf dem Landweg, da die Gültigkeitsdauer von Einreisesichtvermerken willkürlich festgelegt wurde.
Die Anforderungen einzelner Fluggesellschaften an die von ihren Passagieren mitzuführenden Dokumente weichen zum Teil von den staatlichen Regelungen ab.
Bei der Weiterreise mit Kindern nach Südafrika sind die geltenden Einreisebestimmungen unbedingt zu beachten, da ansonsten die Einreise durch die südafrikanischen Grenzbeamten verwehrt wird. Weitere Informationen bieten die Reise- und Sicherheitshinweise Südafrika - Reisedokumente.
Seit April 2025 können deutsche Staatsangehörige zu touristischen Zwecken nur mit gültigem Visum nach Namibia einreisen. Dieses Visum wird mit einer Gültigkeit von 90 Tagen erteilt und berechtigt im Regelfall zur mehrfachen Einreise (sog. „multiple entry").
Folgende Arten der Visumsbeantragung stehen zur Verfügung:
In allen anderen Fällen - auch für Geschäftsreisen oder unbezahlte Tätigkeiten wie Praktika, Studienaufenthalte, Freiwilligendienste etc. - ist ein Visum erforderlich, das frühzeitig vor Einreise beantragt werden muss. Der Antrag kann online oder direkt bei der namibischen Botschaft gestellt werden.
Journalisten benötigen für eine Tätigkeit in Namibia ein Arbeitsvisum sowie unter Umständen eine - am besten vor der Einreise - beim namibischen „Ministry of Information and Communication Technology" einzuholende Akkreditierung. Die Genehmigungsdauer beträgt bis zu vier Wochen. Ansprechpartner für diesbezügliche Fragen und Anträge ist die Botschaft der Republik Namibia.
Bei der Einreise nach Namibia von Südafrika aus gelten besondere Einreisebestimmungen. Jedes Überziehen eines Visums führt zur Erklärung zur unerwünschten Person und zu einer Einreisesperre. Für die Ein- und Durchreise mit minderjährigen Kindern sind das Mitführen einer internationalen Geburtsurkunde, aus der die Eltern ersichtlich sind, sowie gegebenenfalls einer Einverständniserklärung des nicht begleitenden Elternteils oder eines Nachweises des alleinigen Sorgerechts erforderlich. Detaillierte und verbindliche Informationen bietet die zuständige südafrikanische Auslandsvertretung.
Unter Verweis auf die Einreisebestimmungen benachbarter Länder ist es derzeit gängige Praxis an namibischen Grenzkontrollstellen, bei der Ein- und Ausreise minderjähriger Kinder die Sorgerechtslage zu prüfen. Personen unter 18 Jahren müssen neben dem Reisepass eine Geburtsurkunde vorweisen können, in der die Eltern aufgeführt sind.
Erforderlich ist eine internationale Geburtsurkunde bzw. gegebenenfalls eine beglaubigte englische Übersetzung.
Unbegleitete minderjährige Kinder benötigen zur Ein- und Ausreise die Zustimmung beider Elternteile (ein „Affidavit" in englischer Sprache), dass das Kind alleine reisen darf. Die beglaubigten Kopien der Reisepässe beider Elternteile müssen dem Affidavit angeheftet werden.
Reist ein Minderjähriger nicht in Begleitung beider sorgeberechtigter Elternteile, muss außerdem nachgewiesen werden, dass der nicht anwesende Elternteil entweder mit der Reise einverstanden ist (eidesstattliche Versicherung "Affidavit", Passkopie und Kontaktdaten des nicht anwesenden Elternteils) bzw. dass die Einverständniserklärung nicht erforderlich ist (gerichtlicher Beschluss über alleiniges Sorgerecht oder Sterbeurkunde oder Negativbescheinigung des deutschen Jugendamts, wenn die minderjährige Person in Deutschland wohnhaft ist).
Personen, die mit Minderjährigen reisen, welche nicht ihre eigenen Kinder sind, müssen neben der Geburtsurkunde des Kindes eidesstattliche Versicherungen, Passkopien und die Kontaktdaten beider sorgeberechtigter Eltern bzw. des gesetzlichen Vertreters des Kindes vorlegen.
Alleinreisende Minderjährige müssen darüber hinaus bei Einreise ein Bestätigungsschreiben einschließlich Kontaktdaten und Wohnanschrift, eine Passkopie und gegebenenfalls eine Kopie der namibischen Aufenthaltserlaubnis derjenigen Person vorlegen, zu der sie in Namibia reisen.
Eidesstattliche Versicherungen bedürfen der Beglaubigung durch einen „Commissioner of oaths" (in Namibia), einen Notar oder eine namibische Auslandsvertretung.
Es wird dringend empfohlen, englischsprachige Erklärungen, Urkunden bzw. Übersetzungen vorzulegen. Kurzfristige Änderungen der Bestimmungen oder abweichende Auslegungen durch einzelne Dienststellen können nicht ausgeschlossen werden. Detaillierte und verbindliche Informationen sind beim namibischen Ministry of Home Affairs and Immigration oder der für den Wohnort zuständigen namibischen Auslandsvertretung erhältlich.
Die Einfuhr der Landeswährung ist bis zu einem Betrag von 50.000 USD möglich, muss ab einem Betrag von 5.000 NAD jedoch bei Einreise deklariert werden.
Die Ausfuhr ist für Reisende auf den Betrag begrenzt, der eingeführt wurde.
Für Reisen zwischen den Mitgliedsstaaten der Southern African Customs Union SACU (Botsuana, Eswatini, Lesotho, Namibia und Südafrika) gibt es keine Beschränkungen.
Jagdwaffen müssen bei der Einreise an einem speziell eingerichteten Schalter im Gepäckabholbereich des Flughafens vorgezeigt werden. Die Nummer jeder Waffe wird in ein dort ausliegendes Antragsformular eingetragen. Aufgrund des Antrags wird dann sofort eine zeitlich begrenzte Waffenlizenz für Namibia erteilt. Die Einfuhr von Faustfeuerwaffen ist nicht gestattet.
Ein gültiger Jagdschein des Heimatlandes ist nicht erforderlich: Ausländische Jäger dürfen nur zusammen mit einem namibischen, staatlich lizenzierten Jagdführer bzw. Berufsjäger jagen. Dieser beschafft für die Jäger die nötige Jagderlaubnis vom namibischen Ministerium für Umwelt und Tourismus.
Bei der Ausfuhr von Antiquitäten und Souvenirs sind die Bestimmungen des Washingtoner Artenschutzübereinkommens (CITES) zu beachten. Produkte aus in Annex I zu diesem Übereinkommen aufgeführten Tieren dürfen nicht aus Namibia ausgeführt werden. Dies gilt auch, wenn sie in Schmuck oder Kleidung eingearbeitet sind (z. B. Elefantenhaarschmuck). Eine Ausfuhr von Produkten aus Tieren, die in Annex II aufgeführt sind, kommt möglicherweise mit einer entsprechenden Genehmigung in Frage. Hierüber sollten sich Reisende vor dem Kauf durch Rückfrage bei den namibischen Behörden oder beim deutschen Zoll vergewissern. Die Erteilung einer Ausfuhrgenehmigung aus Namibia beinhaltet nicht automatisch die Einfuhrgenehmigung nach Deutschland. Nähere Informationen bietet CITES.
Für die direkte Einreise aus Deutschland sind keine Pflichtimpfungen vorgeschrieben. Bei Einreise aus einem Gelbfiebergebiet oder Aufenthalt von mehr als 12 Stunden im Transit eines Gelbfiebergebiets müssen alle Personen ab einem Alter von neun Monaten eine Gelbfieberimpfung nachweisen. Namibia selbst ist kein Gelbfiebergebiet.
Als Reiseimpfungen werden Impfungen gegen Hepatitis A und Poliomyelitis empfohlen. Nach individueller Indikation sind zusätzlich Impfungen gegen Hepatitis B, Tollwut und Typhus angeraten. Eine Meningokokken-Impfung und Cholera-Impfung sind in der Regel nicht notwendig.
Achten Sie darauf, dass sich bei Ihnen und Ihren Kindern die Standardimpfungen gemäß Impfkalender der STIKO auf aktuellem Stand befinden. Insbesondere sollte ein adäquater Impfschutz gegen Masern sichergestellt sein.
Die medizinische Versorgung in Namibia ist nicht mit der Versorgung in Deutschland vergleichbar. Außerhalb der großen Zentren fehlt vielerorts medizinisches Fachpersonal. Planbare Operationen, Eingriffe und Diagnostik sollten in Europa durchgeführt werden. Notfall- und Basisversorgung sind in den großen staatlichen Krankenhäusern sowie etlichen Privatkliniken gewährleistet. Die Apotheken haben ein ausreichendes Sortiment wichtiger Standardmedikamente. Medikamentenfälschungen mit unsicherem Inhalt kommen vor.
Malaria ist eine schwerwiegende Erkrankung, die durch Mücken übertragen wird. Der Anteil an der gefährlichen Malaria tropica (P. falciparum) beträgt über 99%. Eine Karte der Malaria-Risikogebiete stellt die DTG zur Verfügung. Das Malariarisiko ist saisonal und regional unterschiedlich:
- Zur Verhinderung einer Malaria ist in Gebieten mit hohem Malariarisiko zusätzlich zum Mückenschutz eine Tabletteneinnahme sinnvoll. Lassen Sie sich bzgl. der Auswahl entsprechender Medikamente ärztlich beraten.
Durch Zecken kann das afrikanische Zeckenbissfieber, eine Rickettsiose, sowie selten Krim-Kongo-Fieber übertragen werden.
Insbesondere durch mangelnde Trinkwasser-, Lebensmittel und Handhygiene können Erkrankungen auftreten, die oft mit Durchfällen einhergehen. Häufig treten unbestimmte Reisedurchfälle auf. Cholera hingegen betrifft Reisende so gut wie nie. Bestimmte Viruserkrankungen der Leber (Virushepatitis A und E) und Typhus treten auch bei Reisenden auf. In Namibia wurde Poliomyelitis (cVDPV-2) nachgewiesen.
In Namibia besteht ein Risiko für Mpox und Tuberkulose; das Risiko für Meningokokken-Erkrankungen ist sehr gering. Diese Erkrankungen werden i.d.R. durch den engen Kontakt mit infizierten Menschen übertragen.
HIV-Infektionen, Mpox und bestimmte Lebererkrankungen (Virushepatitis B, C und D) können auch durch sexuelle Kontakte übertragen werden. Die Übertragung ist prinzipiell auch durch Drogenkonsum mit unsauberen Spritzen oder Kanülen, Tätowierungen und Bluttransfusionen möglich.
Eine Ansteckung mit Tollwut erfolgt vorrangig über Hunde und spielt aufgrund der Nähe dieser Tiere zu Menschen eine besondere Rolle. Bei Milzbrand handelt sich um eine bakterielle Infektion, die durch Kontakt mit erkrankten Huftieren (vor allem Schweine, Rinder, Schafe, Ziegen, Pferde und Wildtiere sowie deren Kadaver) übertragen werden kann und vorrangig im Nordosten/ Caprivi auftritt. Krim-Kongo-Fieber kann neben der Übertragung durch Zecken auch durch direkten Kontakt mit infizierten Tieren (Blut oder Fleisch) übertragen werden. Vor allem in ländlichen Regionen kommen Giftschlangen vor.
Schistosomiasis ist eine Wurmerkrankung, die auch bei geringem Kontakt mit Süßwasser übertragen werden kann und vor allem im Norden des Landes (Provinzen West-Kavango, Ost-Kavango und Sambesi) vorkommt. Auch in fließenden Gewässern kann Schistosomiasis übertragen werden.
Insbesondere in großen Städten kann es durch Luftverschmutzung zu gesundheitlichen Beschwerden kommen. Ggf. weitere Hinweise zu Brandsaison oder anderweitiger Saisonalität.
Intensive Sonneneinstrahlung kann zu kurz- und langfristigen Haut- und Augenschäden führen.
Reisen ans Meer in Verbindung mit Schwimmen und Wassersport können mit besonderen Gefahren verbunden sein. Durch Tierkot verunreinigte Strände bergen ein Infektionsrisiko für parasitäre Hauterkrankungen wie z.B. Wurminfektionen.
Machen Sie sich vor einem Tauchurlaub mit den grundlegenden Gefahren des Sporttauchens vertraut und lassen Sie sich vor Reiseantritt tauchmedizinisch beraten und untersuchen. Beachten Sie unsere Informationen zum Tauchen.
Bitte beachten Sie neben dem generellen auch den medizinischen Haftungsausschluss
Hier finden Sie Adressen zuständiger diplomatischer Vertretungen und Informationen zur Politik und zu den bilateralen Beziehungen mit Deutschland.
Weitere wichtige Hinweise für Ihre Reise
Die medizinische Versorgung im Lande ist mit Europa nicht zu vergleichen und ist vielfach technisch, apparativ und/oder hygienisch problematisch. Vielfach fehlen auch europäisch ausgebildete Englisch / Französisch sprechende Ärzte. Die medizinische Versorgung in den städtischen Bereichen liegt weit über dem afrikanischen Durchschnitt. In allen größeren Orten findet man Krankenhäuser und Apotheken. Die Ärzte stehen im Telefonbuch unter "Medical Practioners".
Eine individuelle Reiseapotheke sollte mitgenommen und unterwegs den Temperaturen entsprechend geschützt werden. Medikamente gegen Durchfall, Fieber und Schmerzen sowie Verbandstoff, Pflaster und Wunddesinfektion sollten unbedingt mitgenommen werden. Serum gegen Schlangenbisse und Skorpionstiche sollte u. U. mitgeführt werden.
Der Abschluss einer Reisekrankenversicherung und Reiserückholversicherung wird dringend empfohlen.
| Titel | Besondere Vorsichtsmaßnahmen | Gesundheitszeugnis erforderlich |
|---|---|---|
| Dengue-Fieber | 1 | - |
| Malaria | 4 | - |
| Meningokokken-Meningitis A,B,C,W,Y | 5 | - |
| Hepatitis A und B | 3 | - |
| Gelbfieber | 2 | - |
[1] Das durch Stechmücken übertragene Dengue-Fieber kommt landesweit vor. Es empfiehlt sich ein wirksamer Insektenschutz. Bei längerem Aufenthalt oder besonderer Exposition empfiehlt sich eine Impfung gegen Dengue-Fieber.
[2] Eine Impfbescheinigung gegen Gelbfieber wird von allen Reisenden verlangt, die aus einem der von der WHO ausgewiesenen Infektionsgebiete kommen. Es wird ebenfalls keine Impfbescheinigung verlangt, wenn in einem Land der Infektionszone zwischengelandet wurde, und dort der Transitraum nicht verlassen wurde bzw. der Aufenthalt im Transit mehr als 12 Stunden gedauert hat. Personen, die auf Verlangen keine Gelbfieber-Impfbescheinigung vorlegen können, müssen sich einer 6-tägigen Quarantäne unterziehen oder werden ins Herkunftsland zurückgeschickt.
Bei Kindern unter 9 Monaten und Frauen im ersten Drittel einer Schwangerschaft wird nicht auf einer Impfbescheinigung bestanden.
[3] Hepatitis A und Hepatitis B kommen vor. Eine Hepatitis A-Schutzimpfung wird generell empfohlen. Die Impfung gegen Hepatitis B sollte bei längerem Aufenthalt und engem Kontakt zur einheimischen Bevölkerung sowie allgemein bei Kindern und Jugendlichen erfolgen.
[4] Ein hohes Malariarisiko besteht ganzjährig im Norden und Nordosten des Landes (Sambesi/Caprivi-Streifen, Kavango-West, Kavango-Ost, Ohangwena). Ein hohes Malaria-Risiko besteht von Oktober bis April regional im Nordosten von Namibia (in den nordöstlichen Teilen der Distrikte Oshikoto, Otjozondjupa, Omaheke inkl. Städte Grootfontein und Tsumeb). Im Nordosten der Distrikte Oshikoto, Otjozondjupa, Omaheke inkl. den Städten Grootfontein und Tsumeb besteht von Mai bis September ein mittleres Risiko. Ein mittleres Risiko besteht ganzjährig in den restlichen nördlichen Regionen einschl. Kunene, Omusati, Oshana sowie in den weatlichen Anteilen von Oshikoto, Otjozondjupa (im südlichen Teil), Omaheke und dem Etosha Nationalpark. Ein geringes Risiko besteht im Rest des Landes. Als malariafrei gelten Windhuk, die Küste, die Namib-Wüste und die Gebiete um und südlich von Mariental.
Über 99 % vorherrschende gefährlichere Form Plasmodium falciparum (Malaria tropica).
Für die Malariaprophylaxe sind generell langärmelige Kleidung und Mückenschutzmittel empfohlen. In den Gebieten mit hohem Malaria-Risiko sollte man zusätzlich medikamentös einer Malaria-Infektion vorbeugen.
[5] Eine Impfung gegen Meningokokken-Meningitis A,B,C,W,Y ist bei Langzeitaufenthalten oder besonderer Exposition für bestimmte Personengruppen (Jugendliche bzw. Schüler, Studenten) empfehlenswert.
[6] Tollwut kommt landesweit vor. Überträger sind u.a. Hunde, Katzen, Waldtiere und Fledermäuse. Für Rucksackreisende, Kinder, berufliche Risikogruppen und bei längeren Aufenthalten wird eine Impfung empfohlen. Bei Bisswunden so schnell wie möglich ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen.
[7] Eine Impfung gegen Thypus wird bei Langzeitaufenthalt und besonderer Exposition empfohlen.
Die vom Robert-Koch-Institut empfohlenen Standardimpfungen für Kinder und Erwachsene (u.a. gegen Tetanus, Diphtherie, Pertussis (Keuchhusten), Mumps, Masern, Röteln, Pneumokokken, Poliomyelitis und Influenza) sollten vor der Reise ggf. aufgefrischt werden.
Bilharziose-Erreger kommen in manchen Teichen und Flüssen, v.a. im Caprivi-Streifen vor. Das Schwimmen und Waten in Binnengewässern sollte daher vermieden werden. Gut gepflegte Schwimmbecken mit gechlortem Wasser sind unbedenklich.
Die UV-Strahlung ist sehr hoch und kann zu Hautschäden führen. Sonnenschutz durch hautbedeckende Kleidung und Sonnenschutzmittel (LSF > 20) ist daher unbedingt erforderlich.
HIV/Aids ist weit verbreitet. Namibia hat eine der höchsten HIV/Aids-Raten der Welt. HIV/Aids ist eine große Gefahr für alle, die Infektionsrisiken eingehen: Ungeschützte Sexualkontakte, unsaubere Spritzen oder Kanülen und Bluttransfusionen können ein erhebliches Gesundheitsrisiko bergen.
Die durch die Tse-Tse-Fliege übertragene Schlafkrankheit tritt sehr selten bei Reisenden auf, sporadisch im Norden (Caprivi-Streifen). Es empfehlen sich sorgfältige Mücken-Schutzmaßnahmen.
| Titel | Pass erforderlich | Visum erforderlich | Rückflugticket erforderlich |
|---|---|---|---|
| Türkei | Ja | Ja | Ja |
| Andere EU-Länder | Ja | Ja | Ja |
| Schweiz | Ja | Ja | Ja |
| Österreich | Ja | Ja | Ja |
| Deutschland | Ja | Ja | Ja |
Ein Reisepass ist allgemein erforderlich, er muss bei der Einreise noch mindestens 6 Monate über den Aufenthalt hinaus gültig sein und mindestens 3 freie Seiten enthalten.
Hinweis: Der Reisepass muss in einwandfreiem Zustand sein.
Die Einreisebestimmungen können sich ändern. Die hier bereitgestellten Informationen entsprechen dem Stand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung. Reisenden wird jedoch empfohlen, sich vor Reiseantritt bei der zuständigen Botschaft oder offiziellen Regierungsstellen zu informieren. Wir übernehmen keine Haftung für etwaige Unannehmlichkeiten oder Verluste, die durch Änderungen dieser Bestimmungen entstehen.
Achtung: Die Anforderungen einzelner Fluggesellschaften an die von ihren Passagieren mitzuführenden Dokumente weichen zum Teil von den staatlichen Regelungen ab. Deutsche Reisende benötigen für die Einreise nach Deutschland einen mindestens gültigen Reisepass / Personalausweis. Bei Transit über Drittländer wird grundsätzlich ein Reisepass mit einer Gültigkeit von mindestens 6 Monaten empfohlen.
Allgemein erforderlich u.a. für Staatsbürger der folgenden, in der obigen Tabelle genannten Länder. Das Visum berechtigt für einen Aufenthalt von bis zu 30 Tagen, zu mehrfachen Einreisen und vor Ort kann beim namibischen Innenministerium eine Verlängerung auf insgesamt 90 Tage beantragt werden.
Visum-bei-der-Ankunft (online vor der Einreise zu beantragen): Staatsangehörige von EU-Ländern, der Schweiz und der Türkei (Ausnahmen: Malta und Zypern) können bei der Ankunft an den Grenzposten Ariamsvlei, Impalila, Katima Mulilo, Katwitwi, Mohembo, Noordoewer, Ngoma, Oranjemund, Oshikango, Ruacana und Trans-Kalahari sowie an den Flughäfen Hosea Kutako, Lüderitz, Oranjemund und Walvis Bay sowie an den Häfen Lüderitz und Walvis Bay ein Visum-bei-der-Ankunft beantragen.
An einigen Grenzübergängen besteht auch die Möglichkeit, ein Visum-bei-der-Ankunft ohne vorherige Online-Beantragung zu erhalten.
Hinweis: Die tatsächlich genehmigte Aufenthaltsdauer variert und ist bei der Einreise sofort zu prüfen ggf. zu reklamieren.
Hinweis: Alle Reisedokumente müssen mindestens zwei freie Seiten enthalten und in einwandfreiem Zustand sein.
Deutsche: Elektronischer Reisepass für Personen unter 24 Jahren).
Österreicher: Eigener Reisepass.
Schweizer: Eigener Reisepass.
Türken: Eigener Reisepass.
Anmerkung: Für die Kinder gelten jeweils die gleichen Visumbestimmungen wie für ihre Eltern. Minderjährige unter 18 Jahren müssen bei der Ein- und Ausreise eine internationale Geburtsurkunde oder eine beglaubigte Übersetzung in englischer Sprache der Geburtsurkunde mit sich führen. In der Geburtsurkunde müssen beide Eltern aufgeführt sein. Bei Einreise von minderjährigen Kindern mit nur einem Elternteil oder ohne Eltern/Sorgeberechtigte wird eine beglaubigte Einverständniserklärung (eidesstattliche Versicherung („affidavit“) der nicht anwesenden Eltern/ Erziehungsberechtigten in englischer Spache gefordert, die u. a. die Reisepassnummer des Minderjährigen enthalten muss. Außerdem müssen eine Passkopie und die Kontaktdaten des nicht anwesenden Elternteils vorgelegt werden. Auch ein alleiniges Sorgerecht muss ggf. nachgewiesen werden. Beglaubigungen müssen von einem namibischen Notar oder Auslandsvertretung stammen.
Allein reisende Minderjährige müssen bei Einreise außerdem die Kontaktdaten ihres Aufenthaltsorts in Namibia angeben sowie ein Bestätigungsschreiben und eine Passkopie und ggf. eine Kopie der Aufenthaltserlaubnis der einladenden Person vorlegen.
Für die Einfuhr von Hunden und Katzen gelten strenge Bestimmungen. Haustiere sind in namibischen Naturschutzgebieten und -reservaten nicht gestattet.
Anträge für Einfuhrgenehmigungen und weitere Informationen sind bei den Botschaften von Namibia erhältlich.
Abhängig von der Art des Visum, Touristenvisum ca. 2 Wochen (5 Tage für Normalbearbeitung und 2 Tage für Expressausstellung in Berlin). Anfragen an die konsularischen Vertretungen (s. Kontaktadressen).
Genehmigungsschreiben für Geschäftsreisende (wird vom Innenministerium in Windhoek ausgestellt): 7 Konsulararbeitstage.
Touristenvisum: Bis zu 3 Monaten (mehrfache Einreisen), Aufenthalt von bis zu 30 Tagen. Eine Verlängerung (max. 90 Tage) ist möglich und sollte rechtzeitig beim Innenministerium (Ministry of Home Affairs, Cohen Building, Casino Street, Private Bag 13200. NA-Windhoek. Tel: (061) 292 21 11) beantragt werden.
Visum-bei-der-Ankunft: Bis zu 90 Tage.
Achtung: Wer seine Aufenthaltsdauer überschreitet (auch unabsichtlich), muss mit drastischen Strafen rechnen.
Eine Verlängerung des Visums kann beim Innenministerium (Adresse s. Gültigkeitsdauer) oder bei der zuständigen namibianischen Vertretung beantragt werden.
U.a. Einreise- und Transitvisum.
Deutschland, Österreich und Schweiz
Touristenvisum: 80 € (einmalige Einreise), 130 € (zweimalige Einreise);
Geschäftsvisum: 105 €;
Express-Visum: 220 €;
Visum bei der Ankunft: 1.600 N$.
Für Kinder unter 6 Jahren ist das Visum kostenlos. Für Kinder im Alter von 6 - 11 Jahren kostet das Visum 800 N$.
Touristen-Visum
(a) ausgefülltes Online-Visum-Antragsformular.
(b) 2 aktuelle Passfotos (bei Beantragung bei der Botschaft).
(c) Reisepass, der mindestens sechs Monate über den Aufenthalt hinaus gültig ist und mindestens drei freie Seiten enthält.
(d) bestätigtes Rückflugticket (Kopie).
(e) Gebühr (per Überweisung).
(f) Unterkunftsnachweis / Nachweis über die Reiseroute.
(g) ausreichende finanzielle Mittel, die mittels der letzten sechs Bankauszüge nachgewiesen werden müssen.
(h) im Falle einer privaten Unterkunft: schriftliche Einladung und eine Kopie des Personalausweises des Einladenden.
(i) gültige Auslandsreiseversicherung.
Alle Dokumente müssen ins Englische übersetzt werden.
1 Namibia-Dollar = 100 Cent. Währungskürzel: N$, NAD (ISO-Code). Banknoten gibt es im Wert von 200, 100, 50, 20 und 10 N$. Münzen in den Nennbeträgen von 5 und 1 N$ sowie 50, 10 und 5 Cents. Der Namibia-Dollar ist an den Südafrikanischen Rand gebunden, der ebenfalls in Namibia als gültige Währung akzeptiert wird.
Die Ein- und Ausfuhr von Fremdwährung ist ab einem Gegenwert von 5.000 N$ deklarationspflichtig. Die Landeswährung darf nur bis zu einem Gegenwert von 50.000 US$ eingeführt werden. Die Ausfuhr der Landeswährung ist bis in Höhe der eingeführten, deklarierten Beträge gestattet.
Bei Reisen zwischen den SACU-Staaten Botsuana, Namibia, Lesotho, Südafrika und Swasiland bestehen keinerlei Ein- und Ausfuhrbeschränkungen.
Gängige Kreditkarten wie Visa, Mastercard, American Express und Diners Club werden akzeptiert. Tankstellen akzeptieren nur Bargeld. Es kann auch an Geldautomaten mit der Kreditkarte (vor allem Visa und Maestro) Geld abgeholt werden. Einzelheiten vom Aussteller der betreffenden Kreditkarte.
Reiseschecks werden in der Regel in Namibia nicht mehr akzeptiert.
Mo-Fr 09.00-15.30 Uhr, Sa 08.30-12.00 Uhr.
Folgende Artikel können zollfrei nach Namibia eingeführt werden:
200 Zigaretten und 20 Zigarren und 250 g Tabak (Personen ab 18 J.);
2 l Wein und 1 l Spirituosen (Personen ab 18 J.);
50 ml Parfüm und 250 ml Eau de Toilette;
Geschenke im Wert bis zu 5.000 N$ (jedoch keine Fernsehgeräte).
Copyright und Haftungsausschluss